Konzertempfehlung: Kurt Cobain Tribute zum 28. Todestag im „The Loft“ – Wenn die Aprilnacht ein Flanellhemd trägt

das „The Loft“ am Wiener Gürtel

Die Songs für die Ewigkeit, die Nirvana und Kurt Cobain geschrieben haben, werden am Dienstag, dem 5. April – nach pandemiebedingter Pause – wieder beim kultgewordenen Wiener Tribute-Konzert, diesmal im „The Loft“ am Wiener Gürtel, zelebriert.

David Jerina von (VIENNAs FIRST) 90ies CLUB organisiert wie die letzten Jahre vor der Pandemie auch heuer wieder das Event:  Er rief es ins Nachtleben und stellt es auf die Fortgehbeine. Kurator ist heuer Bernhard Drexler von I’m a Sloth der schon vier Mal mit seiner Band die Cobain Bühne bespielte, bevor die Pandemie dazwischenkam.

Künftige Sterne am Musikhimmel spielten bereits hier auf den so kultigen Cobain-Tributes – wie Wanda und Voodoo Jürgens, die wie ein Phönix aus dem Aschenbecher auf die Cobain-Bühne stiegen. In Erinnerung bleibt auch das Cobain’sche Gitarrenzerstören bei I’m a Sloth als Bernhard Drexlers Gitarre entlärmt und fertigzerstört am Bühnenboden der Realität, in stummen Stücken lag.

Kurt Cobain als genreübergreifend großes Musiker-Vorbild eint wohl alle Musiker die hier Auftreten.

Folgende sieben Bands spielen heuer im „The Loft“, aufgeteilt auf zwei Stages:


 

„Unplugged in Vienna“ Stage:

 

Sir Tralala: 20:00 h

Die letzten Jahre als Kurator des Events, heuer wieder als Live-Act. Er spielte bereits 2016 eine gänsehauteinflößende Version vom Leadbelly-Cover Nirvanas „Where did you sleep last night“ auf dem Tribute. Und eröffnet heuer das Event auf der „Unplugged“-Stage. Sein aktuelles und sehr gutes Album heißt „Echt gute Böse Lieder“ u.a. mit dem Lied „Zombie“.

Far From Autumn: 20:30h

Far From Autumn sind eine Alternative Punk Band, mit Metal Einflüssen. Ihre Debüt-Single heißt Break your Heart.

 

Nonsleepers feat. Bernhard Eder: 21:00h

„Nonsleeper“ hieß eines der vielen Alben des produktiven und international erfolgreichen Singer/Songwriters Bernhard Eder, ein Album über dem der so nächtige und schwermütige wie filigran und zerbrechliche Slow-Core von Low hing. „Curtain hits the Cast“-ähnlich. Man darf gespannt sein auf die Band The Nonsleepers und Bernhard Eder wenn der Vorhang aufgeht.


 

Live & Loud Stage:

 

I’m a Sloth: 21:30h

I’m a Sloth sind Wiens Grunge-Ikonen, die auch dem Blues nicht abgeneigt sind. Als Lebenseinstellung, oder eigentlich noch viel, viel wichtiger, begreifen I’m a Sloth den Grunge. Der Grunge und die Songs werden nicht einfach nur gespielt, sondern so sehr gelebt, dass es natürlich und authentisch rüberkommt.

I’m a Sloth wurden auch von Cobains Herangehensweise als Autodidakt inspiriert, weil es die Kunst am reinsten hält. Der Rock n Roll / Punk war jene freie Schule, in der kaum Regeln oder Lehrer existieren. Wer hier die wenigen Regeln, die es gibt, nicht beachtet, landet nicht hinter Gittern sondern entkommt diesen – und findet in der Freiheit der allergrößten Songs sein Exil. Nach jener künstlerischen Freiheit streben auch I’m a Sloth, die ihre Live-Shows immer energetisch und am Limit spielen wie das Nirvana Cover-Video aus 2016 zeigt.

In Delirium: 22:15h

In Delirium spielen Post-Grunge/Alternative Metal, an den Drums sitzt Sloth- und Nepomuks-Schlagzeuger Valentin Barta.

Schlagzeuger Valentin Barta

 

Pauls Jets: 23:00h

Pauls Jets halten sich in ihrer Musik weder an Norm noch an Form. Just wenn man glaubt eine Beständigkeit in einem Lied zu erkennen, brechen Pauls Jets die Erwartung des Hörers. Die Vision der Jets ist die Uferlosigkeit der Kunst und Musik. „Willst du ins Unendliche schreiten, geh nur im Endlichen nach allen Seiten“, würde Goethe dazu meinen. Pauls Jets geben uns wie keine andere Band den Glauben und das Gefühl zurück, dass in der Kunst alles möglich ist. Ähnlich dazu auch Reinhold Messner (nach einem Herman Hesse Zitat): „Das Mögliche im Unmöglichen zu suchen bedeutete immer auch, ins Geheimnisvolle vorzudringen.“- Reinhold Messner war die Inspiration hinter dem Spoken Word-Outro vom Pauls Jets-Lied Blizzard vom Album „Highlights zum Einschlafen“. Das aktuelle Album „Jazzfest“ erschien heuer im Februar.

 

Manic Youth: 23:30h

Manic Youth spielen eine Noise-Dream-Shoegaze Mischung, die sie zu ihrem eigenen Stil machen. Musik, in der das Träumerische und Unterbewusste an die Oberfläche tritt. Manic Youth schaffen es dieses spezielle nostalgisch-sehnende-dämmerige Gefühl einzufangen, ähnlich wie auf Loveless, Souvlaki oder auch Dog Man Star von Suede. Die Leise/Laut Dynamik Nirvanas und der Pixies machen sich Manic Youth auch in den eigenen Songs zunutze.

 

Die Tributes für Kurt Cobain sind immer leidenschaftlich und lichterloh. Come as you Are. Dienstag 20 Uhr im „The Loft“.

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Kurt Donald Cobain (1967-1994)
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