Single Review: wienerzucker – I lieb dieses Land

Die optimalste Nutzung von Garagen war immer schon das Musikmachen – das weiß auch der Wiener Liedermacher wienerzucker. Und wirft man einen Blick in das offene Tor der Garage in der neuen wienerzucker Single I lieb dieses Land – hört man, wie die Rebellion den Instrumenten entklingt. Wienerzucker singt seine ablehnende Auflehnung gegen die politischen Missstände ins Mikrofon: Ein Lied über die Lage des Landes in den letzten Wochen, veröffentlicht am Nationalfeiertag.

In I lieb dieses Land präsentiert sich wienerzucker von seiner rockigsten Seite bisher. Das Solo-Projekt wächst – wie bereits in der letzten Single Ziemlich Alla begonnen – mehr und mehr zu einem breiten Sound mit Backing-Band.

Es ist vom Tempo das bisher schnellste wienerzucker Lied. Von der Melodie und den Melodiepausen und Beschleunigungen ist es sehr durchdacht und zündet nach zwei oder drei Hörgängen so richtig. Der Refrain ist pfeilschnell und füllt den Takt mit vielen Silben. Zwischendurch wird aber immer wieder Luft geholt. Um nachher aus voller Lunge weiter zürnend und punktgenau anzuklagen.

Mit kreativen Texten lässt sich sehr gut die künstlerische Identität festigen, das weiß wienerzucker und zeigt dieses Mal wieder seine akkurat-politischsten Seite. Hier gibt es kaum etwas zu kritisieren. Denn der Text ist, kann man mittlerweile wohl sagen, gewohnte Qualität und Originalität von wienerzucker.

Am Gesang ist wienerzucker, An der Gitarre ist Florian Löscher, am Bass Daniel Lauks, am Schlagzeug Andreas Mittermühlner.

Recording: Christian Kratzert & Rudolf Kreisbichler
Mixing: Christian Kratzert
Master: Alpha Mastering

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