
Bananz, der Solo-Künstler aus dem Mühlviertel mit der markanten Stimme und der „Hacklerpoesie“ arbeitet nach dem rundum gelungenen Album „Philosophen im Saustall“ an neuen Liedern. Im Mail-Interview erzählt Bananz, welcher Musiker sein Leben verändert hat, was beim kommenden Album anders sein wird, als beim aktuellen Album und was er am Liederschreiben liebt.
Wie kamst du zur Musik?
Geigenunterricht mit 7.
Welcher Musiker hat dein Leben verändert und wie?
Bob Dylan „The freewheelin‘“. Ich dachte „wie kann mich etwas, dass so hässlich klingt, so stark berühren“. Das half mir sehr meine eigene Stimme zu akzeptieren, die klang in meinen Augen damals auch hässlich.
Wann hast du begonnen Lieder zu schreiben?
Als ich zur Gitarre wechselte, mit 14.
Welcher der Wege, ein Lied zu schreiben, funktioniert für dich persönlich am besten?
Die Lieder passieren mir meistens. Der Wille etwas zu schreiben hindert mich daran, etwas Brauchbares zu schreiben.
Wie entstand das Lied Marie-Tango?
Marie-Tango war ursprünglich ein Lied im Americana-Stil, dass ich für die Band in die Tango-Version veränderte. Das Arrangment für die Band schrieb Titus Vadon dazu.
Wie entstand das „Lied ohne Namen“?
Die erste Zeile brachte Phrasierung und Melodie. Den restlichen Text notierte ich in einem Durchgang in mein kleines schwarzes Notizbuch, das ich immer bei mir habe, wenn ich im Wald spazieren gehe.
Was inspiriert dich an der Gitarre als Instrument?
Sie ist mein Leiterwagerl, auf dem ich die Güterwege abklappere.
Welche Einflüsse siehst du selbst in deinem Gitarrenspiel?
Flamenco, ragtime, blues, folk
Was gefällt dir am Country-Blues-Stil?
Die Hypnose
Wie haben sich deine Texte im Laufe des Bananz-Projekts entwickelt?
Sie verändern sich ständig. Jeder Text ist einzigartig wie ein Foto.
Wie klingen die neuen Lieder, an denen du gerade schreibst?
Herrlich
Was willst du beim nächsten Album anders machen als bei Philosophen im Saustall?
Die Textverständlichkeit sollte besser sein. Und das ist sie auch tatsächlich.
Wie prägen die Musiker deiner Band und Produzenten deinen Sound am kommenden Album mit?
Die Zusammenarbeit befruchtet und inspiriert. Band und Produktion sind mittlerweile eine gut geölte Maschine für jeden gewünschten Höhenflug. Mit Band zu spielen ist immer wieder ein starker Kick für mich. Das schwingt auch auf der Platte mit. Energie.
Wie erlebst du die Reaktionen auf deine zahlreichen Live-Shows, die du spielst?
Die Reaktion die sehr oft kommt, ist Überraschung. Positive Überraschung.
Was liebst du am Liederschreiben?
Es scheint eine Verbindung zu etwas nicht Fassbarem, nicht Wirklichem für mich zu sein. Damit kurz in Verbindung zu treten, ist eine tiefe Befriedigung. Ich wundere mich danach selbst oft, wie ich das Geschriebene interpretieren soll. Ein guter Song ist oft schon nur deswegen gut, weil er einem die Freiheit zur eigenen Interpretation lässt. So wie auch ein gutes Buch die eigene Fantasie zur Höchstform bringt.
Danke für das Interview!
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