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	<title>Interview Archive - Klangskizzerei</title>
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	<description>Wiener Independent Musikblog mit skizzerischer Note</description>
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	<title>Interview Archive - Klangskizzerei</title>
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		<title>Bananz im Interview: &#8222;Die neuen Lieder klingen herrlich&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 16:53:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[bananz]]></category>
		<category><![CDATA[philosophen combo]]></category>
		<category><![CDATA[philosophen im saustall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bananz, der Solo-Künstler aus dem Mühlviertel mit der markanten Stimme und der &#8222;Hacklerpoesie&#8220; arbeitet nach dem rundum gelungenen Album &#8222;Philosophen im Saustall&#8220; an neuen Liedern. Im Mail-Interview erzählt Bananz, welcher&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/bananz-im-interview-die-neuen-lieder-klingen-herrlich/">Bananz im Interview: &#8222;Die neuen Lieder klingen herrlich&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_19477" aria-describedby="caption-attachment-19477" style="width: 692px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-19477" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/Bananz-by-H-G-Gutternigg-300x225.jpg" alt="Bananz mit Philosophen-Combo, (c) H G Gutternigg" width="692" height="519" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/Bananz-by-H-G-Gutternigg-300x225.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/Bananz-by-H-G-Gutternigg-1024x768.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/Bananz-by-H-G-Gutternigg-768x576.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/Bananz-by-H-G-Gutternigg-1536x1152.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/Bananz-by-H-G-Gutternigg-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 692px) 100vw, 692px" /><figcaption id="caption-attachment-19477" class="wp-caption-text">Bananz mit Philosophen-Combo, (c) H G Gutternigg</figcaption></figure>
<p>Bananz, der Solo-Künstler aus dem Mühlviertel mit der markanten Stimme und der &#8222;Hacklerpoesie&#8220; arbeitet nach dem rundum gelungenen Album &#8222;Philosophen im Saustall&#8220; an neuen Liedern. Im Mail-Interview erzählt Bananz, welcher Musiker sein Leben verändert hat, was beim kommenden Album anders sein wird, als beim aktuellen Album und was er am Liederschreiben liebt.</p>
<p><strong>Wie kamst du zur Musik?</strong></p>
<p>Geigenunterricht mit 7.</p>
<p><strong>Welcher Musiker hat dein Leben verändert und wie?</strong></p>
<p>Bob Dylan „The freewheelin‘“. Ich dachte „wie kann mich etwas, dass so hässlich klingt, so stark berühren“. Das half mir sehr meine eigene Stimme zu akzeptieren, die klang in meinen Augen damals auch hässlich.</p>
<p><strong>Wann hast du begonnen Lieder zu schreiben?</strong></p>
<p>Als ich zur Gitarre wechselte, mit 14.</p>
<p><strong>Welcher der Wege, ein Lied zu schreiben, funktioniert für dich persönlich am besten?</strong></p>
<p>Die Lieder passieren mir meistens. Der Wille etwas zu schreiben hindert mich daran, etwas Brauchbares zu schreiben.</p>
<p><strong>Wie entstand das Lied Marie-Tango?</strong></p>
<p>Marie-Tango war ursprünglich ein Lied im Americana-Stil, dass ich für die Band in die Tango-Version veränderte. Das Arrangment für die Band schrieb Titus Vadon dazu.</p>
<p><strong>Wie entstand das „Lied ohne Namen“?</strong></p>
<p>Die erste Zeile brachte Phrasierung und Melodie. Den restlichen Text notierte ich in einem Durchgang in mein kleines schwarzes Notizbuch, das ich immer bei mir habe, wenn ich im Wald spazieren gehe.</p>
<p><iframe title="Bananz - Lied ohne Namen (grumpy studio session)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/umrUgaJ7rcs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Was inspiriert dich an der Gitarre als Instrument?</strong></p>
<p>Sie ist mein Leiterwagerl, auf dem ich die Güterwege abklappere.</p>
<p><strong>Welche Einflüsse siehst du selbst in deinem Gitarrenspiel?</strong></p>
<p>Flamenco, ragtime, blues, folk</p>
<p><strong>Was gefällt dir am Country-Blues-Stil?</strong></p>
<p>Die Hypnose</p>
<p><strong>Wie haben sich deine Texte im Laufe des Bananz-Projekts entwickelt?</strong></p>
<p>Sie verändern sich ständig. Jeder Text ist einzigartig wie ein Foto.</p>
<p><strong>Wie klingen die neuen Lieder, an denen du gerade schreibst?</strong></p>
<p>Herrlich</p>
<p><iframe title="Bananz - Philosophen im Saustall (offizielles video)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/Zh2Ony0uplE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Was willst du beim nächsten Album anders machen als bei Philosophen im Saustall?</strong></p>
<p>Die Textverständlichkeit sollte besser sein. Und das ist sie auch tatsächlich.</p>
<p><strong>Wie prägen die Musiker deiner Band und Produzenten deinen Sound am kommenden Album mit?</strong></p>
<p>Die Zusammenarbeit befruchtet und inspiriert. Band und Produktion sind mittlerweile eine gut geölte Maschine für jeden gewünschten Höhenflug. Mit Band zu spielen ist immer wieder ein starker Kick für mich. Das schwingt auch auf der Platte mit. Energie.</p>
<p><strong>Wie erlebst du die Reaktionen auf deine zahlreichen Live-Shows, die du spielst?</strong></p>
<p>Die Reaktion die sehr oft kommt, ist Überraschung. Positive Überraschung.</p>
<p><strong>Was liebst du am Liederschreiben?</strong></p>
<p>Es scheint eine Verbindung zu etwas nicht Fassbarem, nicht Wirklichem für mich zu sein. Damit kurz in Verbindung zu treten, ist eine tiefe Befriedigung. Ich wundere mich danach selbst oft, wie ich das Geschriebene interpretieren soll. Ein guter Song ist oft schon nur deswegen gut, weil er einem die Freiheit zur eigenen Interpretation lässt. So wie auch ein gutes Buch die eigene Fantasie zur Höchstform bringt.</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
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<p><iframe loading="lazy" title="Bananz - Nasenmann (offizielles Video)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/9uspjNqhGmI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2021/12/Capture_2021-12-16-22-43-422.png" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.klangskizzerei.at/author/stefan-westacott/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Westacott</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Gitarrenmusik und Konzertskizzen</p>
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		<title>I&#8217;m a Sloth über ihr Live-Comeback: &#8222;Bei den neuen Liedern geht es um Politik, Faulheit, Ladendiebstahl, Liebe&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 16:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[bernhard drexler]]></category>
		<category><![CDATA[grunge]]></category>
		<category><![CDATA[I'm a sloth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>I&#8217;m a Sloth haben am 13. März in der Szene Wien nach vier Jahren Pause ihr Live-Comeback gegeben. Im Mail-Interview erzählt Sänger/Gitarrist Bernhard Drexler über neue Lieder, Erinnerungen an die&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/im-a-sloth-interview/">I&#8217;m a Sloth über ihr Live-Comeback: &#8222;Bei den neuen Liedern geht es um Politik, Faulheit, Ladendiebstahl, Liebe&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_19397" aria-describedby="caption-attachment-19397" style="width: 757px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19397" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/sloth-300x209.jpg" alt="I'm a Sloth auf einem Pressefoto von Robert Radelmacher" width="757" height="528" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/sloth-300x209.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/sloth-1024x714.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/sloth-768x536.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/sloth-1536x1071.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/04/sloth.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 757px) 100vw, 757px" /><figcaption id="caption-attachment-19397" class="wp-caption-text">I&#8217;m a Sloth, (c) Robert Radelmacher</figcaption></figure>
<p>I&#8217;m a Sloth haben am 13. März in der Szene Wien nach vier Jahren Pause ihr Live-Comeback gegeben. Im Mail-Interview erzählt Sänger/Gitarrist Bernhard Drexler über neue Lieder, Erinnerungen an die Show mit Mudhoney, wie das Zeichentrick-Video zu Titanic entstand und welche Zutaten der perfekte Grunge-Song braucht.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: Wie habt ihr die Comeback-Show in der Szene Wien erlebt?</strong></p>
<p><strong>Bernhard Drexler:</strong> Die Comeback-Show war wirklich super schön! Das Publikum war auch sehr begeistert und wir haben viele alte Freunde und Bekannte wiedergesehen. Und alle haben gemeint, dass man die Pause von 4 Jahren nicht gemerkt hat 🙂</p>
<p><strong>Wie viel neues Songmaterial ist in den letzten vier Jahren entstanden?</strong></p>
<p>Es sind um die 15 Songs entstanden. U.a. hab ich mich dazu gezwungen alte Lieder, die ich nie fertig gemacht hab, endlich abzuschließen. Ich hab aber auch sehr viel neue Musik geschrieben. Einige Songs davon haben wir auch schon geprobt. Thematisch geht es bei den Liedern um Politik, Faulheit, Ladendiebstahl, Liebe und die Zwiespältigkeit des Lebens.</p>
<p><strong>Wie klingen die neuen Lieder, die ihr gerade schreibt und probt?</strong></p>
<p>Teilweise gehen die Songs in Richtung Stoner, aber auch Indie Rock, fuzzy 60ies Garage-Riffs und natürlich auch Grunge ist dabei 🙂</p>
<p><strong>Was liebt ihr am Liederschreiben?</strong></p>
<p>Dass man sich frei und künstlerisch ausdrücken kann und aussprechen darf, was man sonst vielleicht nicht sagen würde. Dass man sich Dinge von der Seele oder der Leber schreiben kann, die einen beschäftigen oder aufregen. Ich verpacke aber Dinge auch gerne in Metaphern, um manches nicht zu offensichtlich oder plump zu machen bzw. sodass man sich auch selbst was dabei denken kann.</p>
<p><strong>Welche Zutaten braucht der perfekte Grunge-Song?</strong></p>
<p>Ein geiles Riff, verzerrte Gitarren, einen kryptischen Text, markerschütternde Schreie, einen knackigen Bass und fette Drums.</p>
<p><strong>Was bedeutet euch Grunge?</strong></p>
<p>Grunge war für mich die wichtigste musikalische Entdeckung nach Punk und ist nach wie vor eines meiner liebsten Genres. Keine andere Musikrichtung hat mich in meiner Teenagezeit so abgeholt wie Grunge.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="I&#039;m a Sloth live at ((szene)) Wien supporting Mudhoney, 31.07.2016 [Full Show]" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/rPbCtaN4oiM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wie habt ihr die Support-Show für Mudhoney in der Szene Wien 2016 in Erinnerung?</strong></p>
<p>Ich denke gerne und oft an die Show mit Mudhoney zurück. Es war ein heißer Sommertag und wir liefen gleich mal Mark Arm über den Weg als wir ankamen. Danach saß die Band im Hof der Szene und alle schauten auf Facebook. Ich glaub sie hatten auch ihre Wäsche zum Trocknen aufgehängt und wollten vor ihrem Auftritt noch Schnitzel essen gehen. Die Band war auch so freundlich unsere CDs, ein Shirt und ein Big Muff-Pedal zu unterschreiben. Wir haben an dem Abend als dritte Nummer im Set den Mudhoney-Song &#8222;Suck You Dry&#8220; gespielt und wie der Zufall es so wollte haben auch Mudhoney dieses Lied als drittes rausgehauen.</p>
<p><strong>Wie und wann kamst du zum händischen Konzerte-Flyer zeichnen für I’m a Sloth und weitere Bands?</strong></p>
<p>Ich fand immer schon handgezeichnete Flyer und Poster super cool und wollte das auch so für unsere Band machen. Es ist der einfachste und direkteste Weg und ich bin großer Freund davon so viel wie möglich selbst zu tun. Wir waren dann auch jedesmal viel flyern und plakatieren für die Shows und nach und nach kamen immer mehr Leute auf mich zu, die auch was gezeichnet haben wollten. Sei es Flyer, Albumartworks oder einfach nur so ein Bild.</p>
<p><strong>Wie entstand das Musik-Video zum Song <em>Titanic </em>vom Album<em> „</em>Bosom“?</strong></p>
<p>Die ursprüngliche Idee war es historisches Filmmaterial zu verwenden, aber da wir keine Copyright-Probleme riskieren wollten, kam die Überlegung es als Zeichentrickvideo umzusetzen. Ich hab ca. zwei Monate dafür gebraucht und finde das Resultat nach wie vor sehr cool. Post It-Daumenkinos hatte ich damals schon viele gezeichnet, aber &#8222;Titanic&#8220; war dann mein erstes richtiges Zeichentrickvideo. Und der oscarnominierte US-Animator Bill Plympton hat uns mal geschrieben: &#8222;I liked your music video &#8211; nice song and nice animation.&#8220;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="I&#039;m a Sloth - Titanic (Official Music Video)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/wvJpDkgzQmA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Was hat dich dazu inspiriert, die Gitarre auf autodidaktischem Weg zu erlernen?</strong></p>
<p>Als ich als Teenager mit Nirvana&#8217;s Musik in Berührung kam, wollte ich unbedingt Gitarrespielen lernen, aber um meine Kunst so pur wie möglich zu halten wollte ich keinen Lehrer und habe deshalb begonnen mir das Spielen selbst beizubringen. Nach einem Konzert hat mir mal jemand gesagt, dass er mir genau auf die Finger geschaut hat und er meinte, er würde auch gerne wieder so spielen können, da er durch seinen Unterricht genau eingetrichtert bekam welcher Finger was greifen soll und wo hin muss und ich mach das einfach so nach Gefühl und aus dem Bauch heraus und wie es sich halt ausgeht.</p>
<p><strong>Was gefällt dir an deiner Fender Jaguar-Gitarre?</strong></p>
<p>Die Fender Jaguar ist für mich die ästhetischste Gitarre, die ich kenne. Außerdem hat sie einen super Sound, ist einfach unglaublich gut spielbar und wunderschön. Ich hab auch eine Mustang und eine Jazzmaster, aber ich komme immer wieder zur Jaguar zurück.</p>
<p><strong>Wie entstand der Opener <em>Hunting Season</em> von eurer aktuellen EP „My Body is my Capital“?</strong></p>
<p>Ich wollte damals schon länger einen Song gegen Tierquälerei schreiben und habe über die Jahre Zeitungsartikel zu dem Thema gesammelt, da ich das Thema so schlimm finde und ich mich dazu äußern wollte. Dadurch ist dann diese ziemlich angefressene Nummer gegen Wilderei und Tierquälerei herausgekommen. Die erste Version des Textes war im Dialekt geschrieben, aber ich hab mich dann wiedermal für Englisch entschieden, weil es einfach die universellere Sprache ist.</p>
<p><strong>Wie und wann kam der Blues in das Songwriting von I’m a Sloth?</strong></p>
<p>Ich hab früher sehr viel Led Zeppelin, White Stripes und viel 60s Musik gehört, auch die Schweizer Band Navel war ein großer Einfluss damals. Da diese Bands viele alte Bluessongs gecovert haben, hab ich mich wiederum mit diesen Musikern beschäftigt. Flora hat mir dann noch dazu das CD-Box-Set &#8222;The Roots Of Led Zeppelin&#8220; geschenkt und ab da war meine Leidenschaft für den Blues vollkommen geweckt.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="My Body Is My Capital" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/HmBv68LWjyg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wie entstand der Closer und Titeltrack der EP <em>My Body is my Capital</em>?</strong></p>
<p>Ich hatte die Musik und die Textzeile &#8222;My Body Is My Capital&#8220; und wusste auch schon an welcher Stelle im Song die Zeile sein sollte, aber die restlichen Lyrics hat Flora dann dazugeschrieben. Das Riff ist auch erst nach und nach entstanden. Der ersten Versionen gingen in eine ganze andere Richtung. Ich hab auch vor kurzem eine akustische Blues-Variante des Liedes aufgenommen, die ich schon lange machen wollte, bin aber noch nicht dazugekommen sie ein wenig zu mischen.</p>
<p><strong>Was bringt die Zukunft für I’m a Sloth?</strong></p>
<p>Ich hoffe viele coole Konzerte und viele coole Alben. Ich hätte auch schon einen Titel für die nächste Platte. Das muss ich aber erst noch meinen Bandkollegen erzählen 🙂</p>
<p><strong>Was ist das Schönste am Live-Spielen?</strong></p>
<p>Die Freiheit sich gar nichts scheißen zu müssen und komplett die Sau rauszulassen.</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
<p>Wenn euch die Musik von I&#8217;m a Sloth gefällt, geht auf Konzerte und folgt <a href="https://www.instagram.com/imasloth.at/">imasloth auf instagram</a> und kauft die Musik oder merch auf <a href="https://imasloth.bandcamp.com/">bandcamp</a></p>
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<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2021/12/Capture_2021-12-16-22-43-422.png" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.klangskizzerei.at/author/stefan-westacott/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Westacott</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Gitarrenmusik und Konzertskizzen</p>
</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="http://klangskizzerei.at" target="_self" >klangskizzerei.at</a></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/klangskizzerei/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/im-a-sloth-interview/">I&#8217;m a Sloth über ihr Live-Comeback: &#8222;Bei den neuen Liedern geht es um Politik, Faulheit, Ladendiebstahl, Liebe&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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		<title>Peter Kern im Interview: &#8222;Chicago-Blues-Legende Jimmy Reed zeigte mir mit seinem Rhythmus den Weg&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Mar 2026 11:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[blues]]></category>
		<category><![CDATA[blues guitar]]></category>
		<category><![CDATA[guitar man]]></category>
		<category><![CDATA[peter kern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Peter Kern ist 1973 in Wien geborener Bluesmusiker, sein aktuelles Album &#8222;Guitar Man&#8220; lässt den elektrischen Blues in all seiner Energie und Vielfalt neu erstrahlen. Im Mail-Interview erzählt er von&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/peter-kern-im-interview/">Peter Kern im Interview: &#8222;Chicago-Blues-Legende Jimmy Reed zeigte mir mit seinem Rhythmus den Weg&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_19339" aria-describedby="caption-attachment-19339" style="width: 804px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19339" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Peter-Kern_c-Regina-Courtier_landscape-300x218.png" alt="Peter Kern auf einem Presse-Foto mit roter Gitarre" width="804" height="584" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Peter-Kern_c-Regina-Courtier_landscape-300x218.png 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Peter-Kern_c-Regina-Courtier_landscape-1024x745.png 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Peter-Kern_c-Regina-Courtier_landscape-768x559.png 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Peter-Kern_c-Regina-Courtier_landscape-1536x1117.png 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Peter-Kern_c-Regina-Courtier_landscape-2048x1489.png 2048w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Peter-Kern_c-Regina-Courtier_landscape-330x240.png 330w" sizes="auto, (max-width: 804px) 100vw, 804px" /><figcaption id="caption-attachment-19339" class="wp-caption-text">Peter Kern, (c) Regina Courtier</figcaption></figure>
<p>Peter Kern ist 1973 in Wien geborener Bluesmusiker, sein aktuelles Album &#8222;Guitar Man&#8220; lässt den elektrischen Blues in all seiner Energie und Vielfalt neu erstrahlen. Im Mail-Interview erzählt er von seinen Blues-Helden, seiner Leidenschaft für die Gitarre als Instrument und von der Entstehung des Albums &#8222;Guitar Man&#8220;.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: Wie kamst du zur Musik?</strong></p>
<p><strong>Peter Kern:</strong> Bei mir zu Hause gab es so gut wie immer Musik zu hören – viel Zeitgenössisches, aber auch eine Menge Rock’n’Roll und Blues, die mich begeisterten. Die Musik im Radio war noch stark von den afrikanischen Wurzeln geprägt, und im Fernsehen gab es zahlreiche Musiksendungen. Es waren die 70er, Musik war einfach überall. Ich spürte als Kind bereits, dass die Gitarre in meinem Leben von größter Bedeutung sein würde.</p>
<p><strong>Welche Band oder welcher Musiker hat dein Leben verändert und wie?</strong></p>
<p>Die Rockband Kiss hatte großen Einfluss auf meine Gefühlswelt, als ich etwa 8 war. Sie bestärkte den Glauben an meinen Traum, Musiker zu werden, enorm. Später, etwa mit 13, war es der Sound von der Chicago-Blues-Legende Jimmy Reed, der mir mit seinem Rhythmus den Weg zeigte, meinen Traum umzusetzen. So stand ich bereits mit 15 Jahren regelmäßig auf den Bühnen Wiens.</p>
<p><strong>Wer sind deine favourite Blues-Gitarristen und warum?</strong></p>
<p>Natürlich die 3 Kings (B. B. King, Freddie King &amp; Albert King), allein schon, weil sie die Entwicklung der E-Gitarre maßgeblich beeinflusst haben. Besonders verehre ich aber die weniger Bekannten wie Hound Dog Taylor, John Little John, Smokey Smothers usw., da sie nie „produziert“ wurden und dadurch roh und ungeschliffen in ihrem Sound und Spiel blieben. Die alten Blues-Helden hatten allesamt ihren unverkennbaren, einzigartigen Ton und Ausdruck, der mich umhaut. Den erreicht man nicht mit einem Effektpedal &#x1f609;</p>
<p><strong>Was fasziniert dich am Blues?</strong></p>
<p>Insbesondere lebt diese Musik vom Rhythmus, vom Groove und vom individuellen Ausdruck des Interpreten. Man kommt mit wenigen Harmonien aus, kann im Prinzip gänzlich auf Arrangements verzichten und trotzdem enorm viel aussagen.</p>
<p><strong>Wie entstand der Song Guitar Man?</strong></p>
<p>Die Idee, über mein Leben mit der Gitarre zu schreiben, kam eines Tages spontan aus dem großartigen Gefühl heraus, meine Berufung leben zu dürfen. Anfangs nannte ich den Song „Born to Sing“, schlussendlich habe ich mich aber für „Guitar Man“ entschieden, da das Gitarrespielen meine Seele einfach noch tiefer berührt als das Singen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Peter Kern - Guitar Man (Official Music Video)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/Mlw3tEh0JV4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Was inspiriert dich an der Gitarre als Instrument?</strong></p>
<p>Die Gitarre fühlt sich an wie ein Teil von mir. Ein Sprachrohr für mein Empfinden, ein Spiegel meiner Seele und ein guter Lehrer – immer dann, wenn ich achtsam genug bin, darauf zu hören, was sich beim Musizieren in meinem Inneren gerade abspielt.</p>
<p><strong>Spielst du auch andere Instrumente?</strong></p>
<p>Ab und zu greife ich zur Mundharmonika, ansonsten bleibe ich aber bei dem, was ich kann &#x1f609;</p>
<p><strong>Wie kam es zu der stilistischen Vielseitigkeit am aktuellen Album?</strong></p>
<p>Im Blues geht es immer um die Wurzeln, die Roots – mit ihnen arbeitest du und versuchst, deinen eigenen Sound, dein Feeling zu finden. Mehr oder weniger stark angelehnt an das Schaffen meiner Heroes aus verschiedenen Zeiten und Orten entsteht diese Vielfältigkeit. Mir ist es wichtig, in meiner gesamten Arbeit den frühen Bluesmusikern <span style="font-size: 1.4rem;">Anerkennung zu schenken.</span></p>
<p><strong>Wie haben die Musiker deiner Band das aktuelle Album Guitar Man mitgeprägt?</strong></p>
<p>Wir haben das Album gemeinsam live im Studio eingespielt, was viel Spaß gemacht hat. Die Grundideen für die Interpretation der Songs habe ich mitgebracht und gemeinsam haben wir am Feinschliff gebastelt.</p>
<p><strong>Warum stehen die meisten deiner Blues/Rock’n’Roll Songs am neuen Album in den Kreuz-Tonarten?</strong></p>
<p>Grundsätzlich arbeite ich mit allen Tonarten. Jede hat ihre eigene Frequenz und bietet somit eine einzigartige Atmosphäre, die ich je nach Stimmung des Songs nutzen möchte.</p>
<p><strong>Welche Songs coverst du gerne zuhause?</strong></p>
<p>Songs, die den Akkorden und Stilen der Blues- und Rock’n’Roll-Musik nahe sind. Ich nehme gerne ein Stück zum Beispiel aus der Popmusik und mache meine eigene bluesige Version daraus.</p>
<p><strong>Was für ein Modell ist die Yamaha auf dem Young and Restless Album-Cover?</strong></p>
<p>Yamaha FG Series aus den 90ern – netter Klang, gut verarbeitet und preisgünstig.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Peter Kern - Only two things" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/BU-xDtnWOPs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>War es deine allererste Gitarre?</strong></p>
<p>Meine erste war eine Wanderklampfe zum Fingerbrechen. Vielleicht spiele ich deshalb bis heute mit viel Krafteinsatz &#x1f609;</p>
<p><strong>Was gefällt dir an der Yamaha?</strong></p>
<p>Ich habe die Yamaha vor langer Zeit hergegeben. Gibson-Gitarren bevorzuge ich, weil ich den warmen, blumigen Sound sehr mag.</p>
<p><strong>Wie siehst du das Instrument Gitarre heute verglichen mit deinen Anfangszeiten?</strong></p>
<p>Ich liebe sie wie eh und je. Heutzutage kann ich sie jedoch mal kurzzeitig stehenlassen, das war damals undenkbar, haha.</p>
<p><strong>Was ist das Schönste am Musikmachen?</strong></p>
<p>Für mich ist das Schönste am Musikmachen, wenn ich mich dabei selbst vergessen kann und alles „Sollen“ und „Müssen“ hinter mir lasse. Als Berufsmusiker ist es nicht immer einfach, doch es ist es wert, sich bewusst zu bleiben: Es geht um die Freude am Spielen, ums Fühlen und nicht darum, etwas präsentieren oder darstellen zu müssen.</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
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		<title>Celestial Guard im Interview: &#8222;Ich halte mich quasi am Mast fest, während der schwarze Ozean unserer Musik stürmt.&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 10:02:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[celestial guard]]></category>
		<category><![CDATA[ruinous powers]]></category>
		<category><![CDATA[seayou records]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Celestial Guard sind eine seit 2020 bestehende Wiener Band in der Tradition von The Gun Club, Suicide, Crystal Stilts, The Jesus and Mary Chain, The Doors und The Velvet Underground.&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/celestial-guard-im-interview/">Celestial Guard im Interview: &#8222;Ich halte mich quasi am Mast fest, während der schwarze Ozean unserer Musik stürmt.&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_19320" aria-describedby="caption-attachment-19320" style="width: 543px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19320" style="font-size: 1.4rem;" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Celestial-Guard-2024-150DPI-copyright-Natascha-Veen--300x300.jpg" alt="Celestial Guard auf einem Pressefoto in grau" width="543" height="543" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Celestial-Guard-2024-150DPI-copyright-Natascha-Veen--300x300.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Celestial-Guard-2024-150DPI-copyright-Natascha-Veen--1024x1024.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Celestial-Guard-2024-150DPI-copyright-Natascha-Veen--150x150.jpg 150w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Celestial-Guard-2024-150DPI-copyright-Natascha-Veen--768x768.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Celestial-Guard-2024-150DPI-copyright-Natascha-Veen--1536x1536.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/Celestial-Guard-2024-150DPI-copyright-Natascha-Veen--2048x2048.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 543px) 100vw, 543px" /><figcaption id="caption-attachment-19320" class="wp-caption-text">Celestial Guard, (c) Natascha Veen</figcaption></figure>
<p>Celestial Guard sind eine seit 2020 bestehende Wiener Band in der Tradition von The Gun Club, Suicide, Crystal Stilts, The Jesus and Mary Chain, The Doors und The Velvet Underground. Im Mail-Interview sprechen Ronald und Joe über die Entstehung der Band und wie sich die beiden das Songwriting aufteilen und welche Bedeutung die Literatur für Ronald hat.</p>
<p><b>Wie kamt ihr zur Musik?</b></p>
<p><b>Ronald: </b><span style="font-weight: 400;">Ich habe erst mit Ende 20 begonnen wirklich Musik zu machen. Ich habe mich eher sehr leidenschaftlich als Hörer mit Musik beschäftigt. Ich hatte jahrelang eine Bassgitarre herumliegen, aber es hat mich nicht wirklich interessiert. Später ist mir dann der Knopf aufgegangen. Dieses Gefühl, wenn man etwas macht, spielt und plötzlich greift es ineinander, das ist magisch. </span></p>
<p><b>Joe: </b><span style="font-weight: 400;">Bei mir war es Anfang 20, ich habe damals als Techniker im Wiener Theater Metropol gearbeitet und hatte da einen Arbeitskollegen namens Manu, er war/ist ein sehr guter Bassist. Ich war fasziniert! Er hat mir eines Tages seinen Bass in die Hand gedrückt und gemeint, du kannst das auch.</span></p>
<p><b>Welcher Musiker hat euer Leben verändert und wie?</b></p>
<p><b>Ronald: </b><span style="font-weight: 400;">Joe. Ohne ihn gäbe es Celestial Guard und mich in dieser Form als Musiker und auch als Performer nicht.</span></p>
<p><b>Joe:</b><span style="font-weight: 400;"> Das kann ich genauso zurückgeben. Ohne Ronald würde es Celestial Guard nicht geben.</span></p>
<p><b>Wie entstand Celestial Guard?</b></p>
<p><b>Ronald Raimund: </b><span style="font-weight: 400;">Zufällig. Wir haben uns vom Sehen gekannt, wir waren im selben Proberaum eingemietet. Einmal kam es zu einer Doppelbuchung des Proberaums. Joe hat uns in den Raum zum gemeinsamen Musizieren eingeladen.  Wir haben uns als Folge dann einmal zu zweit getroffen, um auszuprobieren, ob da etwas harmonieren könnte. Porcelain und Born in Purple sind dann in ihren Grundfesten im Rahmen der ersten beiden Treffen  entstanden.</span></p>
<p><b>Joe: </b><span style="font-weight: 400;">Eine schicksalshafte Doppelbuchung kann man so sagen. Das Spannende daran ist ja, dass mich Ronalds Dance Moves bei unserem ersten Jam vollends überzeugt haben. Seine Stimme konnte ich da eigentlich gar nicht wirklich hören, da alle anderen Instrumente so laut waren. Drei Wochen später habe ich Ronald dann angerufen und ihn gefragt, ob wir nicht etwas zusammen probieren wollen, denn wenn sich jemand so bewegt, dann macht das auf der Bühne was her. </span></p>
<p><b>Ronald: </b><span style="font-weight: 400;">Das mit dem Tanzen finden wir beide im Rückblick besonders witzig, weil ich live eher direkt am Mikrofon stehe und mich gegebenenfalls der Körperarbeit widme. Ich halte mich quasi am Mast fest, während der schwarze Ozean unserer Musik stürmt.</span></p>
<p><b>Schreibt ihr die Songs zu zweit in Co-Songwriting Sessions oder alleine?</b></p>
<p><b>Ronald: </b><span style="font-weight: 400;">Die Domänen sind klar und amikal abgesteckt, ich nenne es scherzhaft das Doppelkönigtum. Joe betätigt sich im und glänzt am Feld der Musik, ich bin für die Gesangsmelodien und Texte zuständig. Manche Songs entstehen so, dass sie instrumentalmusikalisch nahezu abgeschlossen zu mir gelangen, manche entstehen im Kern gemeinsam im Proberaum. Joe spielt Bass oder Gitarre und ich singe in Fantasiesprache dazu. Alles ganz ungezwungen. Wenn die Sterne günstig stehen, und das tun sie durchaus öfter, kann man Joe erleben, wie er innerhalb kürzester Zeit und in einem eruptiven Schöpfungsrausch im Proberaum Bass, Gitarren, Schlagzeug usw. aufnimmt.</span></p>
<p><iframe loading="lazy" title="CELESTIAL GUARD - PORCELAIN (official video)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/cVx_cNwONVU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><b>Wie entstand der Song </b><b><i>Porcelain</i></b><b>?</b></p>
<p><b>Ronald: </b><span style="font-weight: 400;">Ich glaube, im Rahmen des ersten oder zweiten Mal gemeinsamen Musizerens hat Joe die  Bassline improvisiert, ich dazu den Gesang. Musikalisch wurde dann über längere Zeit behutsam Schicht um Schicht übereinander gelegt und teilweise bildhauerisch wieder abgetragen. Schlussendlich erhielt das Lied von Wolfgang und Joe in der Produktion den gültigen, dunkel funkelnden Schliff. Julian hat sich mit einer fantastischen Darbietung an der Gitarre ausgezeichnet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Meiner Erinnerung nach handelt es sich um den ersten Text, den ich für Celestial Guard geschrieben habe. Es hat ein bisschen gebraucht, bis er fertig war, weil ich erst herausfinden musste, wie ich für diese Band texten muss.</span></p>
<p><b>Joe: </b><span style="font-weight: 400;">Ja, das war bei unserem ersten Treffen. Wir wussten da noch nicht mal, was wir überhaupt machen wollten. Ich war zu der Zeit sehr von Crystal Stilts, IDLES und Viagra Boys inspiriert. Wenn man sich aber richtig aufeinander einlässt und wirklich nur das anzapft, was sich im Raum befindet und die anderen Einflüsse vor der Tür lässt, kommt unweigerlich nur das zum Vorschein, was schon viel länger in einem schlummert. </span></p>
<p><b>Der Refrain klingt sehr schön nach Slowdive, ist jene Band ein Bezugspunkt gewesen?</b></p>
<p><b>Ronald: </b><span style="font-weight: 400;">Wir machen unsere Lieder aus dem Bauch heraus, sie sind voll von unseren Einflüssen, aber nichts soll bewusst geschehen. Die Antwort ist daher nein, aber es ist ein schmeichelnder Bezug.</span></p>
<p><b>Joe:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich muss gestehen, ich kenne Slowdive nicht einmal.</span></p>
<p><b>Welche Bands hört ihr innerhalb der Band gerne?</b></p>
<p><b>Joe: </b><span style="font-weight: 400;">Einigen können wir uns zum Beispiel immer auf The Doors, The Velvet Underground und Crystal Stilts. Ronald ist auch stark dafür zu haben, wenn die Drum Machines böllern und die Synthesizer ihre Engelsstimmen erheben. Da verliert er mich dann. Ronald sind dafür Aerosmith und Pearl Jam unverständlich geblieben. Auf Bruce Springsteen können wir uns einigen. </span></p>
<p><b>Wie haben die einzelnen Bandmitglieder jeweils den Sound auf dem Debütalbum Ruinous Powers geprägt? </b></p>
<p><b>Joe: </b><span style="font-weight: 400;">Im Prinzip haben wir bei unseren ersten gemeinsamen Sessions die Grundpfeiler unseres Sounds eingeschlagen. Ganz lange gab es auch nur uns beide in der Band, was unseren ganzen Prozess sehr klar und selbstbewusst gemacht hat. Wenn einem von uns etwas am Sound, an den Melodien oder am Text nicht gefällt, dann sagen wir das dem anderen auch. </span></p>
<p><b>Wie entstand die Idee mit dem Velvet Underground Tamburin in </b><b><i>Ridicule and Ruin</i></b><b>?</b></p>
<p><b>Joe:</b><span style="font-weight: 400;"> Das war keine bewusste Anlehnung an The Velvet Underground. Ich habe mich einfach ans Schlagzeug gesetzt und gefühlt 100 Takes eingespielt. Da der Groove so viel Raum hatte, kam ich dann auf die Idee, ein Tamburin auf die HiHat zu legen. </span></p>
<p><b>Woher schöpft ihr Inspiration für eure Texte?</b></p>
<p><b>Ronald: </b><span style="font-weight: 400;">Aus allem. Vor allem ist es aber die Jagd nach dem Gefühl, dass einem etwas glückt. Das Gefühl ist selten, manchmal trügerisch und hält nicht lang an. Dann jagt man weiter. </span></p>
<p><b>Eure Youtube-Video Beschreibungen sind sehr literarisch &#8211; findet ihr für die Songs auch Inspiration in Literatur?</b></p>
<p><b>Ronald: </b><span style="font-weight: 400;">Literatur ist das Größte für mich. Ich schaue andächtig aus tiefster Froschperspektive zu meinen literarischen Säulenheiligen auf, als ewiger Lehrbub. </span></p>
<p><iframe loading="lazy" title="CELESTIAL GUARD - PIED PIPER (official video)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/zIbILQgF22w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><b>Was inspirierte den Text zu </b><b><i>Pied Piper</i></b><b>?</b></p>
<p><b>Ronald: </b><span style="font-weight: 400;">Die Kinderkreuzzüge. </span></p>
<p><b>Welche der Songs für Album zwei habt ihr bereits live gespielt?</b></p>
<p><b>Joe: </b><span style="font-weight: 400;">Weakness is a Choice, Electric Eden, Heaven on Earth und Long Liver the King. Bald kommen hoffentlich zwei weitere dazu. </span></p>
<p><b>Was wollt ihr bei Album zwei anders machen als beim Debüt-Album?</b></p>
<p><b>Joe: </b><span style="font-weight: 400;">Am Schreibprozess haben wir gar nichts geändert, einzig einspielen will ich diesmal weniger selbst und mich mehr auf mein Bassspiel und das Produzieren konzentrieren.</span></p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
<p>Celestial Guard spielen live am:</p>
<div dir="auto"><strong>5.3. Music House &#8211; Graz</strong></div>
<div dir="auto"><strong>9.5. Rockhouse Bar &#8211; Salzburg</strong></div>
<div dir="auto"><strong>19.6. Exil Records &#8211; Neunkirchen</strong></div>
<div dir="auto"><strong>30.7. Flucc &#8211; Wien</strong></div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"></div>
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</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="http://klangskizzerei.at" target="_self" >klangskizzerei.at</a></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/klangskizzerei/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/celestial-guard-im-interview/">Celestial Guard im Interview: &#8222;Ich halte mich quasi am Mast fest, während der schwarze Ozean unserer Musik stürmt.&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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		<title>Moritz Molnar im Interview: &#8222;Die Akkorde sind mir auf der Rax in die Hände gefallen&#8220;</title>
		<link>https://www.klangskizzerei.at/moritz-molnar-im-interview-die-akkorde-sind-mir-auf-der-rax-in-die-haende-gefallen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 18:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[90s]]></category>
		<category><![CDATA[alt-rock]]></category>
		<category><![CDATA[leave the ones who already left younes]]></category>
		<category><![CDATA[moritz molnar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Moritz Molnar hat vor kurzem sein erstes Solo-Album &#8222;Leave the Ones Who Already Left You&#8220; veröffentlicht, das von 90er-Alt-Rock geprägt ist und auch Akustik-Folk einstreut. Im Mail-Interview spricht er über&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/moritz-molnar-im-interview-die-akkorde-sind-mir-auf-der-rax-in-die-haende-gefallen/">Moritz Molnar im Interview: &#8222;Die Akkorde sind mir auf der Rax in die Hände gefallen&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_19214" aria-describedby="caption-attachment-19214" style="width: 743px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19214" style="font-size: 1.4rem;" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/461e02d3-b3f3-411e-8397-005cb7d3b7bc-300x200.jpg" alt="Moritz Molnar auf einem Pressefoto" width="743" height="495" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/461e02d3-b3f3-411e-8397-005cb7d3b7bc-300x200.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/461e02d3-b3f3-411e-8397-005cb7d3b7bc-1024x683.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/461e02d3-b3f3-411e-8397-005cb7d3b7bc-768x512.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/461e02d3-b3f3-411e-8397-005cb7d3b7bc-1536x1024.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/461e02d3-b3f3-411e-8397-005cb7d3b7bc.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 743px) 100vw, 743px" /><figcaption id="caption-attachment-19214" class="wp-caption-text">Moritz Molnar, (c) Hans Molnar</figcaption></figure>
<p>Moritz Molnar hat vor kurzem sein erstes Solo-Album &#8222;Leave the Ones Who Already Left You&#8220; veröffentlicht, das von 90er-Alt-Rock geprägt ist und auch Akustik-Folk einstreut.</p>
<p>Im Mail-Interview spricht er über den Entstehungsprozess des Albums, welche Musik er zuhause covert und was er am Liederschreiben und LIve-Spielen schätzt.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: Wann entstand dein Solo-Projekt in einer konkreten Form?</strong></p>
<p><strong>Moritz Molnar:</strong> Eigentlich war es nie geplant ein Solo-Projekt zu starten. Mein einziger Band Kollege bei Of Kings And Villains (Drummer ; Rock Duo) hatte eine Verletzung und konnte eine geraume Zeit nicht spielen. Er würde mein Solo Album mischen, wenn ich eine Band zusammenstelle und so tat ich das auch. So konnten wir weiter gemeinsam arbeiten und uns wegen der Musik sehen und hören. Songs hatte ich genug in petto, etwas an die 30 Stuck. Davon habe ich dann einfach 10 ausgesucht und dann musste man nur noch starten.</p>
<p><strong>Welcher ist der älteste Song in seinem Ursprung?</strong></p>
<p>Das muss ,Kind“ sein. Den habe ich in schon in meiner zweiten Musiker-WG vor circa 9 Jahren geschrieben.</p>
<p><strong>Du hast mit vielen Bands bis jetzt released, was macht dein erstes Solo-Album aus deiner Sicht anders als deine bisherigen Alben?</strong></p>
<p>Der große Unterschied war, dass man auf niemanden warten muss. Bei meinen vorigen Bands habe ich immer auf Menschen und vor allem Freunde gewartet. So entstanden zwar doch EPs oder einzelne Singles, aber nie ein Album. Meine Rede war es immer, dass man in einem Jahr ein ganzes Werk releasen kann. Mit dem Album waren es mit Probenbeginn sogar nur 362 Tage bis die Platte mit der Post kam.</p>
<p><strong>Seid ihr Built to Spill Fans? das Schlagzeug und die perlende Gitarre in den Strophen von Not Even Close und dem Mittelteil von Kind erinnern mich irgendwie daran</strong></p>
<p>Ich hab sie gerade googeln mussen und muss sagen, dass du recht hast. Leider kannte ich sie nicht &#8211; danke dir!</p>
<p><strong>Wie haben 90er-Art-Rock Bands das Album konkret beeinflusst?</strong></p>
<p>Ich bin großer Fan von &#8222;Chavez&#8220;, &#8222;Sonic Youth&#8220; und &#8222;Pixies“ und das kann man meinem Songwriting auch gar nicht abstreiten. Was mir daran gefiel, dass sie damals nicht so klangen wie der Mainstream und das war auch gar nicht ihr Anspruch. Ich habe mich überhaupt nicht darum geschert, was gerade aktuell ist. Wahrscheinlich weiß ich es auch nicht. Ich fühle mich da irgendwie verbunden. Wenn man so Kunstkram Zeug macht, ist man sowieso ein Freak, also warum nicht gleich sagen, bevor sich jemand auch noch einen Four Chord Song wünscht.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="FREUND" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/Rh-XwEa2RJA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wie viel von dem Album ist im Home Recording entstanden und wie viel in einem Studio?</strong></p>
<p>Alles im Studio. Wir haben live eingespielt und dann habe ich drüber gesungen. Ein paar Gitarren da und dort ergeben die Dopplung und das wars im Endeffekt. Kein großer Schnick Schnack, einfach die Songs so wie sie sind. Außerdem finde ich, dass es immer gut ist, an einen Ort zu gehen, wo nicht der Alltag herrscht. Sonst hängt man wahrend der Takes die Wäsche auf und wartet auf das Amazon Packerl.</p>
<p><strong>Worauf hast du/habt ihr besonderen Wert gelegt, damit das Album so klingt, wie es klingt?</strong></p>
<p>Nachdenken bevor man ins Studio geht und nicht wenn man drinnen ist. Da sollte man nur noch fühlen und die Energie nutzen die man an dem Tag hat. Wenn du sauer bist, spiel grindiger. Wenn dich der Song grad berührt, spiels gefühlvoller. So wie ein Mensch halt eben ist. Ganz wichtig war mir auch, dass es natürlich ist, keine &#8222;Verbesserungen&#8220; oder künstliche Effekte genutzt werden. Und natürlich, dass Felix Kirsch mischt. Ein Held am Pult!</p>
<p><strong>Was liebst du an deiner roten Rickenbacker-Gitarre?</strong></p>
<p>Ihren unkonventionellen Sound, den schicken Look und dass es ein gutes Werkzeug ist, um rotzig zu spielen. Außerdem bin ich großer Paul Weller Fan und spiele zuhause heimlich seine Songs mit dem Teil.</p>
<figure id="attachment_19215" aria-describedby="caption-attachment-19215" style="width: 686px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19215" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/39ead1f2-0616-4c41-877b-cf3efb45fbe1-300x200.jpg" alt="Moritz Molnar sitzend in Restaurant, ein Pressefoto" width="686" height="457" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/39ead1f2-0616-4c41-877b-cf3efb45fbe1-300x200.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/39ead1f2-0616-4c41-877b-cf3efb45fbe1-1024x683.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/39ead1f2-0616-4c41-877b-cf3efb45fbe1-768x512.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/39ead1f2-0616-4c41-877b-cf3efb45fbe1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2026/02/39ead1f2-0616-4c41-877b-cf3efb45fbe1.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 686px) 100vw, 686px" /><figcaption id="caption-attachment-19215" class="wp-caption-text">Moritz Molnar mit roter Rickenbacker: &#8222;bin großer Paul Weller Fan&#8220;, (c) Hans Molnar</figcaption></figure>
<p><strong>Was hat die Texte am Album inspiriert?</strong></p>
<p>Ich habe viele Freundschafts- und Vertrauensbrüche, Wut, Selbstwirksamkeit und Hoffnung reingestreut, weil das die Gefühle waren, die mich beim Schreibprozess am meisten beeinflusst und geplagt haben. Das Album ist keine Kur Kost, aber dafür ist Musik ja eigentlich auch nicht da, finde ich.</p>
<p><strong>Wie entstand das Lied Keys?</strong></p>
<p><em>Keys</em> habe ich geschrieben, als ich mit meiner Freundin Ida ein schönes Gesprach darüber hatte, dass man nur selbst derjenige ist, der die Schlüssel zum eigenen Ich-Sein in der Hand hat und man sich nicht von anderen abhängig machen sollte. Die Akkorde sind mir auf der Rax in die Hände gefallen, wo ich mit meinem besten Freund das gleiche Thema besprochen habe. Als Ida auf Urlaub war, wollte ich ihr den Song unbedingt schicken und habe die Demo Version, die auch online zu finden ist, aufgenommen und ihr geschickt. Am Album habe ich den Song nochmal aufgenommen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="KEYS" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/Mwo20Oz9GXE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Auf Instagram steht, du hast in verschiedenen Locations und Orten die Lieder geschrieben — Wo sind die Lieder entstanden?</strong></p>
<p>Am liebsten in der Ubahn oder auf meinem Balkon. Auch manchmal in der Küche meines besten Freundes oder auf dem Sofa bei Ida. Wichtig ist, dass dort Dinge geschehen, die mich meinen Job machen lassen und ich schreiben kann.</p>
<p><strong>Welcher der Wege einen Song zu schreiben, funktioniert für dich persönlich am besten?</strong></p>
<p>Wenn man keine Termine hat und ich was zum Schreiben habe.</p>
<p><strong>Was liebst du am Liederschreiben?</strong></p>
<p>Dass es gleichzeitig ein Handwerk ist, aber auch das innerste nach außen kehren kann. Es kann beängstigend sein, wenn man erst versteht, aus welcher Emotion heraus Musik entsteht. Wichtig ist, dass man dann nicht versucht, diese Emotionen künstlich zu erzeugen. Dann geht die Magie flöten.</p>
<p><strong>Was bringt die Zukunft für das Projekt?</strong></p>
<p>Viel Fokus, viele Konzerte und das nächste Album, dass ich bereits plane!</p>
<p><strong>Wie hast du die Album-Release Show im Cafe Carina erlebt?</strong></p>
<p>Das Cafe Carina war kleschvoll, was mich unglaublich freute, und wir als Band waren in Topform. Es war extrem emotional und wir hatten eine Wucht, die ich jedes Mal mitbringen werde.</p>
<p><strong>Was ist das Schönste am Live-Spielen?</strong></p>
<p>Dass es jedes Mal anders ist. Man kann weder sich, die Venue, noch das Publikum kontrollieren und das ist auch gut so. Wir spielen nicht mit durchgetakteten Showplanen und fixen Setlists. Wenn der Refrain zweimal gespielt werden muss, dann passiert das eben. Und wenn wir mehr dreschen müssen, weils der Song an dem Tag braucht, dann machen wir das. Schaut euch solche Bands an! Die geben dir einen ganz anderen Kick, als Macbook Bands mit Playbacks und Click im Ohr.</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="MINE" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/Scc6O6BD6Qw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wenn euch die Musik von Moritz Molnar gefällt, kauft sie auf <a href="https://moritzmolnar.bandcamp.com/">bandcamp</a> und folgt auf <a href="https://www.instagram.com/mo.ritz.mo.lnar/">instagram</a>.</p>
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		<title>SÜWAFISCH im Interview: &#8222;Musik zu machen ist die größte Form der Magie des Menschen&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2026 17:16:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[florian kargl]]></category>
		<category><![CDATA[hc artmann gsunga]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[moritz molnar]]></category>
		<category><![CDATA[süwafisch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SÜWAFISCH ist das brandneue Original Wiener Americana Duo der beiden Musiker und Sänger Florian Kargl und Moritz Molnar. Sie bringen beide eine ausgeprägte Handwerkskunst an den E-Gitarren und emotionsreiche Gesangsdarbietungen&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/suewafisch-im-interview-musik-zu-machen-ist-die-groesste-form-der-magie-des-menschen/">SÜWAFISCH im Interview: &#8222;Musik zu machen ist die größte Form der Magie des Menschen&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_19049" aria-describedby="caption-attachment-19049" style="width: 748px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19049" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch2_cHansMolnar-300x225.jpg" alt="Süwafisch schwarz/weiß Pressefoto" width="748" height="561" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch2_cHansMolnar-300x225.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch2_cHansMolnar-1024x768.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch2_cHansMolnar-768x576.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch2_cHansMolnar-1536x1152.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch2_cHansMolnar-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px" /><figcaption id="caption-attachment-19049" class="wp-caption-text">Süwafisch, (c) Hans Molnar</figcaption></figure>
<p><span lang="DE">SÜWAFISCH ist das brandneue Original Wiener Americana Duo der beiden Musiker und Sänger Florian Kargl und Moritz Molnar. Sie bringen beide eine ausgeprägte Handwerkskunst an den E-Gitarren und emotionsreiche Gesangsdarbietungen mit. Für die aktuelle EP &#8222;volume ans hc artmann xunga&#8220;</span><span lang="DE"> haben sie sich die Worte für ihre Lieder aus zwei Gedichtbänden des Wiener Dichters H.C. Artmann geliehen.</span></p>
<p>Im Interview mit klangskizzerei sprechen die beiden Musiker über den Schreibprozess, frühe Blues-Einflüsse, die Rolling Stones und einprägsame Erlebnisse bei den ersten Süwafisch Live-Shows.</p>
<p>Anmerkung: Die Mischung aus Dialekt und hochdeutsch in den Antworten habe ich in der Endversion des Interviews bewusst beibehalten.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: Wie entstand das Projekt SÜWAFISCH? </strong></p>
<p><strong>Floh:</strong> Aus Zufall heraus!</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Aus einem, ich sag jetzt einmal ganz frech, aus einem Gürteltreff. Ich hab dir gewunken und wir haben uns gut verstanden. Wegen…wegen meiner, wie soll ich sagen, Vorgeschichte…mit deiner Frau.</p>
<p><strong>Floh:</strong> (lacht)</p>
<p><strong>Moritz:</strong> (lacht) Das klingt jetzt blöd, ja?</p>
<p><strong>Floh:</strong> Nananana…Stimmt, da hats eigentlich angfangen, aber nur weil ich die Songs scho ghobt hob und net gwusst hob, wos ich damit mochn soi.</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Ja.</p>
<p><strong>Floh:</strong> Also eigentlich hats die Musik scho vorher geben, oba ka Idee von meiner Seitn, wos i mit die Songs mochn soi. Und do bist ma dann du über den Weg grennt und damit war es möglich, diese Songs zu spielen. A wenns dann no a bissl dauert hot, oba bei mia dauert immer olles a bissl.</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Und weil immer alles a bissl dauert, hamma uns dann zum Proben angfangen. Eh einige Monate fleißig, ein super Set eingeprobt, bis der Flo dann entschieden hat, das ist ihm grad doch ein bissl zu viel. Hat das ganze Ding dann abgeblasen, nur dass wir kurz darauf die eigenen Plakate auf der Straße gesehen haben, wo wir dann im Wirtshaus Gasthaus Quell hätten spielen sollen.</p>
<p>Und daraufhin, weil wir keine Konzerte absagen, weil wir einfach solche Menschen sind, haben wir uns dann nochmal zum Proben getroffen und nachm ersten Gig entschieden, das ist cool, was wir machen und da bleib ma jetzt auch.</p>
<p><strong>Floh:</strong> Genau, i hob sozusagen amoi Schluss gmocht mit dia und nochm zweiten Mal nimmer.</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Genau. Du bist der erste Mensch, der, wie ein Gulasch ist, das is schön. (Lacht)</p>
<p><strong>Floh:</strong> Ja genau. (Lacht) aufgwarmt is süwafisch bessa ois&#8230;</p>
<p><strong>Moritz:</strong> frisch kocht.</p>
<p><strong>Floh:</strong> drum muas ma uns imma öfter hören! (lacht)</p>
<p><strong>Im Vorwort des Ar</strong><strong>tman-Gedichtbandes </strong><strong>„med ana schwoazzn dintn</strong><strong>“ steht, so bleibt als ideale L</strong><strong>ö</strong><strong>sung nur jedem Band eine Langspielplatte beizulegen. Bist du auch selber dar</strong><strong>ü</strong><strong>ber gestolpert, </strong><strong>ü</strong><strong>ber den Satz, oder gab es einen anderen Inspirationsmoment, als du begannst, die Gedichte zu Liedern zu machen? </strong></p>
<p><strong>Floh: </strong>Mir war der Satz nicht bekannt, da ich den Gedichtband nur als gesammelte Werke habe und in den gesammelten Werken steht dieser Satz nicht. Aber mir sind andere Vertonungen von anderen Künstlerinnen und Künstlern bekannt, zum Beispiel der Sabina Hank mim Willi Resetarits, war eine sehr schöne jazzige Vertonung dieser Texte.</p>
<p>Es gibt den Stubenblues, die Artmann-Texte vertont haben, es gibt verschiedenste andere, die sich an dem Artmann schon versucht haben. War aber auch nicht der Beweggrund.</p>
<p>Der einzige Beweggrund war der, dass ich 20 Minuten Zeit gehabt habe für jeden Song. Also ich habe sehr wenig Zeit gehabt, um einen Text zu schreiben und in der kurzen Zeit hätte i afoch kan Text schreiben können. Und weil der Artmann halt am Bücherregal gestanden ist, habe ich mir gedacht, nimmst du die Texte her und versuchst, ob die jetzt zu dem Lied, was du gerade geschrieben hast, passen.</p>
<p>Und meistens hat es gleich gepasst und habe ich gleich einen guten Text gefunden. Weil sie ja sehr musikalisch sind, hat das eigentlich immer sehr gut funktioniert.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Das waren quasi die 20 Minuten Songwritng Slots in der Open-G-Tuning-Spielphase.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja, ich habe mir damals die Gitarre sozusagen anders gestimmt, damit ich mich selber ein bissl herausfordere in der Phase. Und eigentlich ist immer gleich eine schöne Melodie oder ein schönes Riff gekommen.</p>
<p><strong>Was inspiriert euch an HC Artmann und seinen Gedichten?</strong></p>
<p><strong>Floh: </strong>Mir persönlich gfoit die Sproch, die er verwendet. Also man muss ja dazusagen, er hat ja so vü gmocht, wos hochdeutsch woa und experimentell woa und…Es gibt eben diese zwa Mundart-Gedichtbände. Aber diese Mundart-Sprache, die er verwendet, gfoit ma einfach sehr gut.</p>
<p><strong>Moritz:</strong> warn die ende fünfzig? Anfang sechzig?</p>
<p><strong>Floh:</strong> Gute Frage…</p>
<p><strong>Moritz:</strong> achtundfünfzig, neunundfünfzig glaub i ist der erste Band.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja, sowas, ende der fufziga, Anfang der sechziger Jahre. Er war ana der Ersten, der das gmocht hot. Und die Musikalität, also die Rhythmik in dieser Sprache, hot ma immer taugt. Und es ist ana der wenigen Fremdtexter, die ich ma leicht merkn kann.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Und was mich wahnsinnig angelächelt hat, weil ich bin ja doch ein Eckerl jünger als der Floh, ist, dass ich ganz viele Compagnons aus meinem Baujahr kenne, die versuchen, irgendeinen Dialekttext zu schreiben und neben einem HC Artmann-Text einfach sowas von abstinken, dass mir das dann wie ein Juwel vorgekommen ist, das der Floh da mitgebracht hat im Proberaum.</p>
<p>Und deswegen hats mich auch sofort angsprochen, weil ich ma gdacht hab, wenn ich Dialekt schreib und singe, dann so.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja, wobei, so konn ma des net sogn. Es gibt scho a guade junge Mundartexte. Sprache is ja imma im Wandel, Moritz. Und die Mundart, die der Artmann in diesen Gedichten verwendet hot, wird ja gar nimma gesprochen.</p>
<p>Wia tuan uns ja selber monchmol a schwa, dass ma net wissn, genau was ea jetzt mant.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Die Biawe zum Beispiel</p>
<p><strong>Floh: </strong>Zum Beispiel, ja die Piave. (Lacht) Die ma dann wahrscheinlich sogar foisch aussprechen. Aber ja, das führt jetzt so oder so zu weit. Also, des inspirierende ist im Grunde die Rhythmik, der Sprachklang, der sehr singbar ist und perfekt zu unserer amerikanisch angehauchten Musik passt und aber auch auch die Thematiken. Hat scho…Es hat immer was sehr …Emotionales,<strong> </strong>Tiefgehendes…schöne emotionale Bilder, die er beschreibt.</p>
<p><strong>Wie entstand das Lied <em>kawarebeag fotagrafian</em>?</strong></p>
<p><strong>Moritz: </strong>Kawarebeag war die Nummer, wo ich zum ersten Mal zum Handkuss gekommen bin, als es darum geht, Songs zu arrangieren, weil der Flo hat immer 60% von der Nummer schon dabei.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Wobei, die Arrangements haben wir eigentlich immer gemeinsam gemacht.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Haben wir immer gemeinsam gemacht, das war ja auch der Sinn dahinter, das zu zweit zu tun. Weil man eben wie so eine Echokammer gleichzeitig ist, bei zwei Gitarristen, die komplett anders spielen, das ist immer schön. Aber, bei der Nummer explizit habe ich meinen Rolling Stones Moment verwirklichen dürfen, und der mir immer ganz wichtig ist in einer Band. Dieses groovige, 60s Feeling, so bluesiges Amerikana Zeug.</p>
<p>Und da habe ich von den Backing Vocals bis zu den Percussion Instrumenten die Nummer eigentlich wohin tragen dürfen, wo der Floh sie ursprünglich gar nicht hingesetzt hätte. Dann hamma beide auf einmal einen wahnsinnigen Spaß gehabt, die Nummer bis zum Schluss aufzubauschen, wie einen Hustinettenbär, aber i glaub des ist wirklich cool geworden.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="kawarebeag fotagrafian - SÜWAFISCH (official Video)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/soboWiqDP24?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Floh: </strong>Dynamik ist nie unnötig. (Lacht) Wobei man ja generell dazu sagen muss, dass… wenn ich das jetzt mit jemand anderem spielen würde, als mit dir Moritz, dann würde die Musik wahrscheinlich anders klingen.</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Ja</p>
<p><strong>Floh: </strong>Wir zwei bringen uns halt so in diese, wie du es sagst, in diese Rolling Stones Momente immer hinein, in dieses, ich würd es nicht Rolling Stones Moment für mich beschreiben, aber in dieses ein bisschen Trance-artige Blues, Country Blues, Amerikana Ding, wo du halt irgendwie spielst, weil du es spielen willst und nicht, weil es irgendjemandem gefallen soll, oder irgendeiner Mode nachrennt, sondern wo du afoch Spaß an dem host, was du im Moment tust.</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Genau, für mich ist es so eine Sache wie Jimmy Schell, der hat drei Akkorde nur rumgenudelt und du hast das Gefühl, dass eine Oper geschrieben worden ist.</p>
<p><strong>Floh:</strong> (lacht) Jaja, genau</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Das ist für mich halt der Rolling Stones Moment.</p>
<p><strong>Floh:</strong> Ja genau, und der Kawareberg ist a nie gleich lang. Auf unserer EP ist es, glaube ich, sieben Minuten lang und eine super Version geworden, oder fünf sogar nur.<br />
Wir haben sicher schon zehn Minuten a gspielt live und man weiß nie, wo es hinfährt mit uns.</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Genau, deswegen gefällt es uns sehr gut.</p>
<p><strong>Was hat die gespenstischen Backing Vocals in dem Lied inspiriert?</strong></p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ich bin den langen Weg von Meidling nach Kaisermühlen gefahren und die Tram is mir davon gefahren und im Kopfhörer war <em>Gimme Shelter</em>. Und da gibts die Gschicht, die hatten eine Sängerin dort, die war schwanger. Und die hat so stark gesungen, dass sie umgefallen ist. Und die hat diese Backing Vocals gemacht, die den Mick Jagger so dermaßen auf ein Podest gehoben haben, dass er auf einmal glänzen hat können wie ein Edelstein.</p>
<p>Und mein Ziel war, eine Melodie zu finden, wo der Flo entweder darüber schreien kann, darüber wunderschön singen kann oder eine Geschichte erzählen kann, dass alles drei geht. Und deswegen habe ich diese drei, vier Noten, diese gespenstischen Backing Vocals gesucht. Und das war ein Wahnsinn.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja… Und ich habs sofort gut gefunden bei der Prob.</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Und du hast gesagt, das musst du ab jetzt jedsmal machen. Ich habe mich halt daheim hingsetzt, 15 Minuten oder so, und dann diese drei, vier Noten rausgsaugt.</p>
<p><strong>Floh:</strong> Und von da an hat die Nummer funktioniert. Das ist super.</p>
<p><strong>Wie hat Produzent Emanuel Lobaza den Sound der EP mitgepr</strong><strong>ä</strong><strong>gt?</strong></p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ich kenne den Manu schon sehr lang und wir haben uns immer abgenerdet über Gitarren und andere freundschaftliche, lustige Sachen. Und einmal wollte ich ihn halt unbedingt besuchen in seiner Wohnung im 17.Bezirk, weil Sommer und Dachterrasse und Bier und coole Musik. Und lustigerweise habe ich damals auch einen Produzenten für die Platte gesucht.</p>
<p>Und wir haben damals, also der Manu hat sich ausgesperrt aus seiner Wohnung und wir hatten keinen Zugang zu seiner Musik, zu einer guten Anlage oder zu sonst was. Wir hatten drei Ottakringer auf der Dachterrasse, barfuß und ein Handy. Und über das Handy haben wir Musik gehört und dann haben wir uns, gerade bei JJ Cale oder Canned Heat, was wir damals beide gern gehört haben, gefragt, warum klingt das, obwohl es so schlecht gemischt und schlecht aufgenommen ist, warum klingt das so leiwand?</p>
<p>Und dann hat der Manu halt eben genau das gesagt, was ich ihn eigentlich fragen wollte, ob er das kann. Und zwar, dass er einen Sound einfangen kann, so wie er ist, ohne im vorhinein künstlerisch eingreifend zu wirken, sondern technisch und menschlich da zu sein für das, was gerade passiert. Und in dem Moment habe ich gemerkt, dass er das kann und genau das hat er dann in dem Hexenhaus auf die Aufnahme gemacht.</p>
<p><strong>Worauf habt ihr besonders Wert gelegt, damit das Album so klingt, wie es klingt? </strong></p>
<p><strong>Floh: </strong>Es geht ja einfach darum, dass man, wenn man ins Studio geht oder in unserem Fall in eine alte Mühle in der Steiermark und sich dort zwei Tage einkaserniert, dass man das einfängt, was da ist, ja? vom Sound, also dass man die, die die zwei Gitarren und die zwei Stimmen und die Rhythmik und die Emotionen und die Melodien und alles, was halt dazugehört, dass man das einfangen kann, ohne… und vor allem ehrlich einfangt. und ned irgendwie gekünstelt oder, wir spielen ja das live ein, das Album also die EP ist live eingespielt, genauso wie wenn es ein Konzert wäre, wir spielen das live ein, kane Overdubs…</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Genau. Ja so wie die die-</p>
<p><strong>Floh: </strong>sogar die zweiten Stimmen sind live gesungen, also that&#8217;s it.</p>
<p><strong>Moritz:</strong> Ja eh. So wie die 20er, 30er Aufnahmen, wo die Leute mit irgendeinem billigen Wagen herumfahren und sich sagen, spiel die Nummer und nimms auf.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Dadurch, dass die Musik ein bisschen im Blues und im Americana daheim ist, was sozusagen eigentlich ein Live-Kontext immer ist, will i da im Studio auch nicht herumbasteln an den Songs, sondern will des so live wie möglich einfangen.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Genau, wir sind ja nicht Radiohead, sondern wir waren eher auf der …Blues-Seite.</p>
<p><strong>Was liebt ihr am Blues?</strong></p>
<p><strong>Floh:</strong> Am Blues liebe ich das, dass es Emotion ist, dass es echt ist, dass es ehrliche Musik ist. Klingt alles nach Scheiß Schlagwörter jetzt, aber Jimi Hendrix hat gesagt, Blues ist easy to play, but not to feel. Das liebe ich am Blues!</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Absolut.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Das ist das, wo ich schon mit 17 mir gedacht habe, bist deppat, das stimmt eigentlich, das ist geil und das will ich suchen, dieses Feeling. Und schon langsam wirds (laut) wirds echt, kommt er aus Mir auch raus, der Blues.<strong> </strong>Es ist nicht mehr, ich spiele etwas nach, sondern es kommt aus mir raus. Vielleicht braucht es ein bisschen eine Fülle a dafür im Leben.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Bei mir war es so, dass ich Led Zeppelin, White Stripes und wie sie alle heißen mit elf oder so entdeckt habe.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Wobei das schon die Nachfolger der alten Blueswelt sind.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ja ja! Da komme ich zu der Geschichte, weil mein Papa, Shoutout, große Hand an den Papa, dass er damals gesagt hat, weißt eh woher die die Schmähs haben. Und auf einmal kommt er mit Robert Johnson, B.B. King, Albert King, Freddie King, mein Favourite, Blind Willie McTell. Und wie sie alle heißen mögen. Und dann kam im selben Atemzug, war das gleiche Wochenende, ich war komplett weggeblasen von dieser neuen Welt… &#8222;It might get loud&#8220;, der Film raus.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ahja, schön!</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Und da sagt der Jack White das, was ich mir gedacht habe wie ich den Blues zum ersten Mal gehört habe. Und zwar hat er gesagt, diese Typen beschreiben eine Welt, in der ich auch vorkomme. Und das hat mich deswegen so abgeholt. Deswegen bin ich, seit ich elf bin, im Blues daheim.</p>
<p><strong>Welche Gitarristen haben euch pers</strong><strong>ö</strong><strong>nlich beeinflusst und wie?</strong></p>
<p><strong>Flo: </strong>Beeinflusst hat mich in sehr frühen, jungen Jahren der Eric Trauner, falls man eam no kennt, Mojo Blues Band. Den habe ich schwer fasziniert gehört mit 14, 15, 16 live im Waldviertel oben, als die Mojo Blues Band regelmäßig in Waidhofen zu Gast war. Da bin ich echt in der ersten Reihe gestanden und habe nur auf seine Finger geschaut die ganze Zeit. Das war für mich ein Blues-Gitarrist.</p>
<p>Und Blues Pumpm natürlich, Glatzl Fritz. So die Ursprünge der österreichischen Blues-Musik, Blues Pumpm und Mojo Blues Band. Moritz?</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Dann nenne ich jetzt auch Österreicher. Für mich war es im frühen Kindheitsjahr mein Mentor und gleichzeitig auch ein Haberer geworden, der Simon Jahn von der Band Narca 7. Eigentlich eine Hardcore Band, die ziemlich fetzen, aber der auch von AC/DC und vom Blues kommt. Und diese ganzen Blues und 70er Rock Licks in Hardcore aus den 90ern verpackt hat.</p>
<p>Ich bin mit auf Tour gefahren, ich habe seine SG halten dürfen, ich habe viel gelernt. Das war ganz, ganz toll. Das war die große Schule am Anfang.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Und wenn man es jetzt international betrachtet, natürlich die ganzen Klassiker, aus den Sixties, wobei ich den Rory Gallagher nach oben heben möchte, als Inspiration immer noch. Und aktuell, JD Simo, unglaublicher Gitarrist. JD Simo, findet man einiges im Netz. Der fasziniert mich zur Zeit. Also der, Puh, unglaublich, was der macht.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ja, Beim Blues war ich dann ganz, ganz schnell beim Blind Willy Johnson und beim Buddy Guy. Muss ich leider sagen.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Buddy Guy, warum leider? Buddy Guy ist großartig.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Das sind die zwei, nein, nein, Blind Willy Johnson-</p>
<p><strong>Floh: </strong>Das Album Sweet Tea, oida, fuck. Buddy Guy!</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Der Blind Willy Johnson halt das Gefühl und der Buddy Guy hat die Show. Und das war dieses-</p>
<p><strong>Floh: </strong>Buddy Guy, der war der Sound.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Na sicher hat er den Sound!</p>
<p><strong>Floh: </strong>Bist du deppert. Großartig.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="waun s d fabei gesd - SÜWAFISCH (Solo)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/eu2YFBnEITY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wie habt ihr die Reaktionen auf die Live-Shows erlebt?</strong></p>
<p><strong>Floh: </strong>Also wir haben jetzt zehn Gigs gespielt in einem halben Jahr. Unterschiedliche Varianten, vom kleinen Beisl über, Open Air auf einem Markt, vor ein paar Leuten aus der Nachbarschaft bis hin zur Arena.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Genau.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja, kleine Halle, Arena.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ausverkauft, darf ich dazu sagen.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Also wir haben echt einiges jetzt hinter uns, ur schöne Geschichten hinter uns, unterschiedliche Geschichten und jedes Mal kommen nachher Leute her und sagen: &#8222;Das war a Wahnsinn!&#8220; Und solange diese Reaktion kommt, bin ich happy.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Na vor allem, was mir so unglaublich gut gefällt, ist, diese Erkenntnis bekomme ich jedes Mal bestätigt, dass zwei so unterschiedliche Personen, wenn sie nebeneinander stehen, so einheitlich sein können, dass das total schön zum zuschauen ist. Abgesehen davon, dass die Texte toll sind und unser Gitarrenspiel anscheinend gfallt. [lacht]</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja, aber auch das mehrstimmige Singen, dass es so wie wir-</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ja, das auch.</p>
<p><strong>Floh: </strong>-das machen, so dieses, dieses einekippen auf der Bühne, in dem Moment, in die Songs, in die Welt. Und das nimmt mit, das nimmt die Leute mit. Ob das jetzt, wo war das? Auf der Gürtel Connection.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ja.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Eine norwegische Metalband, die vor uns gestanden ist, in der ersten Reihe voll mitgegangen sind. Die haben kein Wort verstanden von dem, was wir da gesungen haben.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ja.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Aber die haben die Musik verstanden, die Art und Weise, wie wir Musik machen, verstanden. Und das, das tut gut, das macht Spaß, das-</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ja, bis zu meiner Großmutter, die, ähm, in dieser Sprache aufgewachsen ist.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Und die hat bei zwei, drei Songs, die ich ihr die CD vorgespielt habe, geweint, weil sie gesagt hat: &#8222;Genau so war&#8217;s. Das waren die Sixties in Österreich, oida&#8220;</p>
<p><strong>Was ist das Sch</strong><strong>ö</strong><strong>nste am Musikmachen? </strong></p>
<p><strong>Floh:</strong> Dass mans einfach tut, was man spürt im Moment. Und dann, also ich fühle mich beim Musikmachen am freiesten in meinem ganzen Leben. Das sind die Momente, wo ich am wenigsten…nachdenke.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ja. ich habe als Kind, jetzt kommt die kitschige Antwort.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja. [lacht]</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Als Kind, mein erstes Buch war Harry Potter und ich fand das immer toll, wie es quasi in diesen, in diesen fiktionalen Geschichten eine Magie gab, einen Zauber gab. Natürlich sucht man als Kind das auch, ja. Und für mich ist es dann irgendwie, jeder hat seine eigene Magie, seinen eigenen Zauber, den er im Leben findet. Hoffentlich. Manche finden gar nichts bis sterben, manche haben Glück und wissen es mit elf oder zwölf, so wie ich. Andere haben den Sport oder whatever.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Ich habe das Gefühl, das ist die größte Form der Magie des Menschen, ist, Musik zu machen. Weil-</p>
<p><strong>Floh: </strong>Für dich.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Für mich, für mich, ja.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Für andere nicht, für uns schon.  Für uns beide.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Für uns schon. Weil es das Purste ist, was ich geben kann.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Das ist was Schönes.</p>
<p><strong>Floh: </strong>Ja, absolut. In diesem Sinne, danke für dein Interview, für dein Interesse an Süwafisch und alles Liebe.</p>
<p><strong>Moritz: </strong>Hab die Ehre!</p>
<p><strong>Floh: </strong>Bis bald. Tschüss</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
<figure id="attachment_19041" aria-describedby="caption-attachment-19041" style="width: 728px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19041" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch_cHansMolnar-1-300x225.jpg" alt="Süwafisch auf BühnePressefoto" width="728" height="546" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch_cHansMolnar-1-300x225.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch_cHansMolnar-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch_cHansMolnar-1-768x576.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch_cHansMolnar-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/08/Suewafisch_cHansMolnar-1-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px" /><figcaption id="caption-attachment-19041" class="wp-caption-text">Süwafisch (c) Hans Molnar</figcaption></figure>
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		<title>Von Jimi Hendrix und der Mondscheinsonate &#8211; Liböön im Interview</title>
		<link>https://www.klangskizzerei.at/dialekt-folk-singer-songwriter-liboeoen-im-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 14:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[folk]]></category>
		<category><![CDATA[liböön]]></category>
		<category><![CDATA[singer-songwriter]]></category>
		<category><![CDATA[Wohi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liböön schreibt folkige Dialekt-Lieder und hat Anfang des heurigen Jahres sein Debüt-Album Wohi veröffentlicht &#8211; es ist auf bandcamp streambar und erwerbbar. Im Mail-Interview erzählt Liböön, wie er seine ersten&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/dialekt-folk-singer-songwriter-liboeoen-im-interview/">Von Jimi Hendrix und der Mondscheinsonate &#8211; Liböön im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_18857" aria-describedby="caption-attachment-18857" style="width: 1065px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18857" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/1-300x151.png" alt="Liböön auf einem Album Artwork und Pressefoto Foto in der Natur." width="1065" height="536" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/1-300x151.png 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/1-1024x515.png 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/1-768x386.png 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/1-1536x772.png 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/1-2048x1029.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1065px) 100vw, 1065px" /><figcaption id="caption-attachment-18857" class="wp-caption-text">(c) Liböön</figcaption></figure>
<p>Liböön schreibt folkige Dialekt-Lieder und hat Anfang des heurigen Jahres sein Debüt-Album <a href="https://www.klangskizzerei.at/liboeoen-wohi/">Wohi</a> veröffentlicht &#8211; es ist auf <a href="https://liboeoen.bandcamp.com/album/wohi">bandcamp streambar und erwerbbar</a>. Im Mail-Interview erzählt Liböön, wie er seine ersten Solo-Konzerte in Wien erlebte, wie die Lieder des Albums &#8222;Wohi&#8220; entstanden sind, wie Jimi Hendrix und auch die Mondscheinsonate sein Gitarrenspiel beeinflusst haben &#8211; und welche Pläne er für das Projekt Liböön hat.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: Wie kamst du zur Musik?</strong></p>
<p><strong>Liböön:</strong> Musik zu hören hab ich schon als Kind gern gemacht, das war für mich immer ein Ausweg, eine Rebellion und eine große Faszination. Ich bin in Amstetten in einer sehr christlichen Familie aufgewachsen, da war die allermeiste Musik böse und verboten.. Als ich sieben oder acht Jahre alt war, hab ich ein paar dirty Lieder vom Radio auf Kassette aufgenommen, damit ich sie immer und immer wieder hören konnte. Das war ums Jahr 2000 herum, also viel Eminem, Bloodhound Gang und Christina Aguilera zum Beispiel. Ich hab sehr wenig davon verstanden.. aber genug!</p>
<p>Meine erste Gitarre hatte ich dann mit 14 oder so. Ein damaliger Schulfreund spielte Gitarre und das kam überall so gut an, dass ich das auch mal probieren wollte. Wir jammten dann viel gemeinsam, gründeten eine Band und hatten auch denselben Gitarrenlehrer, den wunderbaren Wolfgang Bräuer. Der konnte mit seiner lockeren jazzigen Art auch sehr leicht für das Instrument begeistern.</p>
<p><strong>Welche Band oder welcher Musiker hat dein Leben verändert und wie?</strong></p>
<p>Da fällt mir zuerst Kurt Cobain ein, der war in meinen frühen Jugendjahren immer ein Hero und Vorbild für mich, heute weniger. Über meinem Bett hing ein großes Poster von ihm und ich hörte eine Zeit lang fast ausschließlich Nirvana. Damals wurden auch meine Haare immer länger und länger und ich übte stundenlang Gitarre, um auch eines Tages ein berühmter Musikus zu werden. Im ersten Jahr der HAK hatte ich ganze acht Fünfer im Zeugnis, dafür aber sehr viel auf der Gitarre gelernt..</p>
<p><strong>Wann kam zum Gitarre spielen das Singen und Liederschreiben hinzu?</strong></p>
<p>Die ersten wirklichen Singversuche passierten erst 2017, als ich 24 Jahre alt war, da entstanden auch die ersten Dialektlieder. Zuerst wars eher ein zartes Hauchen als ein wirkliches Singen, weil alles in mir so verspannt und ängstlich war. Ich nahm dann kurz Gesangsunterricht bei Bernhard Rabitsch und bin ihm bis heute sehr dankbar, weil er mir nicht nur geholfen hat stimmlich mehr zu entspannen, sondern mich auch immer ermutigt hat, was meine Lieder betrifft.</p>
<p><strong>Wie erlebtest du deine ersten Solo-Konzerte in Wien sowie die Reaktionen darauf?</strong></p>
<p>Also mein allererster Wien Auftritt war im Januar 2019 beim Singsongsound Slam im Grind. Da gabs wie bei einem Poetryslam eine Publikumsbewertung und am Ende eine Siegerkrönung. Ich hab ein, zwei Bier gegen die Nervosität getrunken, meine zwei Lieder gespielt und am Ende den ersten Platz gewonnen (eine Flasche Wodka). Dass dem Publikum meine Musik so gut gefallen hat, war für mich sehr überraschend. An den restlichen Abend kann ich mich nicht mehr so recht erinnern..</p>
<p>Im April 2019 spielte ich dann gemeinsam mit ein paar Freunden mein erstes längeres Konzert, das war im Café Anno beim Dialektdonnerstag. Ich bin da ganz frisch nach Wien gezogen, hab viele neue musikalische Bekanntschaften und Freunde gemacht und der Frühling lag in der Luft, also alles war ein aufregender Neubeginn, meine Musik kam gut an und ich hatte große Hoffnungen und Ziele. Ich war sehr illusioniert und glücklich, Wien war für mich die Stadt der grenzenlosen Möglichkeiten. Außerdem steckte ich noch mitten in meiner Suchtproblematik fest ohne es wirklich wahrhaben zu wollen, war also jeden Tag betrunken, und das ging nur eine kurze Zeit lang gut. Mittlerweile leb ich seit mehr als 4 Jahren nüchtern und bin sehr zufrieden damit. Meine Musik ist dafür auch sehr dankbar.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Liböön - Findelkind (Video)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/o-LMx5LxyqU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Was inspirierte die Lieder auf dem Album Wohi?</strong></p>
<p>Das ist sehr unterschiedlich, „Findelkind“ zum Beispiel hab ich in einer sehr depressiven Phase geschrieben, als ich mich verstoßen und allein gefühlt habe und als es mir dann wieder besser ging, habe ich an der Bushaltestelle ein paar scheinbar obdachlose Menschen beobachtet und dann alles umgeschrieben, mich selbst aus dem Lied genommen und nur das ursprüngliche Gefühl dringelassen.</p>
<p>„Da Rasskusi“ hat viel mit meinem Vater zu tun. Nach der Scheidung meiner Eltern, ist er nach Wien gezogen und dort hab ich ihn dann öfter besucht, ich war zehn oder so. Wenn wir dann gemeinsam durch Wien spaziert sind, hat er öfter auf irgendwelche Personen gedeutet und so Dinge gesagt wie: &#8222;Schau, des is da Rasskusi, da Erfinder vo da Brotsuppn!&#8220; Und ich war immer erstaunt, was wir da alles für Prominenz gesehen haben. Im Artwork befindet sich ein Foto von mir bei so einem Wienbesuch.</p>
<p>„L&#8217;Amour“ hab ich für meine Partnerin geschrieben, da war ich einfach full of love (bin ich heute noch mehr denn je! Bussi!). Aber auf Liebe reimt sich recht wenig also hab ichs wie der Helmut Qualtinger gemacht: Imma wieda stur auf de Tour mit L&#8217;Amour!</p>
<p>Also ja ganz unterscheidlich.. ich würd sagen, die meisten Dialektlieder entstehen, weil es mir herausfordernd geht und ich mich einfach aussudern will oder muss.. aber nicht alle.</p>
<p><strong>Inwieweit siehst du es als Konzeptalbum?</strong></p>
<p>Also es gibt in meinem Kopf schon eine klare chronologische autobiografisch inspirierte Geschichte vom ersten bis zum letzten Lied, aber es wird nicht alles erklärt und die Lieder funktionieren auch ohne diese Geschichte. Es ist ein loses Konzeptalbum, im Artwork befindet sich auch ein kurzer Text darüber.</p>
<p><strong>Wie entstand das Lied <em>Üwa de Sunn</em>?</strong></p>
<p>„Üwa de Sunn“ ist eines meiner ältesten Lieder, es entstand 2018 in einem verrauchten Hinterkammerl einer Amstettner Wohnung. Die Musik war zuerst da und danach schrieb ich den Text. Der hat mehrere Ebenen und spielt sich ein bisschen mit Perspektiven und Pronomen. Wer weiß schon, was das alles bedeuten soll.. ich war verliebt, verwirrt und geozentrisch!</p>
<p><strong><em>Üwa de Sunn</em></strong><strong> ist in einer tieferen, alternativen Gitarren-Stimmung komponiert &#8211; Welche der alternativen Tunings samt ihrer jeweils eigenen Klangwelt ist dein Favorit und warum?</strong></p>
<p>Da hab ich jede Saite einen Ganzton tiefer gestimmt, einfach damit ich es entspannter singen kann und weil das tiefe D auch sehr gut dazu passt. Bei „Findelkind“ ist das auch der Fall. Ansonsten hab ich mich nie in alternative Stimmungen vertieft, also kenn mich da nicht wirklich aus.</p>
<p><strong>Wer sind deine favourite Folk-Gitarristen bzw. Singer/Songwriter und warum?</strong></p>
<p>Ich mag die ersten acht Bob Dylan Alben sehr gern, von den späteren auch viele, aber diese ganz besonders, die wirken so ungezwungen und.. zeitgeistig. Von Leonard Cohen kann ich glaub ich alles jederzeit gerne hören und denk mir bei irgendeiner Zeile sicher wieder was ganz Neues.</p>
<p>Joni Mitchell hör ich auch sehr gern, ihre Musik ist so eigen und komplex. Dazu fällt mir auch Nick Drake ein.. dann lieb ich noch David Bowie, Neil Young, Alice Phoebe Lou, Anohni, Bon Iver, Joan Baez, Tina Turner.. vor Kurzem entdeckt hab ich auch Jesse Welles und Maddie Ashman.</p>
<p>Dialektsingersongwriterzeug hör ich immer gern Ludwig Hirsch, Alex Miksch, Voodoo Jürgens, Und de scheenen Hoa, SarahBernhardt, Reino Glutberg und Dritte Hand.. manchmal auch Arik Brauer, Sigi Maron und Helmut Qualtinger.. Mark Knopfler hab ich vorhin vergessen! Und sicher noch viele andere, ich hör sehr gern und viel Musik.</p>
<p><strong>Wie haben diese dein Gitarrenspiel inspiriert?</strong></p>
<p>Gar nicht so viel, ich hab mir beispielsweise sicher ein paar Rhythmen und Fingerpickingzeug von Bob Dylan und Leonard Cohen abgeschaut, aber mein Gitarrenspiel inspiriert haben glaub ich vor allem verschiedene Lieblingsbands und Gitarristen aus meiner Jugend, von denen ich die Lieder spielen wollte, wie beispielsweise Tool, Pink Floyd, Nirvana, Jimi Hendrix, aber auch viel klassische Musik.</p>
<p>Ich hab zum Beispiel schon angefangen Jimi Hendrix Lieder zu lernen, als ich noch überhaupt keine Chance hatte, die irgendwie spielen zu können, weil ich noch so ein Anfänger war, aber trotzdem hab ich stundenlang geübt und sehr viel dabei gelernt. Genauso hab auch viel Zeit damit verbracht, den ersten Satz der Mondscheinsonate von Beethoven auf meiner Westerngitarre zu lernen, dabei hab ich auch viel Fingerpicking und seltsame Akkorde mitgenommen.</p>
<p><strong>Was liebst du an deiner Martin-D28-Gitarre?</strong></p>
<p>Die leichte Spielbarkeit, der wuchtige klare Klang, wenn man ordentlich reinhaut, die stabile Stimmung, das Aussehen, die Geschichtsträchtigkeit<em>,</em> die Narben. Geiles Ding durch und durch und drüber und drunter!</p>
<p><strong>Wie entstand das Lied Da Rasskusi?</strong></p>
<p>„Da Rasskusi“ ist entstanden als ich in Ottakring gewohnt hab, 2019. Das ist ein gutes Beispiel für ein Lied, das sich ganz von allein geschrieben hat. Das hat einfach aus mir rausmüssen und mich damit selber überrascht. Zu der Zeit hab ich mich viel betäubt und abgelenkt von meinen Gefühlen und meiner Vergangenheit, da hat sich einiges zusammengestaut und ist dann in Liedform hervorgekommen, ohne dass ich bewusst darüber nachgedacht habe. Es ist sehr schnell entstanden, das Einzige an was ich dann länger getüftelt habe, sind die zwei wilderen Gitarrenparts.</p>
<p><strong>Hast du das Album auf einem Multi-Track Recorder aufgenommen oder auf einem Laptop/Computer?</strong></p>
<p>Auf einem Computer, ich hab ein Focusrite Scarlett Interface, ein AKG C214 Mikrofon, ein AKG C747 Mikrofon, meine Martin D28 und Ableton Live 8 verwendet.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Liböön - Monogamist (Audio)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/8mx-zpGMhoQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wie klingen deine neueren, unreleasten Lieder, die du gerade schreibst?</strong></p>
<p>Es ist grad ein Lied fertig geworden, das hab ich ursprünglich vor ein paar Jahren für meine Oma geschrieben und da sind jetzt neue Strophen dazu entstanden. Es unterscheidet sich von den meisten meiner anderen Liedern dadurch, dass es instrumental eher einfach gehalten ist und der Fokus nur auf dem Text liegt. Ich mag es beim Protestsongcontest 2026 einreichen. Insgesamt hab ich grad so um die zehn Dialektlieder von denen noch keine guten Aufnahmen existieren, aber mal schaun, was davon ich veröffentlichen werde und was noch so dazu kommt.</p>
<p>Ansonsten arbeite ich derzeit viel an einem Album für mein zweites musikalisches Projekt, Satori Number Nine. Da leb ich eine komplett andere Seite von mir aus, es ist englischsprachig, mit vielen verschiedenen Instrumenten und wilden E-Gitarren Improvisationen. Sehr spaßig.</p>
<p><strong>Hast du vor, das Projekt um weitere Instrumente zu erweitern?</strong></p>
<p>Ja grundsätzlich würd ich mich freuen gemeinsam mit anderen zu spielen und eine Liböön-Band zu gründen und halt es mir auch immer offen, bei Aufnahmen mehr Instrumente einzubauen. Beim Wohi Album hab ich das ursprünglich probiert und angefangen, verschiedene Instrumente einzuspielen, aber es gefiel mir dann am Ende doch besser nur mit Gitarre und Stimme.</p>
<p>Also ich glaub, es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, aber dann bräuchte es schon was sehr Passendes damit es für mich noch stimmig klingt. Sowas ist auch immer herausfordernd, wenn die Tempi und Dynamiken innerhalb der Lieder öfter mal ganz flüssig sind. Also ich find es schwer zu meiner Dialektmusik dazu zu spielen, aber da gibt es sicher Menschen, die das besser könnten und ich bin auf jeden Fall offen dafür. Vielleicht bräucht es dann auch einen Dirigenten..</p>
<p><strong>Was liebst du am Liederschreiben?</strong></p>
<p>Mir macht es einfach Spaß und Sinn! Es kann therapeutisch für mich sein, es kann anderen helfen, manchmal schreib ich Lieder, um jemanden zu gefallen oder nur aus Langeweile, es ist sehr vielfältig und kann viele verschiedene Funktionen erfüllen und Nutzen und Freuden und Tränen bringen.</p>
<p><strong>Was ist das Schönste am Musikmachen?</strong></p>
<p>Am Schönsten sind für mich die Momente, in denen ich es schaffe, mich ganz zu entspannen und fallen zu lassen, und sich das Musikmachen dann kurz so natürlich anfühlt als wär ich nur irgendein Vogel unter Vielen und würd mit dem ganzen Herumzwitschern nur meinen Instinkten Folge leisten, ohne was davon zu erwarten.</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
<p>Wenn euch die Musik von Liböön gefällt, hört und kauft das aktuelle Album Wohi auf <a href="https://liboeoen.bandcamp.com/album/wohi">bandcamp</a> und folgt <a href="https://www.facebook.com/liboeoen">Liböön auf facebook</a> und <a href="https://www.youtube.com/@liboeoen">youtube.</a></p>
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<figure id="attachment_18876" aria-describedby="caption-attachment-18876" style="width: 718px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18876" style="font-size: 1.4rem;" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/2-1-300x225.jpg" alt="Liböön auf einem Pressefoto mit Gitarre." width="718" height="538" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/2-1-300x225.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/2-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/2-1-768x576.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/2-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/04/2-1-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 718px) 100vw, 718px" /><figcaption id="caption-attachment-18876" class="wp-caption-text">(c) Liböön</figcaption></figure>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2021/12/Capture_2021-12-16-22-43-422.png" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.klangskizzerei.at/author/stefan-westacott/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Westacott</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Gitarrenmusik und Konzertskizzen</p>
</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="http://klangskizzerei.at" target="_self" >klangskizzerei.at</a></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/klangskizzerei/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/dialekt-folk-singer-songwriter-liboeoen-im-interview/">Von Jimi Hendrix und der Mondscheinsonate &#8211; Liböön im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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		<title>Karli Braun im Interview: &#8222;Pavement, Nirvana und Sonic Youth haben mein Interesse für Gitarren geweckt&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Apr 2025 08:14:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Tomann]]></category>
		<category><![CDATA[Dialektmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Dreckig]]></category>
		<category><![CDATA[Hannes Wirth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mundart-Musiker Karli Braun performte im März im Chelsea sein aktuelles Album &#8222;Dreckig&#8220;, auf dem 90er Gitarren, Ska, eine Ukulele und leichte Blues-Einflüsse zu hören sind, sowie originelle Texte, die streckenweise&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/karli-braun-interview/">Karli Braun im Interview: &#8222;Pavement, Nirvana und Sonic Youth haben mein Interesse für Gitarren geweckt&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_17631" aria-describedby="caption-attachment-17631" style="width: 759px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17631" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Graz_6105___Foto_von_Thomas_Ringhofer-300x200.jpg" alt="" width="759" height="506" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Graz_6105___Foto_von_Thomas_Ringhofer-300x200.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Graz_6105___Foto_von_Thomas_Ringhofer-1024x683.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Graz_6105___Foto_von_Thomas_Ringhofer-768x512.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Graz_6105___Foto_von_Thomas_Ringhofer-1536x1024.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Graz_6105___Foto_von_Thomas_Ringhofer-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 759px) 100vw, 759px" /><figcaption id="caption-attachment-17631" class="wp-caption-text">Karli Braun, (c) Thomas Ringhofer</figcaption></figure>
<p>Mundart-Musiker Karli Braun performte im März im Chelsea sein aktuelles Album &#8222;Dreckig&#8220;, auf dem 90er Gitarren, Ska, eine Ukulele und leichte Blues-Einflüsse zu hören sind, sowie originelle Texte, die streckenweise auch im kabarett-typischen Sprechgesang dargeboten werden.</p>
<p>Im Interview mit klangskizzerei erzählt Karli Braun, was ihm am Liederschreiben gefällt, wie die Gastmusiker und Mixing- und Mastering-Ingenieure sein Debüt-Album mitgeprägt haben, woher der Hamsterkäfig für das Musikvideo stammt und in welche musikalische Richtung neue, unreleaste Karli Braun Lieder gehen.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: Wie kamst du zur Musik?</strong></p>
<p><strong>Karli Braun:</strong> Durchs Musikhören. Ich bin dann irgendwann auf schräge Gitarrensounds gstanden, und wollte das selber probieren. Mein Bruder hat Musik gmacht, da waren halt Gitarren und Verstärker zur Verfügung und es hat Spass gemacht. Mir gfallen Dinge wo ma unendlich viele Möglichkeiten hat, als Kind wars Lego bauen, später das Computerspiel Minecraft, Linux, programmieren oder Grafik hat mich auch immer interessiert.</p>
<p>Ich steh total drauf wenn ich keine Bahnen und Grenzen hab, wo ich herumprobieren kann bis ich rausfind was mir gfallt. Dann gibt’s immer Techniken/Fertigkeiten wo ich merk dass ich sie können will, weil ich damit gewisse Dinge erreichen kann, und da arbeite ich dann dran bis ich ein selbst gestecktes Ziel erreichen kann. Das is beim Musikmachen auch so, steh ich voll drauf.</p>
<p>Ausserdem steh ich irrsinnig auf Technik, da kamma beim Musikmachen mit geringen Mitteln schon sehr viel machen. Auch wenns manchmal nur Versuche oder Skizzen sind, ich tu irrsinnig gern zuhause herumtüfteln und herumexperimentieren. Hört sich wahrscheinlich komisch an, weil ich eigentlich nur Standardinstrumente spiele und eigentlich nix neues erfunden hab, aber man glaubt gar nicht wieviel Zeit, Schweiss und Blut da drinsteckt, alleine bei den Klavier-/Orgelsounds, da hab ich sehr viel herumprobiert bis ich damit glücklich war.</p>
<p><strong>Spielst du noch Klarinette?</strong></p>
<p>Nein leider. Aber i find den Klarinettensound eigentlich sehr leiwand, ärgert mich manchmal dass ich es nicht kann. Aber ich glaub Klarinette und Sax sind halt Instrumente, die man permanent üben muss, und irgendwann muss man sich eingestehen, dass man nicht alles machen kann.</p>
<p>Trompete wär auch irrsinnig leiwand. Ich hab auch eine Quatschn zhaus (Anm.: Ziehharmonika) und kann bis heute nicht richtig umgehen damit, obwohl ich mir ein sehr einfaches 3 Akkorde Lied vorgenommen hab: „I wanna make it &#8211; Queens of the Stone Age“. Man muss halt Instrumente permanent spielen, um ein gewisses Niveau zu erreichen, damit ma eigene Sachen machen kann oder eine Live-Performance abliefern kann.</p>
<p><strong>Schreibst du deine Songs auf der Gitarre oder am Keyboard? &#8211; oder wechselst du oft für neue Zugänge?</strong></p>
<p>Die Lieder entstehen bei mir immer durchs Üben auf demjenigen Instrument. Wenn ich ein neues Griffmuster oder ein Riff entdecke dass mir gefällt, dann übe ich es bis ich es gut spielen kann, und währenddessen entsteht dann ein Text.</p>
<p>Klavier spiele ich noch nicht so lange, es reicht gerade einmal aus um einfache Lieder zu schreiben, aber es ist tatsächlich so, dass ich den neuen Zugang durch das Klavier extrem genossen habe. Ich bin kein Virtuose auf der Gitarre, aber ich spiele schon lange und irgendwann hab ich dann mit jedem Griff/Riff schon ein Lied gemacht, da war der neue Zugang über das Klavier eine große Motivationshilfe.</p>
<p><strong>Was liebst du am Liederschreiben?</strong></p>
<p>Es is witzig, dass ich mit dieser Frage total überfragt bin, ich hab mir da noch nie Gedanken drüber gmacht, es passiert einfach und es fühlt sich dann richtig gut an wenn ich etwas gemacht hab. Ein Lied entsteht immer beim Herumprobieren aus einer Laune heraus, mit großer Leichtigkeit ohne viel nachzudenken.</p>
<p>Das is ein gutes Gefühl, was neues zu erschaffen, aber das Fertigmachen von einem Lied is bei mir oft richtig viel Arbeit, vor allem mit der zweiten Strophe quäle ich mich oft sehr lange herum. Ich will kein neues Thema aufmachen, sondern mit dem ganzen Lied einen Punkt machen, das schränkt mich dann beim Schreiben der zweiten Strophe massiv ein. Da sitz ich manchmal stundenlang/tagelang bei ganz wenigen Zeilen, verwerfe viele Ideen, das is so richtig anstrengend, und frustrierend.</p>
<p>Aber so blöd wie sich das anhört: Das gibt mir eine irrsinnige Befriedigung. Wenn ich beim Einschlafen weiß, dass ich heute einen Text fertig gmacht hab, oder ein Lied fertig-arrangiert hab, dann fühl ich mich richtig gut, als ob ich heute was erreicht hätte, und schlaf dann wie ein glückliches Rehbaby mit einem richtig guten Gefühl ein. Musikmachen ist für mich mit Arbeit verbunden, aber ich find das irrsinnig befriedigend, wenn dann was rauskommt dabei.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Karli Braun - Streiten (feat. Martina Poel) (offizielles Musikvideo)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/P5mfutAEC_A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wie entstand das Lied <em>Streiten</em>?</strong></p>
<p>In der Pandemie, das war mein erstes Klavierlied. Damals hab ich viel Klavier geübt und hab ein Duett für Martina Poel und mich machen wollen, das Thema „streiten“ lag da auf der Hand.</p>
<p><strong>Dein Debütalbum ist sehr 90er Independent-Rock-ig und leicht bluesig, hat auch zwei Ska-lastige Lieder mit <em>Streiten</em> und <em>Hexenschuss</em> – wie kam Ska in deine Musik?</strong></p>
<p>Das liegt vielleicht an meiner Art und Weise Klavier/Orgel zu spielen. Das ist oft einmal sehr einfach, gerade und rhythmisch. Ich höre eigentlich gar keinen Ska, mir fällt nur die Band Sublime ein, die war sehr beliebt in meinem Freundeskreis in der Steiermark, es is bei uns zhaus sogar ein Club nach denen benannt, in Aflenz (Stmk).</p>
<p><strong>Wie haben die Gastmusiker auf dem Album deine Ideen ergänzt und zu den Liedern beigetragen?</strong></p>
<p>Die Schlagzeuger haben von mir eine programmierte/elektronische Schlagzeugskizze bekommen, mit der Bitte mir das einzuspielen, weil ich selbst nur ganz schlecht Schlagzeug spiele. Da hat natürlich jeder seinen eigenen Stil miteingebracht. Sir Körndl („Tradition“ und „Wüst du mit mir reden“) hat einen sehr lebendigen Stil, Maximilian Schachner („Hamster“ und „I was wos du wüst“) hat einen großartigen Groove, und Lukas Hasitschka (alle anderen Lieder) is irrsinnig präzise und konstant. So hat jeder Schlagzeuger einen Einfluss auf die Aufnahmen, ich versuche die Musiker so zu nehmen wie sie sind und ihren Stil zuzulassen.</p>
<p>Da ich die Lieder alleine schreibe, und eine Vorstellung davon hab, was bei der Aufnahme rauskommen soll, isses meine Verantwortung einzuschätzen, ob ein Musiker zu einem Lied passen wird, das kann natürlich auch leicht in die Hose gehen. Aber ich bin sehr sehr froh, dass bei den Albumaufnahmen alles so gut geklappt hat. Es gibt nix gschisseneres, als sich mit einem Musiker zu treffen, Dinge auszuprobieren und dann festzustellen, dass es doch nicht passt.</p>
<p>Martina Poel hat insofern einen Einfluss, als dass wir zwei Duette auf der Platte haben, die Duette hätte ich ohne sie nicht geschrieben. Ich bin auch sehr froh, dass es eine weibliche Chorstimme auf der Platte gibt, das ergänzt sich ganz gut mit meiner Stimme.</p>
<p>Hannes Wirth hab ich einfach hingesetzt, und spielen lassen. Hannes hat das unglaubliche Talent, zuzuhören, zu spüren was ein Lied macht und sich dann unaufdringlich in Szene zu setzen.</p>
<p>Das kongeniale Technik-Duo Alex „Feia“ Tomann (Drumrecordings und Mix) und Martin Scheer (Master) hat da genauso einen großen Einfluss gehabt, das darf man nie vergessen. Die beiden haben mit ihrer Erfahrung und mit ihren Tricks das Album auf ein ganz andres Niveau gehoben. Alex hat mir speziell bei diesem Album sehr viel beigebracht, so dass ich die zweite Hälfte des Albums selber mischen konnte.</p>
<figure id="attachment_17633" aria-describedby="caption-attachment-17633" style="width: 721px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17633" style="font-size: 1.4rem;" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Lindenhof_002___Foto_von_Martin_Schwarz-300x200.jpg" alt="Dialekt-Liedermacher Karli Braun auf einem Pressefoto mit Gitarrencase." width="721" height="481" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Lindenhof_002___Foto_von_Martin_Schwarz-300x200.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Lindenhof_002___Foto_von_Martin_Schwarz-1024x683.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Lindenhof_002___Foto_von_Martin_Schwarz-768x512.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Lindenhof_002___Foto_von_Martin_Schwarz-1536x1024.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/07/KarliBraun_Lindenhof_002___Foto_von_Martin_Schwarz-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 721px) 100vw, 721px" /><figcaption id="caption-attachment-17633" class="wp-caption-text">Karli Braun: &#8222;Goo war für mich ein enorm prägendes Album&#8220; (c) Martin Schwarz</figcaption></figure>
<p><strong>Wie lange und intensiv schraubtest du an den Gitarren-Wänden und Parts für <em>Wüst du mit mir Redn</em>?</strong></p>
<p>„Wüst du mit mir reden“ war gar nicht speziell schwierig, bzw, NAJA, ich muss zugeben, dass ich ein bisschen über mich selbst lachen muss, wenn ich das sag, weil eigentlich war jedes Lied so eine eigene kleine Wissenschaft für sich. Und ich tu mir leichter düstere oder dreckige Gitarren aufzunehmen, das liegt wohl in meiner Natur, weil ich eher einen melancholischen und düsteren Zugang zur Musik hab. „Wüst du mit mir reden“ ist schon eher auf der fröhlichen Seite, aber da hat eigentlich jede der 4 Gitarren seinen Platz und seinen Zweck, das war beim Recorden und auch beim Mischen sehr einfach.</p>
<p>Ich muss aber dazusagen, das war das erste Karli Braun Lied. das ich gemacht hab, und da hab ich vor vielen Jahren schon einmal ein Demo aufgenommen, das is dann natürlich einfacher, wenn man schon weiß was funktioniert hat und was gefehlt hat.</p>
<p><strong>Was inspiriert dich an der Gitarre als Instrument?</strong></p>
<p>Die meiste Musik, die mir gefallen hat, war halt Gitarrenmusik, von dem her hab ich da nie drüber nachgedacht. Gitarrenmusik ist für mich Standard-Musik, aber damit will ich keine anderen Instrumente geringschätzen, in meiner kleinen blöden Welt war das einfach der erste Zugang zur Musik. Aber wenn ich versuche, drüber nachzudenken, dann isses vielleicht der Aspekt dass man Gitarre lernen kann ohne viel über Musiktheorie zu wissen.</p>
<p>Man lernt einfach 3-4 Griffe, ohne zu wissen, welche Töne man da spielt, man probiert ein bisschen herum, und dann kann man ein Lied damit machen. Beim Klavierspielen siehst du auf einmal, welche Töne dass du spielst, furchtbar, und dann machst dir Gedanken über Musiktheorie, und dann hast du eine linke Hand auch noch, wo du einen Bass spielen kannst/musst, das is schon was andres.</p>
<p><strong>Inwieweit hast du dich am Sonic Youth Album „Goo“ orientiert, als du <em>Teifl</em> geschrieben und produziert hast?</strong></p>
<p>Danke für die schmeichelhafte Frage! Die „Goo“ war für mich allgemein ein enorm prägendes Album, vor allem von den Gitarrensounds her, und ich glaub schon, dass man das hören kann, wenn man will.</p>
<p>Bei „Teifl“ hab ich eine Hagström III verwendet, eine schwedische Gitarre, ähnlich wie eine Strat, die hab ich passender gefunden als den prickelnden Jaguar Sound. Über die elektrische und die akustische Rhythmusgitarre spiel ich eine hohe Hagström III Spur drüber, mit lang-gezogenen spärischen Tönen, vielen Bendings und vielen Leersaiten, das is genau das, was ich am Sonic Youth Sound mag, das hätte ich nicht gemacht, wenn ich mich nicht tausende Stunden lang an den Sonic Youth Sound gewöhnt hätte.</p>
<p><strong>Was liebst an den 90er-Bands Pavement, Nirvana und 90er-Sonic Youth?</strong></p>
<p>Diese Bands sind überhaupt mein Zugang zur Musik gewesen, und haben mein Interesse geweckt für Gitarren. Ich hab vorher schon Musik gehört, aber das hat mich alles nicht berührt. Sonic Youth hab ich beim ersten mal hören überhaupt nicht verstanden, das war furchtbare Musik, ich hätte es nichtmal als Musik bezeichnet, es war nur verstörend.</p>
<p>Es is aber in meinem Bekanntenkreis viel drüber gredet worden, und ich hab immer wieder mal reingehört, und irgendwann hab ich das lied „Tunic“ dann spannend und interessant gfunden, und immer öfters gehört, bis hin zu dem Punkt, wo ich das ganze Album in Dauerschleife ghört hab.</p>
<p>Ich glaub es überall im Leben so, dass man Muster und Strukturen kennenlernen muss und gwohnt werden muss, bis man sie verstehen und gut finden kann. Milch würdest du auch komisch finden, wenn du noch nie eine getrunken hättest, und Bier und Oliven schmecken dir auch erst, wenn du 100 probiert hast, richtig?</p>
<p>Bei Sonic Youth isses der Gitarrensound. den ich irrsinnig interessant finde, und lieben gelernt habe, ich verlier mich in den sphärischen Sounds. Bei Nirvana isses die Energie, die Rohheit und die einfachen Strukturen, ich mags gerne Roh und einfach. Bei Pavement isses einfach nur die Stimme von Stephen Malkmus, ich liebe seine Stimme, sie berührt mich, ich finds einfach sympatisch, ich kanns gar nicht besser erklären. Ich hab auch eigentlich die Malkmus Solo Lieder noch lieber als Pavement.</p>
<p><strong>Bist du Franz Ferdinand Fan? <em>Schuasta</em> geht vom metrisch streng marschierenden Bass und dem Keyboard etc. sehr in die Richtung oder sind die Ähnlichkeiten Zufall?</strong></p>
<p>Zufall. Ich mag Franz Ferdinand, aber das Lied „Schuasta“ hab ich gemacht mit „Beastbeat“ von „Die Sterne“ im Hinterkopf, was sicherlich niemand außer mir nachvollziehen kann.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Karli Braun - Hamster (offizielles Musikvideo)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/QJRr3IfbXcs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wie entstand das Lied Hamster?</strong></p>
<p>„Hamster“ war das erste Lied, das ich mit den Fingern auf der Gitarre gmacht hab. Ich hab zuvor nur mit Plektrum gespielt, und das Zupfen erst sehr spät gelernt, dadurch haben sich dann ganz neue Möglichkeiten und Schlagmuster ergeben. Bei Hamster isses der schnelle Gegenschlag zwischen Daumen und Zeigefinger, das hab ich entdeckt und geübt, bis ich es gut spielen konnte, und währenddessen ist der Text entstanden.</p>
<p>Textlich ist Hamster nichts Spezielles, das ist nur meine immerwährende Einstellung gegenüber Menschen auf den Punkt gebracht: Ich will mit den meisten Menschen nichts zu tun haben, am wenigsten mit denen, die laut schreien und ihre Meinung ungefragt in die Welt blasen müssen, und dass ich mir nicht die Finger dreckig machen will, indem ich jemandem im Gesicht sag, dass ich jemanden nicht mag.</p>
<p><strong>Hast oder hattest du je einen Hamster als Haustier?</strong></p>
<p>Nein, nur Hunde. Den Hamsterkäfig fürs Video hat mir die Youtube-Legende raiRau7 geborgt.</p>
<p><strong>Welche Lieder coverst du gerne zuhause?</strong></p>
<p>Coverlieder spiel ich nur ganz selten, eigentlich hab ich mehr eigene Lieder gemacht, als ich Lieder nachgespielt hab. Aber seit einigen Wochen hab ich die Idee, dass ich einmal mit Coverliedern auftreten möcht, ich würd das Programm „meine kleine Weltreise“ nennen, ich reise ja eigentlich nicht, aber ich kenn Musik von andren Ländern. Aber ich weiss noch nicht, ob ich das mache oder ob das was bringt. Bisher hab ich diese Lieder in meiner „kleinen Weltreise Mappe“:</p>
<p>Neil Young – Vampire Blues (Mercury Rev Version)</p>
<p>Sonic Youth – Sunday</p>
<p>Dinosaur Jr – Take a run at the sun</p>
<p>4 Non Blondes &#8211; Whatsup</p>
<p>Smashing Pumpkins – We only come out at night</p>
<p>Ben Harper – Another lonely day</p>
<p>Kurt Vile – Pretty Pimpin’</p>
<p>Jen Cloher – Fear is like a forest</p>
<p>Led Zeppelin – Whole Lotta Love</p>
<p>Prince – Nothing Compares</p>
<p>Abba – Dancing Queen</p>
<p>Tocotronic – Die idee ist gut</p>
<p><strong>Wie klingen deine neuesten, unreleasten Lieder, an denen du gerade schreibst?</strong></p>
<p>Neue Karli Braun Lieder gibt’s nur wenige, und die wenigen sind eher langsam und traurig, ich sollt jetzt eh langsam einmal anzahn und ein zweites Album machen. Ich arbeite oft an Geschichten, die ich erzähle und mit Gitarre oder Klavier begleite, weil ich gern Solo auf der Kleinkunstbühne spielen möchte. Aber leider bleib ich in den letzten Jahren viel zu oft bei negativen und traurigen Themen stecken, es kommt mir oft pietätslos vor, etwas lustiges zu machen, weil irgendwo die Welt am Kopf steht, und man spürt, dass vielen Menschen gar nicht zum Spassen zumute ist.</p>
<p>Für mein englisch-sprachiges Projekt „My Little Tale“ hab ich einige neue Lieder, da ist mehr oder weniger ein Album fertig aufgenommen, die Lieder sind gitarrenlastig und manchmal ein bisschen härter.</p>
<p><strong>Wie erlebtest du die Reise nach Graz und den Gig im Café Wolf?</strong></p>
<p>Graz war sehr fantastisch. Das Café Wolf ist ein sehr besonderer Ort, man merkt die Leidenschaft der Betreiber Mitsch und Thomas, deren Freude schwappt auf alle über, auf die Musiker und auch auf die Gäste. Die machen dort aus purem Idealismus Konzerte, weil sie Freude dran haben, ich glaub die verdienen nicht einmal was damit. Da hab ich großen Respekt davor, das ist sehr selten.</p>
<p><strong>Was ist das Schönste am Musikmachen?</strong></p>
<p>Die Momente, wo ich bemerke, dass ich jemanden mit einem Lied berührt habe, oder dass jemand versteht, was ich mit einem Lied sagen wollte. Es können lustige Dinge sein, wie bei „Streiten“, wo man sich dabei ertappt fühlen kann, dass man eigentlich gar nicht wegen einer bestimmten Sache streitet, sondern weil man einfach nur Scheisse drauf is oder weil man irgendein Ventil braucht, um aufgestauten Zorn rauszulassen.</p>
<p>Auf „Radl“ werd i manchmal angesprochen, da geht’s darum, dass ich mich in dieser Welt nirgendwo zugehörig fühle,<span style="font-size: 1.4rem;"> das berührt mehr Menschen, als ich beim Schreiben dachte, und es is für mich auch berührend zu sehen, dass ich nicht alleine bin mit dem Gefühl.</span></p>
<p>Am öftesten wurde ich auf das Youtube-Video „genauso wie du“ angesprochen, wo es darum geht, dass ich einer Frau nachtrauere, die ich gar nicht gut gekannt habe. Und selbst die Dinge, die ich an ihr kannte, deuten darauf hin, dass es sowieso nicht gepasst hätte.</p>
<p>Manchmal idealisiert man jemanden, völlig grundlos, es is völlig idiotisch, und da kamma drüber rational nachdenken soviel man will, die Sehnsucht bleibt. Ich glaub das kennen viele Menschen von sich selbst, und es tut manchmal gut, wenn man hört, dass man nicht der einzige Idiot ist auf dieser Welt. Man hört sonst eh eh immer nur wie gut und toll und gscheit und perfekt alle sind.</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Karli Braun (feat. Martina Poel) - i was wos du wüst (offizielles Musikvideo)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/umJgIM_dOSU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="http://klangskizzerei.at" target="_self" >klangskizzerei.at</a></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/klangskizzerei/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/karli-braun-interview/">Karli Braun im Interview: &#8222;Pavement, Nirvana und Sonic Youth haben mein Interesse für Gitarren geweckt&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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		<title>Johnny Cola im Interview: &#8222;Beim Hören von Ambros und Danzer fühlt man sich zuhause&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2025 17:30:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[austro pop]]></category>
		<category><![CDATA[johnny cola]]></category>
		<category><![CDATA[rio danger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Johnny Cola aus St. Pölten schreibt 70er affine alternative Austro-Pop Lieder und spielte in Wien viele Konzerte u.a. zusammen mit Teschek oder Reino Glutberg &#8211; letzterer produzierte einige seiner Lieder.&#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18680 aligncenter" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9429-225x300.jpeg" alt="Johnny Cola mit Gitarre am Meer." width="464" height="619" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9429-225x300.jpeg 225w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9429-768x1024.jpeg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9429-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9429-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_9429-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px" /></p>
<p>Johnny Cola aus St. Pölten schreibt 70er affine alternative Austro-Pop Lieder und spielte in Wien viele Konzerte u.a. zusammen mit Teschek oder Reino Glutberg &#8211; letzterer produzierte einige seiner Lieder.</p>
<p>Im klangskizzerei Mail-Interview spricht er über die Entstehungsgeschichte seiner Songs, seine Zusammenarbeit mit Rio Danger und Reino Glutberg, was er an seiner Martin-Gitarre liebt &#8211; und wie seine neuesten Songs mit Band erweitert klingen.<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Klangskizzerei: Wie kamst du zur Musik?</strong></p>
<p><strong>Johnny Cola:</strong> Ich hab immer Musik gehört, ich war musikfanatisch und mit 15 hatte ich mein 1. Konzert als Sänger mit meiner 1. band Abflussreiniger. Danach bin ich bei TvÖ eingestiegen aus denen dann Skeptic Eleptic wurde, mit denen ich von 1999 bis 2009 aktiv war.</p>
<p><strong>Du hast 2016 Akustik-Gitarre spielen gelernt – 10 Stunden täglich, laut einem Interview – wie kreativ und inspirierend war diese Zeit, und woher nahmst du diese Motivation?</strong></p>
<p>Es war vergleichsweise chillig, ich hatte so viel Antrieb, weil ich die paar Jahre davor nur Blödsinn gemacht hab, der einen ins Grab bringen kann, wenn man Pech hat.</p>
<p><strong>Was liebst du am Liederschreiben?</strong></p>
<p>Ich mag dran, dass ich nicht nachdenken muss währenddessen.</p>
<p><strong>Wie entstand der Song <em>Ohne Dich</em>?</strong></p>
<p>Nachts im Regen bei Blitz und Donner. Ich war unglücklich verliebt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Johnny Cola - Ohne Dich (Single)" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/Sf9_6_ePJJs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Warum hast du dich für Rio Danger von Skeptic Eleptic als Gastmusiker für die Harmonien und den Smiths-igen Outro-Part in <em>Ohne Dich</em> entschieden?</strong></p>
<p>Weil man sich immer auf Rio Danger verlassen kann, weil er gute Ideen hat und eine Bereicherung für meine Kunst ist.</p>
<p><strong>Rio Danger spielt auch auf <em>Fernweh</em> Gitarre &#8211; ebenfalls mit Intervall-Verschiebungen, die (unter anderem) auch für Johnny Marr/Smiths typisch waren – was gefällt euch an der Musik der Smiths?</strong></p>
<p>Rio Danger freut sich, wenn er das liest, dass du‘s erkannt hast. Er ist besonders großer Smiths-Fan.<strong> </strong></p>
<p><strong>Wie hat Produzent Reino Glutberg beim Song <em>1000 Schmetterling</em> deine Ideen ergänzt und deine Vision vollendet, verglichen mit dem Ursprungs-Demo des Songs?</strong></p>
<p>Reino Glutberg und Ich sind ein solides Team. Es rennt so ab, dass ich ihm die Demos schick und er macht dann nen geilen Band Sound draus wie bei 1000 Schmetterling. Wir haben auch schon was Neues gemacht, was bald rauskommt.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Johnny Cola - 1000 Schmetterling" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/b9-wK5q0hQ0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wie haben sich deine Texte, seit du als Johnny Cola im Dialekt zu schreiben begannst, entwickelt?</strong></p>
<p>Ich schreib nicht nur in Dialekt, aber in manchen Songs kommt einfach die Emotion besser rüber .</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-18679" style="font-size: 1.4rem;" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_8452-201x300.jpeg" alt="Johnny Cola Pressefoto" width="325" height="485" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_8452-201x300.jpeg 201w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_8452-686x1024.jpeg 686w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_8452-768x1146.jpeg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_8452-1029x1536.jpeg 1029w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/03/IMG_8452.jpeg 1125w" sizes="auto, (max-width: 325px) 100vw, 325px" /></p>
<p><strong>Seit wann hast du deine Martin Gitarre? Auf Fernweh erklingt noch die Yamaha (?)</strong></p>
<p>Fernweh hab ich im t-on Studio aufgenommen in Wien. Dort gab es ne alte Martin D-Gitarre, die ich mir ausgeborgt hab für den Song. Ich fand den Sound so gut, dass ich mir dann selber eine ähnliche Martin gekauft hab.</p>
<p><strong>Was liebst du an dieser Gitarre?</strong></p>
<p>Sie ist schön und klingt gut, nach Bob Dylan.<strong> </strong></p>
<p><strong>Was waren die ersten Lieder, die du inspiriert von und auf der neuen Gitarre schriebst?</strong></p>
<p>Eins der ersten Lieder war z.B. &#8222;Die Windradln&#8220;, was ich im Rahmen von einem Songwriting Workshop von @musikstp geschrieben und veröffentlicht hab</p>
<p><strong><em>Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann Verloren</em></strong><strong> in der Solo-Version auf der Gitarre klingt sehr amerikanisch und ein bisschen Richtung Outlaw Country. Wie entstand das Lied?</strong></p>
<p>Danke. Den Text dazu hab ich im China-Restaurant geschrieben. Ich kann garnicht so genau sagen, wie ich zu der Melodie und so gekommen bin, ich hatte sie plötzlich im Kopf.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Irgendwie Irgendwann Irgendwo Verloren" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/aGd1VYfEzEM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Welche Country-Songs coverst du gerne, wenn du gerade nicht eigene Lieder schreibst?</strong></p>
<p>Willie Nelson &#8211; On the Road Again</p>
<p><strong>„Ambros und Danzer hatten die besten Songs [des Austropop]“, meintest du in einem Interview -Was schätzt du am Songwriting von Wolfgang Ambros und Georg Danzer?</strong></p>
<p>Dass man sich zuhause fühlt, wenn man ihre Songs hört.</p>
<p><strong>Du meintest in einem Interview, du willst eine Rock-Band zusammenstellen – wie verlaufen die Proben dazu momentan?</strong></p>
<p>Das mit der Band ist zwar erst am Anfang, aber die ersten Proben laufen fantastisch. Ich freue mich schon sehr aufs live spielen.</p>
<p><strong>Wie klingen deine Lieder, wenn sie voll arrangiert sind in der Digital Audio Workstation bzw. in der Band?</strong></p>
<p>Es verleiht den Songs einen komplett neuen Anstrich und ich finde, dass sie so vollkommener klingen. Ich bin viel mehr ein Band Typ, als ein Solo Musiker Typ.</p>
<p><strong>Du hast als Johnny Cola schon etliche Live-Gigs gespielt &#8211; welche Konzert-Location bedeutet dir besonders viel und warum?</strong></p>
<p>Ich mag den Kramladen in Wien sehr, ich find den Sound dort gut und ich spiel gern in Wien.</p>
<p><strong>Was ist das Schönste am Live-Spielen?</strong></p>
<p>Dass ich meine Songs, in die ich so viel Zeit investiert hab, einem Publikum zeigen kann.</p>
<p><strong>Danke für das Interview! </strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Johnny Cola - Fernweh" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/P5jqCkkowAE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="http://klangskizzerei.at" target="_self" >klangskizzerei.at</a></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/klangskizzerei/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/johnny-cola-im-interview/">Johnny Cola im Interview: &#8222;Beim Hören von Ambros und Danzer fühlt man sich zuhause&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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		<title>Teschek im Interview: &#8222;Die Nachteulen dieser Stadt als Taxler zu erleben, bietet Stoff für Austropop-Texte&#8220;</title>
		<link>https://www.klangskizzerei.at/teschek-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2025 16:40:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[arge-musik]]></category>
		<category><![CDATA[austropop]]></category>
		<category><![CDATA[between music]]></category>
		<category><![CDATA[teschek]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wiener Band Teschek veröffenlichte Ende 2024 ihr aktuelles Album Leben, Lieben, Sterben auf (Between Music / Arge-Musik.at) Teschek-Frontmann und Mastermind David erzählt im klangskizzerei Mail-Interview über die Entstehung und&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/teschek-interview/">Teschek im Interview: &#8222;Die Nachteulen dieser Stadt als Taxler zu erleben, bietet Stoff für Austropop-Texte&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div dir="auto">
<figure id="attachment_18360" aria-describedby="caption-attachment-18360" style="width: 759px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18360" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-300x200.jpg" alt="" width="759" height="506" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-300x200.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-768x512.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 759px) 100vw, 759px" /><figcaption id="caption-attachment-18360" class="wp-caption-text">Teschek (c) Marc Brunnbauer</figcaption></figure>
<p>Die Wiener Band Teschek veröffenlichte Ende 2024 ihr aktuelles Album Leben, Lieben, Sterben auf (Between Music / Arge-Musik.at) Teschek-Frontmann und Mastermind David erzählt im klangskizzerei Mail-Interview über die Entstehung und Aufnehmen des Albums, seine Begeisterung für Georg Danzer, drei der neuen unreleasten Lieder, was er an den Mega-Teschek-Jam-Sessions schätzt und was für ihn das Schönste am Musikmachen ist.</p>
<p><strong>klangskizzerei: Wie seid ihr zur Musik gekommen?</strong></p>
<p><strong>David:</strong> Jeder von uns hat seinen ganz eigenen, persönlichen musikalischen Background. Robin hat das Schlagzeugspiel im schulischen Kontext gelernt. Stefano und Berni hatten schon in ganz jungen Jahren klassischen Unterricht. Ich selbst habe auch schon als Kind Klavier spielen gelernt. Gitarre und Schlagzeug habe ich mir dann mit ungefähr sechzehn Jahren selber beigebracht. Deshalb bezeichne ich mich selbst, aus musikalischer Sicht, gerne auch als Universaldilettant 😉</p>
<p>Und auch bezüglich Bandprojekten hat jeder von uns ganz unterschiedliche Erfahrungen. Betreffend Teschek würde ich sagen, dass wir organisch gewachsen sind. Robin kannte ich von der Ausbildung in der Sozialpädagogik. Berni habe ich im Internet kennengelernt. Und der kannte wiederum Stefano persönlich. Mittlerweile kann ich besten Gewissens sagen, dass sich zwischen uns eine echte Freundschaft gebildet hat.</p>
<p><strong>Wie kam es von der Band Everyone&#8217;s Prostitute, die bei den Kurt Cobain Tributes spielte, zum deutschsprachigen Projekt Teschek?</strong></p>
<p>Everyone&#8217;s Prostitute ist der Name meines letzten Bandprojektes vor Teschek. Zu dem Zeitpunkt der Tributekonzerte gab es diese Band als solche eigentlich nicht mehr. Vor allem nicht mehr in ihrer ursprünglichen Formation. Die drei Auftritte beim Tribute könnte man als &#8222;Teilweise-Reunion&#8220; oder zeitweilige Neuformierung unter dem Namen der alten Band bezeichnen. Teschek hingegen war in seinen Ursprüngen mein ganz eigenes Ding. Da habe ich einige, noch immer ganz aktuelle, Nummern schon alleine geschrieben, lange bevor es zu der Band von heute gekommen ist.</p>
<p>Transdanubia zum Beispiel hat seine Wurzeln in einer Aufnahme aus dem Jahr 2015. Damals habe ich, sozusagen im Floridsdorfer Exil, in Strebersdorf gewohnt und mich während des Songwriting zurück nach Donaustadt geträumt 😉 Das war auch die Zeit, in der ich den Taxischein gemacht habe und dort bei der &#8222;Arbeit&#8220; dann, in all den Stunden am Standplatz, viel Zeit hatte zu Texten. Eine erstaunlicher Weise sehr inspirierende, dynamische Phase meines Lebens. Kreuz und quer durch Wien zu fahren und das Nachtleben sowie die Nachteulen dieser Stadt aus der nüchternen Perspektive des Taxlers zu erleben, bietet einiges an Stoff für &#8222;Austropop&#8220; Lyrics.</p>
<p><strong>Welcher Song aus dem neuen Album „Leben, Lieben, Sterben&#8220; hat live am meisten Anklang beim Publikum gefunden?</strong></p>
<p>Da gibt&#8217;s ein paar. Ich habe Leute kennengelernt, die nicht aufhören konnten den Refrain von &#8222;High Noon&#8220; mitzusingen, weil sie die Idee so lustig fanden. Mit den Zuseher:innen gemeinsam die letzten Zeilen von Transdanubia zu singen, macht unglaublich viel Spaß. Aber eine Nummer hebt sich in der Livesituation ganz klar ab und das ist das &#8222;Glaserl&#8220;. Die Nummer trifft bei den Leuten anscheinend immer irgendwie einen Nerv 😉</p>
<p><strong>Ihr habt die Lieder des neuen Albums ausgiebig live gespielt, lang bevor es erschienen ist – wie haben sich die Songs durch die Erfahrungswerte vom Live-Spielen noch verändert bevor ihr sie aufgenommen und produziert habt?</strong></p>
<p>Das ist gerade bei diesem Album nicht ganz einfach zu sagen, weil eigentlich der größte Teil des Materials schon vor der Bandformation im Kasten war. Etwa achtzig Prozent von dem Album habe ich alleine, im kleinen Homestudio meines Nachbarn in Essling, aufgenommen. Dort habe ich ein Instrument nach dem anderen eingespielt. Zuerst Schlagzeug, dann Bass, dann Gitarre, dann die Doppelungen und Soli und dann habe ich darüber gesungen. Auch meine geliebte Partnerin, &#8222;das Zuckergoscherl&#8220; höchstpersönlich, hat ihren Teil dort eingesungen 😉</p>
<p>Dieses ganze Material haben wir dann letztes Jahr, gemeinsam als Teschek, in einem professionellen Studio mixen lassen. Und dort haben dann die anderen Burschen den Aufnahmen den nötigen Feinschliff verliehen. Robin hat sich mit Ideen eingebracht. Stefano hat einige Bass- und Vokalparts eingebracht und sich beim Arrangement und Mixen voll ins Zeug gelegt. Und Berni hat mit Ideen, Vocals und einigen unglaublich wichtigen Gitarrenparts seinen Beitrag geleistet. Erst dadurch wurde es zu dem kompletten Ganzen, das es ist.</p>
<figure id="attachment_18360" aria-describedby="caption-attachment-18360" style="width: 866px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18360" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-300x200.jpg" alt="" width="866" height="577" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-300x200.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-768x512.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2025/01/InShot_20250113_122614889-1-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 866px) 100vw, 866px" /><figcaption id="caption-attachment-18360" class="wp-caption-text">&#8222;Erst durch die ganze Truppe wurde die Band zu dem, was sie ist.&#8220;, Teschek (c) Marc Brunnbauer</figcaption></figure>
<p><strong>Wie haben Berni (Bauer, aka B.B. Kaiser), Robin (Lee) und Stefano (Blascetta) den Teschek-Sound seit der Bandgründung geprägt?</strong></p>
<p>Erst durch die ganze Truppe wurde diese Band zu dem, was sie ist. Ohne Robins feines Gespür für den jeweils nötigen Punch, ohne Stefano&#8217;s musikalischer Ansprüche und der Perfektion, die er an den Tag legt und ohne Bernis Gefühl und Bühnenpräsenz, wären Teschek nicht wer sie sind. Ich bin so dankbar dafür, die drei meine Freunde nennen zu dürfen.</p>
<p><strong>Gibt es Bands, die innerhalb der Band jeder gerne hört und die eure Musik auf dem Album inspirierten?</strong></p>
<p>Lustigerweise treffen wir uns tatsächlich im Austropop am häufigsten. Oft auch in so klassischen Rock-Gschichtln, wie den Beatles und Pink Floyd oder ähnlichem. Aber der Austropop hat uns alle in einem ähnlichen Ausmaß gefunden. Für sich selbst genommen hat jeder seine eigenen Lieblinge und Stilrichtungen, die er hauptsächlich hört. Und die können oftmals auch sehr weit voneinander entfernt sein. Aber beim Austropop haben wir die meisten Überschneidungen. Ich denke Georg Danzer, STS, Ludwig Hirsch und Konsorten gehen bei einem jeden von uns immer ganz gut.</p>
<p>Aber auch sonst treffen wir uns immer wieder an ganz neuen musikalischen Orten, von denen wir es zuvor gar nicht gedacht hätten. Letztens haben wir nach der Probe unterschiedlichste volkstümliche Musikrichtungen gehört, von Irland bis Pakistan. Generell sind wir alle sehr offene Charaktere. Und ich denke ein gewisses Mindestmaß an Authentizität, Anspruch, und ein Hauch von Kritik und Rebellion dürfen wohl auch nie ganz fehlen.</p>
<p><strong>Transdanubia ist der Opener &#8211; Was inspiriert euch an Transdanubien?</strong></p>
<p>Als waschechter Transdanubier, der innerhalb von vierhundert Metern Luftlinie zur neuen Donau geboren wurde und sich selbst als halber Grieche im Herzen bezeichnet, sage ich immer gerne: solange ich es noch nicht geschafft habe, in Griechenland leben zu dürfen, möchte ich nirgendwo anders als in Transdanubien bleiben! Dort gibt es so viel Grün und Wasser in Kombination, wie nirgendwo sonst in Wien. Für mich scheint die Sonne nur in Transdanubia annähernd schön genug, dass ich es bis zu dem Moment aushalten kann, an dem ich dann eh schon wissen wo bleib&#8216; 😉</p>
</div>
<p><iframe loading="lazy" title="High Noon" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/hZOG7PkVQzI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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<p><strong>Wie entstand der Song High Noon?</strong></p>
<p>Da ich dieses Album von Anfang sehr stark als an mein Leben und Erleben gekoppelt gesehen habe, und ich mich als waschechter Wiener durchaus auch als &#8222;Praterkind&#8220; bezeichnen kann &#8211; was ich auch tatsächlich war &#8211; durfte hier der Prater natürlich auf keinen Fall fehlen. Es gibt eine Menge an Sequenzen in meiner Kindheit, und frühen Jugend, die ich hier textlich verarbeite. Und der Praterstern der neunziger Jahre hatte schon noch einen ganze eigenen Charme, wenn man das gelinde formulieren möchte.</p>
<p>Noch lange bevor man dann endlich vor der Geisterbahn stand, hatte der Praterstern selbst schon die noch wesentlich gruseligere Atmosphäre. In den Neunzigern gab&#8217;s noch kein generelles Alkoholverbot. Wortwörtlich ÜBERALL wurde gesoffen, geraucht und noch mehr. Da waren &#8222;Sandler&#8220;, &#8222;Drangler&#8220;, &#8222;Punks&#8220;, der klassische Wiener &#8222;Praterstrizzi&#8220; und andere &#8222;authentische&#8220; Gestalten unterwegs. Damals war der Praterstern das, was meine Oma als &#8222;heißes Pflaster&#8220; bezeichnet hätte. Das hat bei mir, als damals noch sehr jungem Menschen, sicher einen tiefen Eindruck hinterlassen. Und solche Eindrücke bieten einfach gutes, authentisches Material für klassische &#8222;Wiener Gschichtln&#8220;.</p>
<p><strong>Du kannst sehr gut Stimme „wechseln&#8220; zu einer Art Georg Danzer Stimme, die beim fm4 Protest Song-Contest gepriesen wurde &#8211; wann und wie hast du deine „Georg Danzer&#8220;-Stimme gefunden?</strong></p>
<p>Tatsächlich habe ich mich mit Georg Danzer erst innerhalb der letzten fünf Jahre so richtig intensiv auseinander gesetzt. Lustiger Weise während meines zweiten beruflichen Intermezzos im Taxi. Zu der Zeit sind dann so Lieder wie &#8222;Nummern&#8220;, &#8222;Großer Bruder&#8220;, das &#8222;Flüchtlingsheim&#8220; oder aber auch der &#8222;Andi&#8220; förmlich nur so aus mir heraus gesprudelt. Dass die Klangfarbe meines Gesangs teils der von Danzer zu ähneln scheint, höre ich oft, ist aber maximal ein Zufall. Ich selbst höre mich in meiner Subjektivität da schon ganz anders.</p>
<p>Aber was man, so denke ich, sagen kann ist, dass DIE ART, WIE Georg Danzer seine wienerischen Texte, seine Wienerlieder singt, einfach einer derartigen Natürlichkeit entspricht, dass man sie wie eine Art Prototyp der &#8222;Wiener Stimme&#8220; schlechthin sehen könnte. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass irgendeine Form von &#8222;Danzer Vibe&#8220; in der Gesangsperformance stecken muss, um überhaupt erst von einem echten wienerischen Austropop Lied sprechen zu können. Ohne diese leicht raunzige, leicht gleichgültig-trockene, dennoch äußerst charmante und dann auch wieder sehr konkrete und entschlossene Art kommt bei mir irgendwie keine echte &#8222;wienerische&#8220; Stimmung auf. Das ist doch eh irgendwie typisch wienerisch, oder? Von allem a bissl was, aber nix g&#8217;scheit &#8211; und das ganze in ausreichendem Maße geraunzt und einer plastischen Portion Grant, die unter die Haut fährt.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Teschek - Flüchtlingsheim - Live im Finale des FM4 Protestsongcontest 2023, Rabenhof, 12.2.2023" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/mu2q8mCyiK0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Was begeistert dich an Georg Danzer und seiner Musik?</strong></p>
<p>Da mischen sich so viel Gefühl und Melancholie, aber auch authentischer Zynismus und Resignation, mit trockenem, bodenständigem Wiener Schmäh, zu einer Melange, die einem die Tränen in die Augen drückt, den Blutdruck steigen lässt, die schwarze Galle hochkommen lässt, manchmal Spaß macht, manchmal aber bedrückende Gefühle hinterlässt usw., usf. Und wer sich im Detail mit dem Oeuvre von Danzer auseinandersetzt, dem kann es, meiner Meinung nach, nur Lust auf mehr machen.</p>
<p>Ich habe schon gesagt, dass ich erst vor nicht allzu langer Zeit begonnen habe, mich mit Danzer im Detail auseinanderzusetzen. Aber seitdem ich ihn für mich entdeckt habe, halte ich ihn für einen der größten Songwriter überhaupt. Sein stilistischer Crossover auf musikalischer Ebene. Seine lyrischen Leistungen &#8211; meiner Meinung nach absolutes Meisterwerk. Sein Humanismus, aber auch sein aufrichtiger und beinahe schon positiv zu wertender Zynismus sowie seine Gesellschaftskritik allgemein machen ihn für mich zu einer echten Legende.</p>
<p><strong>Warst du von klein auf immer schon am Schreiben von (Lied-)Texten interessiert, oder kam es erst etwas später mit der Lebenserfahrung?</strong></p>
<p>Das hat irgendwann in meiner späten Teenager Zeit begonnen. Wobei ich sagen muss, dass die Texte von damals in ihrer Qualität tatsächlich nicht den Ansprüchen meines heutigen Selbst genügen würden. Anders gesagt waren da viele Jugendsünden und Fehltritte dabei. Während der Mitte meiner Zwanziger war ich aus Sicht des Textens eher inaktiv, bis auf ein paar ganz frühe Songs wie &#8222;Transdanubia&#8220; oder &#8222;da Schurl&#8220;.</p>
<p>Gegen Ende meiner Zwanziger habe ich dann wieder vermehrt dazu gefunden und kann sagen, dass ich mich mittlerweile, bezüglich meiner Ansprüche an mich selbst, damit durchaus zu arrangieren gelernt habe. Es fällt mir jetzt leichter als zuvor, Texte zu schreiben, die ich wirklich irgendwie gut finde und auch entsprechend vertreten kann. Wenngleich ich da auch nicht leicht zufrieden zu stellen bin. Andererseits war ich auch schon immer ein Mensch der Tat und tendiere eher zu Prekrastination und Dynamik wenn&#8217;s was zu tun gibt.</p>
<p><strong>Was interessiert und inspiriert dich an Philosophie?</strong></p>
<p>Ich denke, ich weiß es nicht so recht. Um den Rahmen hier nicht zu sprengen versuche ich es Mal so: Vielleicht die propädeutische Grundhaltung an sich, jedes annähernd ernstzunehmend philosophischen Versuches, im Geiste weit und offen zu bleiben? Sicherheiten als Unwahrscheinlichkeiten zu erachten, Zweifel und Skepsis zu üben und einzig und allein dogmatisches denken auszugrenzen und mit Argwohn zu betrachten? Sich mit den epistemologischen Grundvoraussetzungen menschlicher Möglichkeiten und Unmöglichkeiten auseinanderzusetzen, und sich seiner eigenen Unfähigkeit und Unbedeutsamkeit gewahr zu werden? Aus alledem eine neue Gelassenheit, gleichsam eine Art Kraft, zu gewinnen und zu sehen, dass alle anderen und noch alles andere rundherum dazu, in all seiner Mannigfaltigkeit, noch viel mehr ist als man selbst, in seiner individuellen Einsamkeit, jemals sein könnte?</p>
<p>Vielleicht, dass ich in ihrem tiefsten Wesen eine ruhige, genügsame und irgendwie positiv-resignative Stärke sehe, die, als ob sie nichts zu verlieren hätte, dem Ego verschmitzt zuzwinkert und sich bei bestem Humor denkt, &#8222;Nein, DU bist nicht der Mittelpunkt unseres Universums&#8220;. Ich muss gestehen, ich habe mich immer eher auf Seiten klassischer Schulen wie der skeptischen Sokratik, der Kyniker und Stoiker sowie der Aufklärer, anstatt auf Seiten etwa eines Solipsismus oder ähnlichem gesehen. Ich hoffe, das beantwortet die Frage irgendwie?</p>
<p><strong>Zu welcher Tageszeit schreibst du deine besten Lieder?</strong></p>
<p>Die Frage nach &#8222;den besten Liedern&#8220; ist weniger Frage der Tageszeit, als dessen, ob mich gerade irgendwo her eine Muse geküsst hat oder nicht. Mal Sitz ich im Taxi, um 05:30 Uhr am Ende der Nachtschicht, total hinüber und plötzlich funkts. Nächstes Mal geh ich nach einer Führung durchs Flüchtlingsheim raus und der Text schreibt sich, innerhalb von Minuten, wie von alleine. Dann wieder denk ich an die Zeiten, als ich meiner geliebten Großmutter, bei der ich aufgewachsen bin, als Kind am Klavier vorgespielt hab&#8216;, und da schießt mir die Melodie vom &#8222;Leben&#8220; ein.</p>
<p>Manchmal legst du es vielleicht aber auch bewusst drauf an, ein Lied zu schreiben, und es klappt. Und manchmal klappt&#8217;s dann halt auch nicht. Aber am besten geht&#8217;s, meiner Erfahrung nach eben dann, wenn man irgendeine konkrete Inspiration, eine Leidenschaft, eine Sehnsucht, eine Krise oder ähnliches präsent hat. Ich bin fast geneigt zu sagen, dass es solch derart starke Emotionen sind, die sich irgendwie einen Weg raus suchen und in der Musik einfach ein passendes medium finden. So geht&#8217;s wahrscheinlich bei den meisten Kunstformen, schätze ich? So schreibe zumindest ich &#8222;meine besten Lieder&#8220;.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Junge Liebe" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/21jK_KoMj_w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wechselst du beim Songwriting zwischen Gitarre und Klavier, wenn du neue Zugänge brauchst?</strong></p>
<p>Ja, gelegentlich. Das funktioniert von Zeit zu Zeit wirklich gut. Wobei ich sagen muss, dass ich mich wirklich gerne inspirieren lasse. Oder anders formuliert, eben von der Inspiration finden lasse. So gelingt mir das einfach am besten. Ich warte sozusagen auf die Muse, und darauf, dass sie mich zu einem Tänzchen auffordert. Meistens sind es dann &#8222;gute&#8220;, eingängige Ideen, Melodien oder lyrische &#8222;Hooklines&#8220;, die irgendwie schon in Form eines halbfertigen Chorus antanzen.</p>
<p><strong>Wie klingen die neuen, noch nicht releasten Lieder, die ihr gerade schreibt und die ihr probt?</strong></p>
<p>Gewohnt vielseitig, würde ich sagen. Da fällt mir ad-hoc eine vergnügte Singer-Songwriter Nummer ein. Aber auch eine Art melodischer Pop-Rock song, der sich der Diskussion um den Klimaschutz annimmt. Oder eine etwas härtere &#8222;Alternative Variante&#8220;, die sich mit Kindeswohl und Vernachlässigung durch gleichgültige Vaterfiguren auseinandersetzt.</p>
<p><strong>Was habt ihr an der Mega-Teschek-Jam-Session, die ihr im Loop nach eurem Konzert veranstaltet habt, geschätzt?</strong></p>
<p>Der &#8222;Mega-Jam&#8220; ist ein Konzept, das wir dieses Jahr definitiv wiederholen werden. Wir haben viele Freunde eingeladen und den Fokus auf den Partyaspekt des gemeinsamen Musizierens gelegt. Das haben dann die abendlichen Gürtelpassanten offenbar auch recht bald erkannt und der Abend wurde schnell zu einem unvergesslichen Erlebnis! So etwas hatten wir in der Intensität noch nicht, wollen wir aber auf jeden Fall wiederholen. Es ist einfach das Schönste, wenn sich Menschen zusammentun und dabei ein derart schönes Gemeinsamkeitsgefühl erzeugen &#8211; ein einziger Traum!</p>
<p><strong>Was ist das Schönste am Musikmachen?</strong></p>
<p>Mit lieben Freunden, und damit meine ich die Band, aber vor allem auch unsere lieben Freund*innen, die uns als Zuhörer*innen bei den Konzerten begleiten, durch die Klänge der Musik Gefühle zu teilen und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. Wenn man dann auch noch seinen Unmut über Missstände in der Gesellschaft äußern darf, und sich dabei nicht alleine fühlen muss, dann ist das &#8222;Experiment&#8220; restlos geglückt! Frei nach dem Motto: &#8222;Je suis Teschek &#8211; und du bist es auch!&#8220;</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
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		<title>Operation Silberfisch im Interview: &#8222;Punk und Jazz haben mehr miteinander gemein, als man glauben möchte&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2024 18:21:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die brandneue vierköpfige Wiener Band Operation Silberfisch steht für gebrochene Herzen, Umverteilung und die Vergänglichkeit des Glücks. Florian Drexler (Gesang, Gitarre), Andi Lechner (Gitarre) Gabri Ciosa (Schlagzeug) erzählen im Mail-Interview&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/operation-silberfisch-im-interview/">Operation Silberfisch im Interview: &#8222;Punk und Jazz haben mehr miteinander gemein, als man glauben möchte&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_18185" aria-describedby="caption-attachment-18185" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18185" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/12/Bild-Operation-Silberfisch-300x200.jpg" alt="" width="800" height="533" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/12/Bild-Operation-Silberfisch-300x200.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/12/Bild-Operation-Silberfisch-1024x683.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/12/Bild-Operation-Silberfisch-768x512.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/12/Bild-Operation-Silberfisch-1536x1024.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/12/Bild-Operation-Silberfisch.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-18185" class="wp-caption-text">Operation Silberfisch (c) Christoph Griesser</figcaption></figure>
<p>Die brandneue vierköpfige Wiener Band Operation Silberfisch steht für gebrochene Herzen, Umverteilung und die Vergänglichkeit des Glücks. Florian Drexler (Gesang, Gitarre), Andi Lechner (Gitarre) Gabri Ciosa (Schlagzeug) erzählen im Mail-Interview mit Klangskizzerei über inspirierende No-Wave Bands, die Entstehung ihrer ersten beiden Singles <em>Nein</em> und <em>Wien,</em> was das Schönste am Live-Spielen ist und was die Zukunft für Operation Silberfisch bringt.</p>
<p><strong><u>Wie entstand Operation Silberfisch?</u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Das war ein langsamer Prozess. Ich komme zwar ursprünglich von der Musik, arbeite aber mittlerweile hauptsächlich fürs Theater. Doch Theatermachen braucht immer immense Ressourcen in allen Bereichen, daher hab ich vor einigen Jahren begonnen Lieder zu schreiben, da ich das als eine niederschwellige Möglichkeit gesehen habe, Geschichten zu erzählen. Außerdem verbindet das Lied vor allem auf Deutsch viele Dinge, mit denen ich arbeite und die ich liebe: Text, Musik, Inszenierung und Inhalte die mir wichtig sind.</p>
<p>Ich machte auch kleinere Auftritte als SingaSongwriter und lernte zu der Zeit Andi kennen und lieben. Er ist das Mastermind von „the ghost and the machine“ und ihm gefielen meine Songs, mir sein Zugang zur Kunst und zur Musik. Wir begannen, zusammen zu arbeiten. Machten Theater und gründeten die Band.  Wir versuchten, einen Sound für die Lieder zu finden, was uns auch dank Andis Expertise gelang. Er ist ein absoluter Sound-Nurd. Gabriel unser Schlagzeuger kam dann irgendwann später hinzu. Er ist unser Psychotherapeut und für alle zwischenmenschlichen Schwierigkeiten unser Fachmann.</p>
<p><strong>Andi:</strong> da kann ich nicht viel hinzufügen &#8211; außer das man „sound nerd“ mit ‚e‘ und nicht mit ‚u‘ schreibt. Ergänzend möchte ich sagen, dass ich es wirklich sehr liebe wie dedicated die Jungs sind: es ist selten, dass wirklich alle an einem Strang ziehen. Flo ist ein 100%-Typ, Gabi ebenso. Das schätze ich sehr und ich glaube es ist eine wichtige Grundlage, um miteinander arbeiten zu können.</p>
<p><strong>Gabriel:</strong> Mit Flo hatte ich schon mal eine Band, die mussten wir dann seinem Wechsel zur Gitarre opfern. Die beiden haben dann die Operation ins Leben gerufen. Ich bin wenig später eingestiegen worden, um den Laden zusammenzuhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Wie habt ihr eure Debüt-Konzerte in Wien und außerhalb Wiens erlebt?</u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Super. Die Ehrlichkeit der Texte in Kombination mit dem Sound ist gut angekommen. Das freut mich total. Die Leute konnten was mitnehmen. Und es ist immer schön Konzerte zu spielen. Für mich ist es auch neu, Frontmann in einer Band zu sein.</p>
<p><strong>Gabriel:</strong> wir hatten produktive Monate hinter uns und ich war glücklich, als es endlich soweit war, das Ding auf die Bühne zu bringen.</p>
<p><strong>Andi:</strong> Musik ist ja mein Beruf und ich schätze die Vielseitigkeit daran. Manchmal treibt die Vielseitigkeit mich aber auch fast zum Wahnsinn: an einem Tag feiert dich das Publikum, am anderen musst du mit dem Lokalbesitzer diskutieren damit bitte das Billard-Spielen während des Gigs eingestellt wird &#8211; fad wird’s jedenfalls nicht. Unsere Konzerte wurden bis jetzt sehr gut angenommen, das freut uns sehr, denn man kann es auch nach Jahren nie wirklich einschätzen, wie was ankommen wird.</p>
<p><strong><u>Was beeinflusst und inspiriert euch an den No-Wave-Genre Bands aus den späten 70ern und frühen 1980er Jahren?</u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Mir gefällt der Sound. Wenn es zu rockig und verzerrt wird, mag ich das nicht so. (lacht in schriftlicher Form) Aber ich reiche gerne an dich weiter Andi.</p>
<p><strong>Andi:</strong> da könnt ich jetzt ein ganzes Essay drüber schreiben. Let’s put it this way: es ist sehr spannend, was für eine musikalische Melange sich um hot spots wie das ‚CBGB’s‘ oder ‚Max‘ Kansas City’ ergeben hat. Die Mischung aus Punk und Jazz hat mich immer sehr angezogen, weil diese beiden Richtungen mehr miteinander gemeinsam haben, als man glauben möchte. Bands wie die ‚Lounge Lizards‘ oder ‚Richard Hell And The Voidoids’ &#8211; deren Gitarrist Robert Quine auch für Lou Reed gespielt hat &#8211; hab ich schon als Teenager gehört: Für mich eine der interessantesten musikalischen Epochen des 20. Jhdt.</p>
<p><strong><u>Wie entsteht ein Song plus Band-Arrangement bei Operation Silberfisch?</u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Ich schreib meistens die Songs. Zumindest kommt die Grundstruktur von mir. Also die Akkorde und der Text. Manchmal sind es auch nur Skizzen. Die nehme ich dann zur Probe mit und dann wird gemeinsam daran weiter gearbeitet.</p>
<p><strong>Andi:</strong> Dazu möchte ich noch ergänzen, dass es &#8211; leider &#8211; kein Rezept dafür gibt. Nach Jahren des Musikmachens habe ich das Gefühl, bei jedem neuen Song wieder von vorne anzufangen. Es ist ein „Trial-and-Error“ Prozess, aber im Laufe der Jahre erweitern sich die persönlichen Möglichkeiten und tools zur Umsetzung musikalischer Ideen.</p>
<p><strong>Gabriel:</strong> Flo ruft mich an und erzählt begeistert von einer neuen Idee, er spielt einen Rohentwurf und es geht entweder um Liebeskummer, Umverteilung oder psychische Probleme. Das gefällt mir. Das Arrangement entsteht dann gemeinsam im Proberaum. Genau wie Andi sagt, haben wir den Trial-and-Error Prozess manchmal auch mehrmals mit einem Song.</p>
<p><strong><u>Wie haben sich die Demo-Versionen und Arrangements eurer Debüt-Single <em>Nein</em> im Lauf der Zeit entwickelt? War der Song schon immer tanzbar? Er ergäbe wohl auch einen guten Punk-Song.</u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Ich glaub, inhaltlich könnten einige unserer Songs Punk-Songs sein. Obwohl, ich finde das Konzept von Punk im Jahr 2024 schwierig.</p>
<p><strong>Andi:</strong> Tanzbarkeit ist was Schönes, es ist ein ur-menschliches Bedürfnis zu tanzen und sich rhythmisch zu bewegen: Rhythmus kam in der Musik vor der Harmonie. Ich hoffe Menschen möchten zu unserer Musik tanzen! Was den Punk betrifft sehe ich ihn gern als ein Gefühl als ein dezidiertes Genre. Ich wurde durch Punk musikalisch sozialisiert und habe immer eine Affinität dafür gehegt. Aber wie Flo schon angedeutet hat: die Kultur neigt sehr zur Götzen-Anbetung und ich find es immer extrem cringe, wenn man Musik-Dokus von ehemaligen „Punk-Ikon*innen“ sieht, die in Designerklamotten noch immer so tun, als ob Sid Vicious der einzig krasse Typ der letzten 50 Jahre wäre. Alles fair enough, aber nicht mein Ding. Punk bedeutet für mich ein subversives Element in der Musik zu spüren, aber es kann auch in einem Bild etc. zu finden sein, zB bei Mirò.</p>
<p><strong>Gabriel:</strong> Im Punk bin ich musikalisch leider nicht zuhause, wir sind zumindest textliche Punks</p>
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<p><strong><u>Woraus zieht ihr Inspiration für eure Texte?</u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Aus dem Leben. Aus persönlichen Erlebnissen, aus Dingen die uns beschäftigen, aus allem was uns umgibt. Die Texte sind verdichtete Gedanken, die wir uns sowieso auch so machen.</p>
<p><strong>Andi:</strong> Junkfood and television!!</p>
<p><strong>Gabriel:</strong> Im 15. Bezirk lässt sich das Leben auf das Spannungsfeld aus Straße und Couch herunterbrechen. Die Abenteuer aus dem Kopf müssen nur noch in ein kleines Textheft.</p>
<p><strong><u>Was schätzt ihr am Schreiben in der deutschen Sprache bzw. Muttersprache?</u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Ich kann ehrlich gesagt nicht so gut Englisch, zumindest kann ich mich darin nicht so ausdrücken, wie ich es gerne würde. Und ich liebe die deutsche Sprache. Das ist mein Arbeitsmaterial, auch am Theater. Das ist die Sprache, in der ich denke und in der ich mir die Welt erkläre. Diese Sprache bin ich. Und in dieser Sprache kann ich auch auf ehrliche Weise was erzählen, was sagen und singen.</p>
<p><strong><u>Wie und wann entstand der Song <em>Wien</em>?</u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Während der Pandemie haben die Regisseurin Sophie Bösker und ich den Episodenfilm „Wien 0815“ gemacht. Ich  schrieb einen Teil der Musik dafür und eines der Lieder war Wien. Andi hat mit mir den Song dann aufgenommen. Und wie wir später dann schon die Band gegründet hatten, bekam der seine jetzige Form.</p>
<p><strong>Andi:</strong> Ausgearbeitet haben wir den Song dann im Studio. Ich wollte mit dem Chorus-Riff einen Gegenpart zu Flo’s eigentlich sehr melancholischem Text schaffen: ich finde, ein guter Song lebt immer von einer gewissen Dialektik.</p>
<p><strong><u>War er jemals im Wiener Dialekt geschrieben, oder war er immer schon auf (hoch-)deutsch getextet?</u></strong></p>
<p>Immer schon auf quasi Hochdeutsch. Es ist ja schon ein Wienereinschlag hörbar finde ich. Und es ist auch eine bewusste Entscheidung nicht im „Dialekt“ zu singen. Einerseits finde ich dass vieles der Dialektmusik sich auf etwas drauf setzt was es so nicht mehr gibt. Und das mag ich nicht. Aber irgendwie ist das Gesungene auch immer artifiziell. Und da finde ich dann das Gegengewicht von klarer und direkter Sprache gut. Sonst wird das so sehr Kunst.</p>
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<p><strong><u>Inwieweit sind die Smiths und Isolation Berlin (Berliner Schule/Protopop Album) ev. Einfluss auf das Gitarrenspiel sowie den Gesamtsound des Songs <em>Wien</em>?</u></strong></p>
<p><strong>Andi:</strong> Also die Smiths auf jeden Fall schon sehr, ich muss gestehen ‚Isolation Berlin‘ kenn ich nur vom Hörensagen, die Musik gar nicht. Ich krieg musikalisch immer „micro obsessions“ und zieh mir dann einen Artist oder ein Genre eine zeitlang voll rein. Das kann von den Smiths (v.a. Gitarrist Johnny Marr) über John Coltrane über Nina Simone bis zu japanischer Koto-Musik und kubanischem Son so ziemlich alles sein. Ich habe ehrlich gesagt die Übersicht über meine Einflüsse verloren, aber bestimmte hört man mal mehr mal weniger durch, I guess.</p>
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<p><strong><u>Welcher eurer noch unreleasten Songs, die ihr live gespielt habt, hat am meisten Anklang beim Publikum gefunden?</u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Angsterkrankung. Ein sehr persönlicher Song, der eine weit verbreitete Erkrankung thematisiert. Ich zitiere: „ich hab eine Angsterkrankung und das ist nicht schön. Hallo, hallo Angsterkrankung &#8211; kannst du bitte jetzt gehen.</p>
<p>Andi: auf diesem Gebiet sind wir quasi ‚alte Hasen‘.</p>
<p><strong><u>Was ist das Schönste am Live-Spielen?</u></strong></p>
<p><strong>Gabriel:</strong> das Auf und Ab der Gefühle, die Unvorhersehbarkeit und das im Moment sein</p>
<p><strong>Florian:</strong> Die Reaktion der Leute. Die Begegnung mit dem Publikum. Und das Geschichten erzählen.</p>
<p><strong>Andi:</strong> ich unterstreiche da Flo’s Aussage zu 100 %. Und ergänze um das Honorarnoten schicken danach.</p>
<p><strong><u>Was bringt die Zukunft für Operation Silberfisch? </u></strong></p>
<p><strong>Florian:</strong> Das kann man natürlich nie genau sagen. Aber 2025 werden wir einige kleine Konzerte spieln und Ende des Jahres ins Studio gehen. Wenn alles gut geht, kommt 2026 unser erstes Album mit anschließender Tour.</p>
<p><strong>Andi:</strong> die Zukunft von ‚Operation Silberfisch‘ bringt hoffentlich Sonnenbrillen mit hohem UV-Filter, da sie sehr strahlend sein wird!</p>
<p><strong>Gabriel:</strong> unbedingt eine Tournee, wir wollen den reichhaltigen Schatz deutschsprachiger Texte in die EU hineintragen.</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
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		<title>Dreamer Dreamer im Interview über sein Debüt-Album: &#8222;Das Album ist als Konzeptalbum gedacht&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2024 19:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[90s alt-rock]]></category>
		<category><![CDATA[dreamer dreamer]]></category>
		<category><![CDATA[grunge]]></category>
		<category><![CDATA[new face]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dreamer Dreamer ist Singer Songwriter, Multiinstrumentalist und Produzent, Hannes Pröstler aus Wien, der auf seinem Debüt-Album &#8222;New Face&#8220; den Alternative Rock der 90er Jahre zu neuem Leben erweckt. Im Mail-Interview mit&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/dreamer-dreamer-interview/">Dreamer Dreamer im Interview über sein Debüt-Album: &#8222;Das Album ist als Konzeptalbum gedacht&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_18089" aria-describedby="caption-attachment-18089" style="width: 806px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18089" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/11/dreamer-dreamer-new-300x199.jpeg" alt="" width="806" height="535" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/11/dreamer-dreamer-new-300x199.jpeg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/11/dreamer-dreamer-new-1024x680.jpeg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/11/dreamer-dreamer-new-768x510.jpeg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/11/dreamer-dreamer-new-1536x1021.jpeg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/11/dreamer-dreamer-new-2048x1361.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 806px) 100vw, 806px" /><figcaption id="caption-attachment-18089" class="wp-caption-text">(c) Melisa Huskanovic (Melochrome Graphics)</figcaption></figure>
<p style="font-weight: 400;">Dreamer Dreamer ist<strong> </strong>Singer Songwriter, Multiinstrumentalist und Produzent, Hannes Pröstler aus Wien, der auf seinem Debüt-Album &#8222;New Face&#8220; den Alternative Rock der 90er Jahre zu neuem Leben erweckt.</p>
<p>Im Mail-Interview mit klangskizzerei erzählt Dreamer Dreamer über die Entstehung seines Debüt-Albums, was ihn am Songschreiben begeistert, was er an der Musik der Smashing Pumpkins schätzt &#8211; und auch was die Zukunft für das Projekt Dreamer Dreamer bringt.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: Wie kamst du zur Musik?</strong></p>
<p><strong>Dreamer Dreamer:</strong> Ich glaube, die Musik kam zu mir. Meine Eltern haben mir das Gitarre spielen beigebracht, mit mir gesungen und ständig neue Lieder gezeigt. Seit ich mich erinnern kann, war die Musik immer ein großer Bestandteil meines Lebens, sie war immer für mich da.</p>
<p><strong>Wie verlief deine künstlerische Findungsphase?</strong><br />
Es war ein langer Prozess, meine Identität zu finden. Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, wie ich auf authentischste Art Musik mache, zu der ich bis an mein Lebensende stehen kann. Ich wollte meine eigene Stimme finden und gleichzeitig die größten Inspirationen meiner Jugend einfließen lassen, weshalb man ganz viele verschiedene Bands in meinem Sound erkennen kann.</p>
<p><strong>Welche Rolle haben die jeweiligen Künstler in deiner Spotify-Playlist „Inspiration“ dabei gespielt?</strong><br />
Jedes Lied auf dieser Playlist hat einen Teil dazu beigetragen, dass meine Musik so klingt wie sie klingt. Ich könnte wahrscheinlich noch 30 andere Songs hinzufügen, weil ich mir aus allen möglichen Genres Inspiration hole, aber die Grundessenz von Dreamer Dreamer steckt in den Artists die auf dieser Playlist sind.</p>
<p><strong>Was fasziniert dich an der Musik der Smashing Pumpkins, die u.a. im Intro von Reveal durchklingen?</strong><br />
Ich habe tatsächlich erst vor ein paar Jahren angefangen, Smashing Pumpkins wirklich zu hören. Aus den 90er Jahren habe ich natürlich schon viel gekannt (Nirvana, Alice in Chains, Soundgarden, etc.) aber die Pumpkins haben mich emotional einfach viel mehr berührt. Die Gitarrenwände, die weinerliche Stimme, die tiefgründigen Texte, Konzeptalben und so vieles mehr – es hat sich alles einfach total heimelig angefühlt.</p>
<p><strong>Wie wichtig sind Kontraste und Dynamiken für deine Musik?</strong><br />
Unglaublich wichtig! Meine Musik soll so kontrastreich sein wie ich: an manchen Tagen bin ich der fröhlichste, quirligste Mensch überhaupt und manchmal habe ich Momente, in denen ich sehr ernst, nachdenklich und sogar verzweifelt bin. Über all diese Gefühlszustände schreibe ich Lieder und versuche immer authentisch und ehrlich zu sein.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="DREAMER DREAMER - Aether | Official Video" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/IUAHoDvEzYU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Du bist Multi-Instrumentalist und hast dein Debüt-Album auch sehr gelungen selbst produziert – was hat </strong><strong>dich motiviert, dein Album auf diese Art zu realisieren, statt einer Band beizutreten und/oder die </strong><strong>Produzenten-Rolle abzugeben?</strong><br />
Meine Band namens INTRA habe ich mit schon seit mehreren Jahren. Dort kann ich mich voll schön austoben, aber ich wollte schon immer ein eigenes Album machen. Lockdown bedingt musste ich dann lernen, alleine Musik zu machen und zu produzieren. Beim Album hatte ich allerdings Unterstützung vom allerliebsten Jan Lesjak, der bei Dreamer Dreamer nicht nur fürs Recording verantwortlich ist, sondern auch beim Producing geholfen hat.</p>
<p><strong>Das Schlagzeug ist das einzige Instrument, das du nicht selbst eingespielt hast &#8211; wie hast du deine Vorstellung </strong><strong>von den zur Musik passenden Schlagzeug-Tracks und auch das Schlagzeug-Intro zu Echo umgesetzt?</strong><br />
Das Schlagzeug hat eine ganz liebe Freundin – Petra Fraißl – eingespielt. Beim Songwriting und Producing habe ich alles inkusive Drum-Parts auskomponiert und in Ableton programmiert. Anschließend sind Pezi und ich die Lieder gemeinsam durchgegangen und haben noch ihre eigenen Ideen eingebaut.</p>
<p><strong>Inwieweit war die Band Placebo ev. Inspiration für die Strophen und vocals im selbigen Song Placebo auf </strong><strong>deinem Album?</strong><br />
Ich bin eigentlich kein wirklicher Placebo-Fan aber der Song „Every me and every you“ hat mich aus irgendeinem Grund in einem ganz spontanen Moment so inspiriert, dass ich einen Song in diese Richtung schreiben wollte. Tatsächlich handelt auch der Text vom Placebo Effekt, wenn man glaubt, bestimmte Gefühle verarbeitet zu haben, obwohl man sie lediglich vergraben hat.</p>
<p><strong>Wovon handeln die Texte auf deinem Debüt-Album „New Face“?</strong><br />
Das Album erzählt meine Reise nach dem Ende einer langen, toxischen Beziehung. Es ist tatsächlich als Konzeptalbum gedacht: Songs wie „Lullaby“ und „Reveal“ erzählen von der Ausgangssituation, dass die Beziehung eh zum Scheitern verurteilt war. „Echo“ handelt von Selbstzweifeln, „Aether“ wiederum ist der erste Versuch des Loslassens. „Traces“ und „Placebo“ gehören zusammen und erzählen von meinen dunkelsten Momenten. Mit „Mars“ lasse ich meine Wut raus, welche durch „New Face“ und „Diving“ letzten Endes in Akzeptanz und Selbstliebe aufgelöst wird.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="DREAMER DREAMER - Diving | Official Video" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/V0zZ9L3Cys8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Was begeistert dich am Songschreiben?</strong><br />
Obwohl ich ein sehr direkter Mensch bin und über alles offen rede, kann ich gewisse Dinge bzw. Emotionen mit meinen Songs einfach besser zum Ausdruck bringen. Es war für mich immer wichtig, durch die Musik eine Verbindung zu Leuten herzustellen, die ähnliches erlebt oder gefühlt haben. Genauso wie die Lieder mich durch gute und schlechte Zeiten gebracht haben, möchte ich dasselbe für andere Menschen tun.</p>
<p><strong>Was inspiriert dich an der Gitarre als Instrument?</strong><br />
Je älter ich werde, desto mehr begeistere ich mich für einen simplen, aber dafür emotionalen Umgang mit dem Instrument. Meine Shred-Zeiten sind allmählich vorbei, weshalb ich am meisten von Menschen inspiriert werde, die eine Gitarre zum Singen bringen können und gute Songs schreiben, in denen sie auf authentische Weise ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Ich brauche von der Musik keine Virtuosität, ich möchte einfach was in mir spüren.</p>
<p><strong>Du hast ein Instagram-Video mit dir und deinem Hund gemacht, dem du das Gitarren-Solo von Diving</strong><br />
<strong>vorspielst – welches Feedback gibt dir dein Hund im kreativen Alltag des Musizierens?</strong><br />
Choppa, die Hündin in dem Video, gehört leider nicht mir, sondern der Familie meiner Freundin – wir passen nur ab und zu auf sie auf. Sie ist schon eine alte Dame und somit eine sehr harte Kritikerin. Man kann ihr echt nichts vormachen, aber ich glaube meine Musik genießt sie tatsächlich. Oder vielleicht dachte sie einfach, sie würde was zu essen bekommen, wenn sie mir zuhört.</p>
<p><strong>Was bringt die Zukunft für das Projekt Dreamer Dreamer?</strong><br />
Es werden noch so viele tolle Sachen passieren, deswegen hier eine schnelle Auflistung:<br />
&#8211; Solokonzert als Support vom Marble (Seattle-Shoegaze) am 05.12. im Kramladen Wien<br />
&#8211; Debütalbum auf Coloured Vinyl und ganz schöne T-Shirts als Merch<br />
&#8211; EP-Release im Frühjahr 2025<br />
&#8211; Full-Band Konzert am 03.05.2025 im Kramladen Wien<br />
&#8211; Album 2 ist auch schon in Arbeit und wird wahrscheinlich 2026 erscheinen<br />
All das ist gerade mal der Beginn, also freue mich über alle Menschen, die mich auf dieser Reise begleiten!</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
<p><em>Das Debüt-Album New Face von Dreamer Dreamer erscheint am Freitag, den 15. November auf Neverend Records.</em></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>folgt <a href="https://www.instagram.com/dreamerdreamer.official/">dreamer dreamer auf instagram</a></p>
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</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="http://klangskizzerei.at" target="_self" >klangskizzerei.at</a></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/klangskizzerei/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/dreamer-dreamer-interview/">Dreamer Dreamer im Interview über sein Debüt-Album: &#8222;Das Album ist als Konzeptalbum gedacht&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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		<title>Reino Glutberg im Interview: &#8222;Die Möglichkeiten wirken oft grenzenlos&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2024 11:50:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[hasn music]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[lukas friesenbichler]]></category>
		<category><![CDATA[martin rupp]]></category>
		<category><![CDATA[reino glutberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reino Glutberg präsentierte mit seiner Band am 11. Oktober sein stilistisch vielseitiges Album Muas da Wuascht Sein im Gürtellokal Kramladen. Im Klangskizzerei Mail-Interview spricht er über seine Leidenschaft für den&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/reino-glutberg-im-interview-die-moeglichkeiten-wirken-oft-grenzenlos/">Reino Glutberg im Interview: &#8222;Die Möglichkeiten wirken oft grenzenlos&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_18015" aria-describedby="caption-attachment-18015" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18015" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-300x200.jpeg" alt="" width="700" height="466" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-300x200.jpeg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-1024x683.jpeg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-768x512.jpeg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-18015" class="wp-caption-text">(c) Reino Glutberg</figcaption></figure>
<p>Reino Glutberg <a href="https://www.klangskizzerei.at/reino-glutberg-johnny-cola-konzertreview-kramladen/">präsentierte mit seiner Band am 11. Oktober</a> sein stilistisch vielseitiges Album Muas da Wuascht Sein im Gürtellokal Kramladen.</p>
<p>Im Klangskizzerei Mail-Interview spricht er über seine Leidenschaft für den Blues, die Entstehung seines aktuellen Albums &#8222;Muas da Wuascht Sein&#8220;, seine Faszination und Begeisterung für die Gitarre und in welche Richtung seine neuen Songs gehen könnten.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: Was führte dich in deinem Leben zur Musik?</strong></p>
<p><strong>Reino Glutberg:</strong> Mit 15 Jahren habe ich durch eine Klassenkollegin erfahren, dass man keine Noten braucht, um Gitarre zu spielen. Dann habe ich mir die Tabs von <em>Smoke on the Water</em> vom Internet gecheckt und es mir selbst beigebracht.</p>
<p><strong>Was sind die besten Erinnerungen an deine Psychedelic-Blues-Rock-Doors-Zeppelin Jugendband?</strong></p>
<p>Es war einfach eine spannende Zeit, weil ich mit zwei Freunden das Musizieren erlernen durfte. Mit unseren Vorbildern sind wir in der damaligen burgenländischen Szene, die zu dieser Zeit aus Pop-Punk und Post-Core bestand, stark aufgefallen. Was uns unter anderem interessant machte, war unser Mut zur Improvisation. Das sorgte für so manchen Chaos Gig, aber auch für großartige Live-Momente.</p>
<p><strong>Auf deinem mittlerweile zweiten Solo-Album – der stilistisch sehr vielseitigen Platte &#8222;Muas da Wuascht sein&#8220; – findet sich u.a. eine Rückkehr zum Blues – was fasziniert und inspiriert dich am Blues?</strong></p>
<p>Da meine Lieblingsmusik in meiner Jugend der Blues-inspirierte Rock der späten 60s und frühen 70s war, gelang diese Musik irgendwie in meine DNA. Was mich am meisten fasziniert, ist die Kraft, aber auch die Zerbrechlichkeit dieser Musik. Es ist ein Genre, das ohne Auto-tune und Quantisierung auskommt, bzw. würde es mit diesen Hilfsmitteln in sich zusammenfallen. Deswegen mag ich es. Je ehrlicher, desto besser.</p>
<p><strong>Welche sind deine favourite Blues Musiker und warum?</strong></p>
<p>Spontan fallen mir Son House, Nick Cave und JJ.Cale ein.</p>
<p>Son House ist nicht der beste Gitarrist und auch nicht der beste Sänger der Welt, aber die Art, wie er den Blues spielt, inspiriert mich. Egal ob mit Resonator-Gitarre oder mit klatschenden Händen, in seinen Performances liegt etwas Magisches.</p>
<p>Auch wenn Nick Cave für etwas Anderes bekannt ist, hat er für mich eines der interessantesten Blues Album ever recorded. Auf „The First Born Is Dead“ benutzt er kein einziges Mal den 12 Bar-blues oder bluesige Rhythmen und trotzdem fühlt man durch und durch den Blues auf eine gruselige Art.</p>
<p>JJ Cale ist mein Lieblings Leadgitarrist. Seine Art zu spielen ist so ikonisch und von seiner Laid Back Einstellung habe ich mir mittlerweile eine Scheibe abgeschnitten.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Hotel Mama" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/wOOfgTTQdss?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie entstand die Glam-Idee für den Opener Hotel Mama?</strong></p>
<p>Ich bin ein riesen Glam-Rock Fan der 70s. Immer wieder komme ich zu T-Rex, Roxy Music oder David Bowie zurück. Auf Youtube habe ich ein Interview von Mick Ronson gefunden, wo er mit einem Wahwah Pedal den Sound vom Ziggy Stardust Album demonstriert. Das wollte ich dann einfach ausprobieren.</p>
<p><strong>Wie haben Gastmusiker Martin Rupp und Lukas Friesenbichler, der auch Produzent des Albums ist, deine Ideen ergänzt?</strong></p>
<p>Martin begleitet mich schon seit Langem auf der Bühne und ich wollte ihn unbedingt mal bei ein paar Songs mitwirken lassen. Es war mir relativ bald klar, welche Songs zu ihm passen könnten. Er hat mit seinem Gitarrenspiel die zwei Nummern maßgeblich gefärbt.</p>
<p>Lukas hat nicht nur auf Tontechnischer Ebene viel Input gegeben, sondern auch beim Recorden selbst. Oft habe ich die Songs 4-5 Mal eingespielt und er hat dafür gesorgt, dass ich mich auf die richtigen Dinge konzentriere. Oder er hat mich mit seinem Feedback in eine Richtung gelenkt, wie z.B.: „Dritter Take woa super, owa jetzt spiels mal todtraurig.“</p>
<p><strong>In <em>Summerregn</em> und <em>YOLBE</em> erklingt ein moderner, neuartiger auch ein bisschen Richtung Americana gehender Sound, finde ich. Elektrisches und Organisch-Akustisches trifft aufeinander, verbunden mit nostalgischen Texten. Inwieweit habt ihr hier bewusst den Kontrast „modern &#8211; nostalgisch“ gesucht?</strong></p>
<p>Geplant war es nicht. Im Grunde wollte ich den Song ein wenig an Velvet Underground anlehnen. Ich wusste relativ schnell, dass die Art wie Martin Gitarre spielt sehr gut zu dem Song und dem Text passen könnte. Schließlich hat er sein Signature Chorus Pedal eingeschaltet und der „moderne“ Sound war da.</p>
<p><strong>Wie sehr habt ihr bei der Erweiterung deines Sounds mit Schlagzeug experimentiert und warum habt ihr es letztlich weg gelassen?</strong></p>
<p>Fast jeden Song habe ich mit Gitarre und Stompbox live eingespielt und gesungen und das Ganze ohne Metronom. Das heißt das Overdubben von Drums wäre nicht so leicht gewesen. Außerdem hatte ich keine wirkliche Lust auf Drums und wollte dieses Album mit meinem Stomp-Rhythmus umsetzen. Wenn ich das Album heute recorden müsste, würde ich alle Songs mit Drums umsetzen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="BBBBarbara" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/fhPeVCTo-Hw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Wie würdest du textlich und thematisch diese Album mit deinem bisherigen Schaffen vergleichen?</strong></p>
<p><b></b>Ein Thema, das immer mitschwingt, ist das des „Weitermachen“ bzw. des „Weiterziehens“. Was auf dem neuen Album passiert, was ich als spannend empfand, ist, dass einerseits das „Hinter sich lassen“, aber auch die Nostalgie aufeinander treffen. Es werden auch düstere pessimistische Perspektiven besungen, aber auch schöne Erinnerungen verarbeitet. Dieses Gegensätzliche hat mir sehr gut gefallen. Abgesehen davon könnte man es als Übergangsalbum sehen, um von der Nostalgie zu etwas eher Düsterem zu gelangen.</p>
<p><strong>„Klampfensüchtler“ nanntest du dich einem facebook post &#8211; was ist es, das dich am Instrument Gitarre so sehr inspiriert?</strong></p>
<p>Diese sechs Saiten übertragen durch deine beiden Hände eine Energie und Emotion, die ich so bei keinem anderen Instrument finde. Für mich ist die Gitarre wie ein leeres Blatt mit Stift. Auf der einen Seite ist es ein Songwriting Tool und auf der anderen ein Ausdrucksmittel, mit dem man einen unglaublichen Lärm erzeugen kann. Ich fühle mich mitt<span style="font-size: 1.4rem;">lerweile einfach zuhause auf diesem Instrument.</span></p>
<figure id="attachment_18015" aria-describedby="caption-attachment-18015" style="width: 617px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18015" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-300x200.jpeg" alt="" width="617" height="412" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-300x200.jpeg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-1024x683.jpeg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-768x512.jpeg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/10/reino-glutberg2-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 617px) 100vw, 617px" /><figcaption id="caption-attachment-18015" class="wp-caption-text">Reino Glutberg über das Musikmachen: &#8222;Die Möglichkeiten wirken oft grenzenlos&#8220;</figcaption></figure>
<p><strong>Neuerdings spieltest du in einer facebook story auch Keyboard. Welche Rolle spielt das Keyboard in deinem Schaffensprozess?</strong></p>
<p>Das Keyboard ist da, um mich daran zu erinnern, wie leiwand die Gitarre ist. Ich nutze gerne Orgelsounds oder Keys, um Leadspuren einzuspielen, aber meine Skills reichen leider nicht, um einen ganzen Song mit Akkorden zu begleiten. Auch das Schreiben funktioniert noch nicht wirklich, aber beim Produzieren streu ich es immer wieder gerne rein.</p>
<p><strong>Was schätzt du an Mac Demarco, Kurt Vile, die du als Einfluss auf deine Single <em>Im Urlaub hob i Zeit</em> anführst?</strong></p>
<p>Für mich sind die Beiden Künstler, die Musik für Klampfenliebhaber machen. Beide Musiker schaffen es, mit Gitarrensounds in Nostalgie zu schwelgen. Außerdem haben sie einen tollen Humor, den ich mag.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="PONR" width="700" height="525" src="https://www.youtube.com/embed/EcyQxGJIZF0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>In welche Richtung entwickelt sich deine neuen, noch unveröffentlichten Songs?</strong></p>
<p>Es schwirren momentan viele Visionen durch meinen Kopf. Ob es nach Italo Horror Soundtrack, Exploitation Kino oder doch nach intimen Akustikfolk klingen wird, kann ich noch nicht sagen. Aber was bleibt, sind die Geschichten und der morbide Humor in den Texten.</p>
<p><strong>Was ist das Schönste am Musikmachen?</strong></p>
<p>Das Schönste ist, dass es nie langweilig wird. Man lernt immer Neues dazu. Die Möglichkeiten, sich mit einem Instrument, einen Song oder einem Konzept zu spielen, wirken oft grenzenlos. Außerdem ist es eine Sprache, die einen anregt mit anderen zu kommunizieren.</p>
<p><strong>Danke für das Interview!</strong></p>
<p>Wenn euch die Musik gefällt, kauft das aktuelle Album z.B. auf <a href="https://hasnmusic.bandcamp.com/album/muas-da-wuascht-sein-album">bandcamp</a> oder auf Konzerten und folgt Reino Glutberg <a href="https://www.instagram.com/reino_glutberg/">auf instagram.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>The L.L.A.&#8217;s Tim Tercero talks &#8222;Crocodile Gin&#8220; Single + Comic: &#8222;The lyrics came to me while jamming over the bass line&#8220;</title>
		<link>https://www.klangskizzerei.at/ausgestellt-l-l-a-crocodile-gin-single-comic/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2024 10:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Galerie]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[comic book]]></category>
		<category><![CDATA[crocodile gin]]></category>
		<category><![CDATA[independent]]></category>
		<category><![CDATA[L.L.A.]]></category>
		<category><![CDATA[rob ayers]]></category>
		<category><![CDATA[tim tercero]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The new single-release Crocodile Gin by Vienna-based Band &#8222;The L.L.A.&#8220; was released on May 24 along with a 24 page comic book by Comic Book Artist &#38; Illustrator Rob Ayers&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/ausgestellt-l-l-a-crocodile-gin-single-comic/">The L.L.A.&#8217;s Tim Tercero talks &#8222;Crocodile Gin&#8220; Single + Comic: &#8222;The lyrics came to me while jamming over the bass line&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_17079" aria-describedby="caption-attachment-17079" style="width: 711px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17079" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/04/The_LLA_Portraits_©Marlene_Rahmann_High_Res_7-Resize-300x300.jpg" alt="" width="711" height="711" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/04/The_LLA_Portraits_©Marlene_Rahmann_High_Res_7-Resize-300x300.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/04/The_LLA_Portraits_©Marlene_Rahmann_High_Res_7-Resize-1024x1024.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/04/The_LLA_Portraits_©Marlene_Rahmann_High_Res_7-Resize-150x150.jpg 150w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/04/The_LLA_Portraits_©Marlene_Rahmann_High_Res_7-Resize-768x768.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/04/The_LLA_Portraits_©Marlene_Rahmann_High_Res_7-Resize-1536x1536.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/04/The_LLA_Portraits_©Marlene_Rahmann_High_Res_7-Resize-2048x2048.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px" /><figcaption id="caption-attachment-17079" class="wp-caption-text">The L.L.A.&#8217;s Mastermind Tim Tercero (c) Marlene Rahmann</figcaption></figure>
<p>The new single-release <em>Crocodile</em> <em>Gin</em> by Vienna-based Band &#8222;The L.L.A.&#8220; was released on May 24 along with a 24 page comic book by Comic Book Artist &amp; Illustrator Rob Ayers (S.R. Ayers).</p>
<p>In an in-depth mail-interview with Klangskizzerei Tim Tercero, The L.L.A. mastermind, talks about the inspiration behind the song, recalls the songwriting, arranging and recording process and explains why illustrator Rob Ayers was the perfect fit for the project. Tercero also gives fans a hint on what musical direction to expect on the next L.L.A. releases.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: How would you describe the story of your single „Crocodile Gin” in a nutshell?</strong></p>
<p><strong>Tim Tercero:</strong> “Crocodile Gin” is about someone losing themselves in a relationship. Bit by bit, pieces of them start to go missing, and the storyline for “Crocodile Gin” presents this idea in the literal sense. The body parts do start disappearing.</p>
<p><strong>What inspired the song lyrically?</strong></p>
<p>The lyrics were inspired by a line that came to me while jamming over the bassline: “You crawled up like a crocodile, and playfully nibbled my ear.” That image sparked the story of a crocodile lady preying upon a love-hungry guy, and the rest flowed from there.</p>
<p><strong>Was it inspired by a particular bar or could it be any bar?</strong></p>
<p>The visual that I had when thinking over the comic had influences from a bar called, “Cap’s” (pre renovated) in Bellingham, Washington. It was one of those sticky musky heavy kinds of bars that was not very inviting from the outside, but was a good time when you went in. They had a drink there called the Peruvian Bear Fucker. That was always the start of a short night…</p>
<p><strong>Can you recall the writing of the song &#8211; did melody and lyrics come at once?</strong></p>
<p>I remember it started with the bass line of the verses, which was a much slower groove in the first arrangement of the song. I think I wrote the verses and choruses before I tried out the walking bassline for the chorus. So the writing process kind of went back and forth between music and lyrics and back to the music. I really enjoyed that process because it felt surprising for me when the pieces really started fitting together.</p>
<p><strong>How did you come up with the crocodile „roar“ vocal trick and effect?</strong></p>
<p>Pure and silly experimentation. After I reworked the bassline on the song, I thought I would mess around with my MAW microphone processor from Old Noise Blood Endeavors. I think it was one of those playful silly takes that I didn’t think would be possible for me to consider using, but then I loved it. It felt right. It felt raw. That was a fun moment of creation for me, because I took a chance to do something weird, and it led to a wonderful result that I can duplicate live as well, which I am really excited about!</p>
<p><strong>To me the chorus of the song has a 60s power trio blues-vibe &#8211; especially with the swing-y drums &#8211; how has that style influenced your music?</strong></p>
<p>I thought that the swinging feel was fun and playful, especially in regards to the whole dancing in a bar with the antagonist, and then finding a piece of you is missing after each chorus. So the swing is there, but in regards to drums, that is where I put my trust into the hands and skill of drummer Michi Lind and producer  Alexander Lausch. We had a great time in the studio together, working through different ideas, and the final version seemed the most free and fitting. That is a big part of what I love about the creative process of this project. I write and record the demos of the songs at home, and the programmed percussive ideas are usually ok, but are pretty basic, and then Michi expands upon those ideas. It then takes on a bigger and better feeling for me as a listener. It is always a magical moment for me whenever I can experience my songs with new elements and flavors from collaborators and bandmates.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="The L.L.A. - Crocodile Gin" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/SyxsFlgyA7c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: center;">The studio version of Crocodile Gin by the L.L.A. with image outtakes from the comic released May 24</p>
<p><strong><span style="font-size: 1.4rem;">In what ways did the arrangement of the song evolve over time?</span></strong></p>
<p>This song actually evolved the most out of any that I’ve written. The first arrangement was more groovy and bluesier. I liked the feel, but it was pretty different from anything else I was doing for The L.L.A. in regards to the studio album. So I thought I would play around with it to see if I couldn’t reign it back into the album&#8217;s sound-world a bit. I had just bought a bass amp-sim around that time, and was testing it out. Low and behold, a bit of drive on the bass and lots of saturation brought “Crocodile Gin” back into the sound of The L.L.A.. It didn’t feel forced at all, but was a totally natural development for me, and the song was rejuvenated for me at that point.</p>
<p><strong>Why did you change the arrangement?</strong></p>
<p>The old arrangement was always a favorite to perform live, but the feeling and feedback that I got for it, was that it stuck out from the rest of the set as its own thing, and kind of sounded like a different band. Which was ok, but when I started working on my debut album and was putting the song list together, I knew that “Crocodile Gin” didn’t fit with the rest, and so I thought to experiment with it a bit, and I feel that it ended up in a really cool place in relation to the other songs that I have. It is still its own thing, but there is more of a red line going from the album to this one, and then to the next releases.</p>
<p><strong>In what musical direction are your newest unreleased L.L.A. songs developing?</strong></p>
<p>I have about an EP worth of  songs that I am working on right now and I would say they are more similar to the indie rock sound that I put out on my debut album, “Diminishing Returns,” than to the swinging side of “Crocodile Gin.” But there are a lot of different ideas that I am working through on these songs, more vocal experimentation (working on the low end of my vocal range), and pushing my limits for storytelling and genre blending.</p>
<p><strong>How did you come up with the idea of releasing a comic to accompany the single release?</strong></p>
<p>The visual was so strong for me when writing the lyrics to the song. The theme of the protagonist losing bits of himself, and this seductive older character that is playing him for a fool, felt like something that had to be presented in a vivid and violent way. A music video was never really in my mind for it, but the possibility of a comic book, that really got me excited. However, at first I had no idea where to start looking for an artist. I shelved the idea for a long time, until I was fortunate enough to come across Rob Ayer’s work.</p>
<p><strong>What made the art style of comic book artist and illustrator S.R. Ayers the perfect fit for this project?</strong></p>
<p>I was introduced to Rob’s art on instagram through a mutual friend. I instantly loved it and knew his mixture of dark themes, strong lines, and vivid colors would be the perfect fit. The comic needed to be realistic and fantastical, violent and playful, and was also very colorful in my mind, and after going through Rob’s socials and website, I knew he could make this happen. I was still a bit shy to reach out to him about it, but then he commented on a music video of mine. I took the chance, once I knew there was some kind of a mutual appreciation of each other’s work. It all went super smoothly after that. We met, he liked the song and the concept, we bounced ideas off of eachother, and from his first drafts, I knew that it would be one of my absolute favorite creative projects! He was amazing to work with and filled the whole project with passion and motivation. He also had a lot of freedom to work through scenes and background concepts around the main storyline, and the result is very exciting to me. Lots of tasty elements going on throughout the comic!</p>
<div class="soliloquy-feed-output"><img decoding="async" class="soliloquy-feed-image" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2024/04/crocodile-gin-1000x1000_c.png" title="crocodile gin" alt="crocodile gin" /></div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">a gallery of image outtakes from the comic illustrated with artworks by Rob Ayers, (c) The L.L.A. band, 2024</p>
<p><strong>Where can fans buy the comic and song?</strong></p>
<ul>
<li>Fans can buy the song on the usual sites where The L.L.A. songs are digitally sold, e.g., Amazon, Itunes, Bandcamp, Gumroad.</li>
<li>The digital download for the comic will be available on Gumroad (<a href="https://thellaband.gumroad.com/">https://thellaband.gumroad.com/</a>).</li>
<li>When the physical comic books come in, they will be available at my Bandcamp store.</li>
</ul>
<p><strong>What do you love about comics?</strong></p>
<p>I am a huge fan of animation, stop motion, and the drawn medium in general. I love the fact that a series of stills can be so emotionally provocative. That they can evoke humanity and tension while allowing the viewer to put their own experiences, interpretations, and feelings into the scene. That makes these mediums really impressive art forms to me.</p>
<p><strong>Can you tell us about your favourite comic from your childhood?</strong></p>
<p>As a child, I really enjoyed Calvin and Hobbes. The playfulness and the themes of childhood development made quite the impression on me. You have this kid that seems wild and uncouth and has an imagination that is so colorful, yet there are stories where Watterson shows the sadness and tenderness of this wild child, and his relationship with his parents, his tiger, and the world. I think that was the start of respecting the amount of emotion that can be presented through the right balance of drawing and solid storytelling.</p>
<p><strong>Thank You for the Interview!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://the-lla.bandcamp.com/merch">Comic Book Bandcamp link</a></p>
<p><a href="https://thellaband.gumroad.com">Digital Comic Download on gumroad</a></p>
<p><a href="https://www.instagram.com/the_lla_band/">The_L.L.A. on instagram</a></p>
<p><a href="https://www.instagram.com/s.r.ayers/">Illustrator Rob Ayers (S.R. Ayers) on instagram</a></p>
<p><a href="https://srayers.artstation.com/">S.R. Ayers illustrator homepage</a></p>
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<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2021/12/Capture_2021-12-16-22-43-422.png" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.klangskizzerei.at/author/stefan-westacott/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Westacott</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Gitarrenmusik und Konzertskizzen</p>
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		<title>Indie-Folk Poet Dylan Goff interviewed: “I want Untethered (side two) to move more towards indie”</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 May 2022 17:03:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[indie]]></category>
		<category><![CDATA[indie folk]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/dylan-goff-interview/">Indie-Folk Poet Dylan Goff interviewed: “I want Untethered (side two) to move more towards indie”</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_9731" aria-describedby="caption-attachment-9731" style="width: 761px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9731" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/Dylan-Goff-Photo-by-Ewa-Podgorska-300x200.jpg" alt="" width="761" height="507" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/Dylan-Goff-Photo-by-Ewa-Podgorska-300x200.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/Dylan-Goff-Photo-by-Ewa-Podgorska-768x512.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/Dylan-Goff-Photo-by-Ewa-Podgorska.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 761px) 100vw, 761px" /><figcaption id="caption-attachment-9731" class="wp-caption-text">(c) Ewa Podgorska</figcaption></figure>
<p>Vienna based indie singer-songwriter and poet Dylan Goff released his beautifully poetic and moving indie-folk debut EP Untethered (side one) in 2021. In an in-depth e-mail interview with klangskizzerei he talks about influences, songwriting, the joy of listening to the final mix and gives us insight into what “Untethered (side two)” will sound like.</p>
<p><strong>Klangskizzerei: You opened for Mark Peters and also played a set at the Badeschiff recently &#8211; How did it feel to be on stage again after such a long time?</strong></p>
<p><strong>Dylan Goff:</strong> I think if you do anything again for the first time after a break it can be slightly nerve-racking. I was certainly nervous being back on stage supporting Mark, but by the end of the set I felt a lot more comfortable. At the Badeschiff the crowd were super respectful and that made it a lot easier to get over the nerves, there’s definitely a mutual communication that happens when a crowd listens so intently. It’s an amazing feeling!</p>
<p><strong>What was it in your lifetime that drew you to music and poetry?</strong></p>
<p>I was always writing little poems and songs in my head as a child, it was just something I did. My mother encouraged me a lot to be creative and to explore creative outlets for my energy, but it was when I taught myself to play the guitar that I first felt I could say something for myself. I started writing songs about how I was feeling, maybe I just needed to find a way I could articulate things I didn’t know how to say or thought I wasn’t allowed to say. Songwriting gave me that.</p>
<p><strong>How have music and poetry enriched your life?</strong></p>
<p>As I get older, I see more and more that I express myself much better in writing than in speaking. I get nervous socially, and I’m quite shy despite getting better at hiding it. Writing songs and poetry gives me a way to communicate in my own time where I’m less afraid of being misunderstood. I have also learned a lot about myself from writing, there have been times when things that were bothering me suddenly made sense once I wrote them in a song.</p>
<p>Music has also led me to meet some absolutely amazing, warm, emotionally literate people in the songwriting community. There’s a real understanding that happens between songwriters.</p>
<p><strong>How did it feel when you first heard the songs you wrote on your acoustic for Untethered (side 1) come alive with the instruments and full arrangements?</strong></p>
<p>It was exciting! It was such a big ambition for me to release my own music, I’d wanted to do it ever since I was an 11-year-old kid learning to play the guitar in my bedroom. And here were songs that I’d written with a full sound and production. I remember the first time I heard the final mix of Romance at Russborough &#8211; I must have played it 10 times on repeat because I was so excited about the way it sounded!</p>
<p>Making the record really showed me the value of working with other people, and how much other people’s ideas can bring to my music. I think it was important to learn that, it takes a lot of pressure off to realise that there’s always at least some degree of collaboration.</p>
<figure id="attachment_9733" aria-describedby="caption-attachment-9733" style="width: 924px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9733" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/PAW_9931-300x200.jpg" alt="" width="924" height="616" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/PAW_9931-300x200.jpg 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/PAW_9931-1024x683.jpg 1024w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/PAW_9931-768x512.jpg 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/PAW_9931-1536x1024.jpg 1536w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2022/05/PAW_9931-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 924px) 100vw, 924px" /><figcaption id="caption-attachment-9733" class="wp-caption-text">(c) Peter Wieser &#8211; Dylan Goff: &#8222;It&#8217;s a matter of writing from the heart and then crafting the song using my head&#8220;</figcaption></figure>
<p><strong>As Untethered (side 1) was your debut EP &#8211; what was your expectation of making a record like and how did it compare to the reality of making one?</strong></p>
<p>I needed to treat it like a beginning &#8211; I had only recorded a couple of demos in a studio before the EP. So I tried to keep my expectations realistic and allow it to be a starting point to develop from. I think it’s easy to become overwhelmed and put yourself under too much pressure to try to get everything 100% correct with a first record. I wanted to avoid that, because the important thing is that listeners to get something from the songs.</p>
<p>But I’m really happy with how it turned out, and I think I learned a lot about what is important to me in making a record, and also about what is involved in the process of recording and mixing a collection of songs.</p>
<p><strong>Did you try to shelter yourself from influences while writing and recording the EP or did you actively listen closer to certain records?</strong></p>
<p>I didn’t try to control it either way really. Music is part of my life and I listen to it all the time. For me, if influences creep in subconsciously that is perfectly natural and is part of the evolutionary process of how music develops. There were definitely songs that reminded me of some of the music I listen to, but I didn’t intentionally set out to sound like them.</p>
<p><strong>The melodies and delivery in Snake Oil are reminiscent of The National for example &#8211; in a pretty good way though &#8211; was that a conscious influence?</strong></p>
<p>That’s really interesting! I am a big fan of The National and they undoubtedly influence my style a lot. But at the time I wrote Snake Oil I was listening to a lot of Phoebe Bridgers and Better Oblivion Community Center. I loved how the vocal dynamics worked on the Better Oblivion record so when I realised that dynamic was going to suit Snake Oil I asked Amelie Tobien if she would sing it with me.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Snake Oil - Dylan Goff &amp; Amelie Tobien (Original Song)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/GKJFq7dn2h8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>How does it feel when you hear your own words in <em>Snake Oil</em> and <em>Sycamores </em>sung back to you in the duets?</strong></p>
<p>Amelie is such a good singer that she could even sing a restaurant menu and it would still sound good! The parts she sings on are my favourite parts of the EP. It’s very satisfying to hear those parts because I wrote the lyrics with her voice and vocal delivery in mind, and I think it came together really well. And she gives the lyrics such a new tone and a new perspective that they feel like her lyrics to me now, rather than mine.</p>
<p><strong>How does it compare to the feeling you get when you’re singing those songs on your own?</strong></p>
<p>I rarely play Snake Oil solo, it just feels too weird to do it alone! Sycamores originally didn’t have Amelie’s part in it, but it now feels like the song is incomplete when I perform it alone.</p>
<p><strong>How has your songwriting changed over the years musically and lyrically?</strong></p>
<p>It’s mellowed out a lot more I think, I used to try to make it sound as dramatic as possible but as I’ve got older, I’ve grown to love keeping things understated both lyrically and musically. I’m definitely more patient with writing. One of the ways I think I’ve developed is that I no longer consider a song finished. There comes a point where creatively you have to move on, but there’s always something you can change and improve. Certainly the point where I feel a song is ready to be performed in front of another person happens a lot later now than it used to. I think this is reflected in my lyrics especially, I work for a much longer time on lyrics now than when I was younger.</p>
<p><strong>What inspires your songs nowadays (also the brand new ones)?</strong></p>
<p>Different things. There are common threads that happen in my songs I guess. Like questions about trying to figure out who we are, if we are good enough. I confront my mental health a lot through my music, it’s important to me that I don’t shy away from that because those demons have much more power in the dark. As I approach 40, I’ve been writing more and more songs that start to explore the idea of what it means to be a good man, and how to try to unlearn the damaging bullshit we learn as boys about what way we should be, about what “masculine” means. There have been a few songs about that lately!</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Dylan Goff - I Learned Anger" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/PVF6wVkNvsc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Do you often start with the lyrics in your songwriting process, as they seem really important to you?</strong></p>
<p>Actually no, I normally start with the tune and try to develop the aesthetic of the song to figure out what it is making me feel. I’ll sing nonsense words to figure how many syllables I have to work with, and this is probably the most important part of the process, because it is here that I can see where in the song the lines land that will have a higher impact on the listener. I find a starting point for the lyrics from somewhere in my subconscious and write a first draft which gets edited and edited until I feel I’ve communicated everything I want to communicate in the best way possible. So it’s a matter of writing from the heart and then crafting the song using my head.</p>
<p><strong>What time of day and where do you write your best songs? </strong></p>
<p>I’m a morning person in general. I think for song structure mid-morning is the best time, especially at home by myself. My best lyrics come when I’m doing a monotonous task that I don’t need to think about and I can drift into the song in my head. That can happen at any time of the day I guess.</p>
<p><strong>Who are your favourite poets or lyricists?</strong></p>
<p>I’m a massive Frightened Rabbit fan. What I love about Scott Hutchison’s lyric writing is that he was brutally honest about how he felt, especially the more introspective lyrics. There’s a power in being that honest. Julien Baker has that too. Shane McGowan is also a massive influence for me, the way he can create imagery is genius. And of course Leonard Cohen. Poetry-wise I love Mary Oliver. She had a stunning way of using nature to describe feelings. And I adore James Joyce, especially the book Ulysses. That man knew how to play with words!</p>
<p><strong>What do/did you want to try or approach differently in the songwriting, recording and production of Untethered (side 2) compared to your approach on Untethered (side 1)?</strong></p>
<p>The songs on untethered (side two) are just as old as the ones on the first EP, so the writing hasn’t changed as such. Both EPs document the songs I’ve been playing live for the last few years. In terms of sound and production,  I want Untethered (side two) to move a bit away from folk and more towards indie. I have a big fear as a musician and a person about being defined by being Irish. I mean, I AM Irish and I don’t try to hide my accent when I sing. It’s part of me and I’m proud to be Irish. But I don’t want it to be the defining character of my music. I feel I have much more to offer than that. So this record will have much more of an indie feel, it will be more like the music I love listening to. I can’t wait for people to hear it!</p>
<p><strong>Thank you for the interview!</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Dylan Goff (LiVie Sessions)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/JgK1gG92N54?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong> <a href="https://www.facebook.com/dylangoffsmusic">Dylan Goff on facebook</a></strong></p>
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<p><strong> </strong></p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2021/12/Capture_2021-12-16-22-43-422.png" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.klangskizzerei.at/author/stefan-westacott/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Westacott</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Gitarrenmusik und Konzertskizzen</p>
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		<title>Wiens neue Psychedelic-Helden &#8222;eerah&#8220; im Interview: &#8222;Die Songs entstehen ganz natürlich&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Westacott]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2019 11:27:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[eerah]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[psychedelia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach ihrem vielumjubelten Auftritt im rhiz traf die Klangskizzerei Wiens neue aufstrebende Psychedelic-Band eerah zum Interview. Ein Gespräch über das Studieren und Leben in Wien, Pink Floyd und die unmittelbaren Zukunftspläne von eerah. eerah sind: Ingo&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/eerah-im-interview/">Wiens neue Psychedelic-Helden &#8222;eerah&#8220; im Interview: &#8222;Die Songs entstehen ganz natürlich&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2789" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2018/10/eerah-neu3-300x214.png" alt="" width="696" height="496" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2018/10/eerah-neu3-300x214.png 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2018/10/eerah-neu3.png 840w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></p>
<p>Nach ihrem vielumjubelten Auftritt im rhiz traf die Klangskizzerei Wiens neue aufstrebende Psychedelic-Band <em>eerah</em> zum Interview. Ein Gespräch über das Studieren und Leben in Wien, Pink Floyd und die unmittelbaren Zukunftspläne von <em>eerah</em>.</p>
<p>eerah sind: <strong>Ingo</strong> (lead vocals, gitarre),<strong> Julia</strong> (lead vocals, keyboard), <strong>Philipp</strong> (lead gitarre), <strong>Fabian</strong> (bass), <strong>Max</strong> (schlagzeug)</p>
<p><strong>Wie entstand eerah?</strong></p>
<p><strong>Ingo:</strong> Phillipp und ich sind in Ravensburg in Süddeutschland zusammen aufgewachsen. Wir haben mit 14, 15 Jahren begonnen mit der ersten Band. Keiner konnte so richtig spielen, wir haben einfach Hard Rock gemacht. In meiner zweiten Band hab ich dann Fabian kennengelernt. Danach haben wir uns verloren, weil alle in anderen Städten studiert haben. Vor drei Jahren haben wir uns in Wien wieder getroffen. Dann ist meine Mitbewohnerin hinzugekommen, sie kannte Max und dann waren wir vollzählig.</p>
<p><strong>Wie kamt ihr zum Psychedelischen?</strong></p>
<p><strong>Ingo:</strong> Ich bin schon ewig ein riesiger Pink Floyd Fan. Dadurch dass wir alle schon in Bands gespielt haben, wird dieses 3-Minuten Songschema irgendwann zu langweilig. Dann will man schauen wie’s weitergeht. Es war ein natürlicher Prozess. Die Songs sind immer länger geworden und verspielter. Das ist natürlich auch für einen selber spannender. Und dadurch, dass unsere Musik so gefühlsbetont ist, geht das wunderschön Hand in Hand. Wir brauchen Zeit um die Songs aufzubauen und das Gefühl rüberzubringen.</p>
<p><strong>Eure Songs sind bis zu 7 Minuten lang, entstehen die Songs oft bei den Bandproben selbst aus einem langen jammen oder schreibst du den Großteil schon zu Hause?</strong></p>
<p><strong>Ingo: </strong>Das ist unterschiedlich. Es ist schon so, dass ich die Grundstruktur festlege im Jammen mit Phillipp oder während der Probe, aber das Meiste entsteht bereits zuhause. Dadurch dass auch der Einfluss der anderen Bandmitglieder dazukommt, wird das dann immer mehr. Es ist nicht so, dass wir es darauf anlegen sieben-minütige Songs zu schreiben. Das entsteht dann am Ende einfach daraus.</p>
<p><strong>Ihr habt einen sehr eigenen Sound. Gibt es etwas das ihr an eurem Sound noch verändern wollt?</strong></p>
<p><strong>Ingo:</strong> Dadurch dass wir bei den Proben alle Ideen einbeziehen, geht es gar nicht anders als dass wir nach uns selber klingen, nach der Klangwolke, nach eerah. Wenn wir ein neues Equipment kriegen oder einen neuen Effekt, dann versuchen wir den überall einzubauen (lacht) bis wir merken es ist doch zu viel und wir schrauben es wieder zurück. Wir denken nicht ernsthaft drüber nach. Die Songs entstehen ganz natürlich. Wir haben kein Ziel wie sie klingen sollen.</p>
<p><strong>Stand es jemals im Raum auch andere psychedelia-typische Instrumente wie eine Sitar einzubauen?</strong></p>
<p><strong>Philipp:</strong> Direkt geplant ist es nicht. Wir sind alle experimentierfreudig was Musik und Kunst angeht. Im Studio stand ein Cello-Bogen mit dem wir experimentiert haben. Ingo hat sich jetzt eine Mandoline gekauft. Den Gedanken gibt es bei mir schon, dass ich mir eine Sitar kaufe. Aber bis man eine Sitar spielen kann und sie auf Platte druckt &#8211; das ist die andere Frage.</p>
<p><strong>Fabian:</strong> Live fehlt dann natürlich das eigene Instrument. Will oder kann man darauf verzichten und macht es das andere Instrument wett? Das ist dann die Schwierigkeit.</p>
<p><strong>In welcher Stadt habt ihr den Song City geschrieben?</strong></p>
<p><strong>Ingo: </strong>Er ist einer der ersten Songs die wir hier in Wien geschrieben haben. Ich bin vor vier Jahren hierher gekommen zum Studieren. Das Leben in Wien hat auf jeden Fall einen Einfluss auf den Song gehabt. Student sein, viel feiern.</p>
<p>Die Idee zum Text ist von einem Poster gekommen das bei uns in der WG hängt: „Wer bist du, wenn du alleine mit dir bist“ . Man kommt in eine neue Stadt, studiert, erlebt sehr viele Eindrücke und Menschen. Ständig ist man feiern. Man verbringt sehr wenig Zeit mit sich selber und verliert sich auch ein bisschen selber. Irgendwann kann man dann nicht mehr mit sich selber allein sein. Komplett alleine ohne irgendjemand. Man flüchtet sich immer wieder in diese Abende. Man geht feiern und muss irgendwie die Zeit totschlagen. Aber man will sich mit sich selber nicht auseinandersetzen. Darum geht es in dem Song.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="eerah - City (Official Video)" width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/vOif_d9Kq9c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Würdet ihr zustimmen, dass euer Song City (nicht im Negativen) von Pink Floyd bzw. Breathe (in the Air) beeinflusst ist?</strong></p>
<p><strong>Ingo:</strong> Hab schon mehrmals den Vergleich mit Pink Floyd gehört. Find ich super cool. Ich lieb diese Band. Weiß nicht, ob man sich das anmaßen kann so zu klingen. Es ist auch eine riesige Inspiration. David Gilmour ist ein super Sänger und Gitarrist, wahnsinnig was der tut. Ich finde den Vergleich schön.</p>
<p><strong>Ihr habt viele Lieder die sich thematisch ums Nachtleben drehn.</strong></p>
<p><strong>Julia:</strong> Ja. In <em>The Night</em> zum Beispiel geht’s sehr stark um die unterschiedlichen Gefühlswelten und Gesichter, die man sieht bei Tag und bei Nacht. Die zwei unterschiedlichen Welten wie Menschen einem erscheinen und wie man auftritt.</p>
<p><strong>Der Nino aus Wien behauptet fast alle seine Lieder in der Nacht zu schreiben. Schreibt ihr auch besser abends und nachts als unter Tags?</strong></p>
<p><strong>Ingo:</strong> Nachts um drei und vier bin ich wenn ich solang wach bin nicht mehr in der Lage irgendetwas zu schreiben. Ich kann mich auch nicht hinsetzen und sagen ich schreib jetzt einen Song. Das fängt immer mit einem Satz an der mir im Kopf rumschwirrt oder einem Gefühl.</p>
<p>Ich schreib auch nicht einen Text und sag mir ich will jetzt über etwas Bestimmtes schreiben. Das fängt mit einem kleinen Wort, einem kleinen Satz an und entwickelt sich dann daraus. In dieser Kombination aus Wörtern spiegelt sich das Gefühl das ich dabei hab wider. Jedes Mal wenn ich die Wörter wieder singe, kommt das Gefühl zurück. Das ist wie konserviert in diesen Zeilen. Das passiert zu jeder Tageszeit. Morgens, mittags, nachts.</p>
<p><strong>Deine Texte sind so bisschen hinter die Fassade blickend, aber trotzdem immer noch sinnergebend, hast du auch richtig surreale, trippige, psychedelische &#8222;marmelade skies“ / Lucy in the Sky with Diamonds Texte geschrieben?</strong></p>
<p><strong>Ingo: </strong>Ja, das habe ich für andere Projekte schon versucht. Ich mag diese Texte so gerne. Dadurch, dass meine Texte eher auf Gefühlen von mir basieren und nicht auf ausgedachten Sachen, tu ich mir schwer damit, das irgendwie ehrlich zu schreiben und rüberzubringen. Ich komme mir da immer sehr falsch vor wenn ich das mache.</p>
<p><strong>Ihr habt im rhiz einen neuen Song „2017“ vorgestellt. Wollt ihr dazu etwas erzählen? Ist er eventuell Teil der neuen Richtung von eerah?</strong></p>
<p><strong>Ingo:</strong> Der Song hat sich so ergeben. Er hat mit ein paar Textzeilen angefangen. Der Aufbau, das Dynamische &#8211; mal härter mal weniger hart &#8211; hat sich so gefügt. Das war genau wo der Song hinmusste.</p>
<p>Ich glaube der Song ist aus 2018. Er hätte auch &#8222;2019&#8220; oder &#8222;2020&#8220; heißen können, völlig wurscht. Ich wusste nie worum es da so richtig geht. Das geht mir bei meinen Texten öfters so.</p>
<p>Dadurch, dass wir so lange zusammen wohnen, erzählt mir Julia immer, worum es dann in den Songs geht (lacht) weil sie mich dann scheinbar doch besser kennt als ich mich selber kenne. Es geht um eine Überforderung die stattgefunden hat.</p>
<p>Ich war 2017 überfordert, ich bin 2018 überfordert gewesen, 2019 werde ich auch überfordert sein. Ich werde immer überfordert sein, so ein bisschen. Das war Ausdruck davon.</p>
<p>Dieses wellenartige, das der Song hat &#8211;  erst hart, dann wieder weich, das sind diese unterschiedlichen Phasen, manchmal geht’s besser manchmal nicht so gut. Es ist vielleicht schon Teil der neuen Richtung, weil wir verarbeiten was wir selber erleben. Das ist in dem Fall was dabei rausgekommen ist.</p>
<p><strong>Merkt ihr dass immer mehr Menschen zu euren Konzerten kommen?</strong></p>
<p><strong>Philipp:</strong> Wir machen jetzt seit 2 Jahren Musik und es kommen immer mehr Menschen. Wir hatten jetzt Videorelease und es war komplett voll. Es fängt an dass es der Freundeskreis toll findet und später kommt es dazu, dass fremde Leute nach den Konzerten kommen und sagen: &#8222;Hey, Wahnsinn, was macht ihr da? Das ist richtig schön&#8220;.</p>
<p>Ich finde den Prozess merkt man extrem. Als wir mit Holy Wave zusammen gespielt das war der erste Moment wo ich gemerkt hab: &#8222;Wow, richtig cool&#8220;. Da kam das schon richtig gut an. Und das ist eine relativ große Band. Und jetzt sind wir zum ersten Mal selbst Headliner gewesen beim Video-Release.</p>
<p><strong>Wie nehmt ihr die Psychedelic Szene in Wien wahr?<br />
</strong></p>
<p><strong>Ingo:</strong> Es gibt sehr viele gute Psychedelic Bands hier: Aux Portes, The Holy Spirit of Nothing. An sich hat Wien eine gute Musikszene, es gibt sehr viele Locations am Gürtel und wenn man die einmal abgespielt hat, ist es erstmal ein bisschen vorbei. Das haben sehr viele Psychedelic Bands schon hinter sich. An sich, wenn man sich untereinander kennt, Konzerte zusammen veranstaltet und sich kennenlernt, das ist super angenehm. Ich glaube wir haben drei Mal im Kramladen gespielt.</p>
<p><strong>Was bedeutet es euch persönlich Musiker in einer Band zu sein? </strong></p>
<p><strong>Ingo: </strong>Das ist mein Lebensinhalt. Das worüber ich mich definiere. Klar kann man sich nicht komplett finanzieren damit. Aber dann macht man eben andere Sachen nebenher. Ich bin froh darüber mit Leuten, die mir sehr lieb sind, zusammen Musik machen zu können.</p>
<p><strong>Max: </strong>Es ist ein Ausgleich. Andere machen Sport und ich mach eben Musik. Es ist ein Alltagsausgleich und Sich-Ausdrücken. Dass man reinfallen kann in die Musik. Egal ob auf der Bühne oder im Proberaum. Auch wenn ich keine Texte schreibe. Wenn ich Gitarre spiele, oder Schlagzeug wie bei eerah, ist es eine Art sich auszudrücken. Wir sind alle Typen, die nicht extrovertiert sind und immer das Herz auf der Zunge tragen, sondern sich eher durch die Musik ausdrücken.</p>
<p><strong>Wenn es eerah eines Tages nicht mehr gibt, woran findet ihr werden sich die Fans und Konzertbesucher auf jeden Fall erinnern?</strong></p>
<p><strong>Ingo:</strong> Auf jeden Fall an unseren instagram account mit sexy Philipp.</p>
<p>Man weiß nicht was davon bleibt. Ist auch die Frage, ob es wichtig ist was bleibt. Ich finde, wir hatten eine gute Zeit dabei und das ist was zumindest für uns zählt.</p>
<p><strong>Fabian:</strong> Ich finds schön wenn Songs bestehen bleiben. Und durchs Internet noch immerwährender da sind. Dass sie von Leuten gehört werden können. Dass es einen impact auf die Welt hat vielleicht. Dass etwas da ist von dem was man geschaffen hat und was man durchlebt hat in der Zeit. In der Zeit, in der man die Musik geschrieben hat.</p>
<p><strong>Ihr habt jetzt ein Musikvideo als großen Meilenstein verwirklicht, was wird der nächste große Meilenstein für eerah?</strong></p>
<p><strong>Fabian:</strong> Im Jänner waren wir zum ersten Mal im Studio. In den Primitive-Studios im 8. Bezirk. Wir haben neue Songs aufgenommen und sind  gerade dabei sie fertig abzumischen und zu mastern. Wir hoffen sie schon Ende März releasen zu können. Das ist das nächste Ziel.</p>
<p>Danach werden wir mit zwei Konzerten in Deutschland Ogrom Circus, eine befreundete Band, bei ihrem Album Release supporten. Unser ersten Auslandskonzerte in Görlitz und danach in Berlin stehen an, da freuen wir uns schon darauf.</p>
<p><strong>Vielleicht ein Gig in Ravensburg?</strong></p>
<p><strong>Fabian:</strong> Ist schon öfters zur Auswahl gestanden. Eventuell im Rahmen einer Süddeutschland-Tour wird auch Ravensburg von uns einmal bespielt werden.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<figure id="attachment_2789" aria-describedby="caption-attachment-2789" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2789" src="http://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2018/10/eerah-neu3-300x214.png" alt="" width="730" height="521" srcset="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2018/10/eerah-neu3-300x214.png 300w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2018/10/eerah-neu3-768x549.png 768w, https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2018/10/eerah-neu3.png 840w" sizes="auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px" /><figcaption id="caption-attachment-2789" class="wp-caption-text">eerah-Sänger Ingo: &#8222;Jedes Mal, wenn ich die Wörter wieder singe, kommt das Gefühl zurück&#8220;</figcaption></figure>
<p><strong> </strong></p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.klangskizzerei.at/wp-content/uploads/2021/12/Capture_2021-12-16-22-43-422.png" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.klangskizzerei.at/author/stefan-westacott/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Westacott</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Gitarrenmusik und Konzertskizzen</p>
</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="http://klangskizzerei.at" target="_self" >klangskizzerei.at</a></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/klangskizzerei/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.klangskizzerei.at/eerah-im-interview/">Wiens neue Psychedelic-Helden &#8222;eerah&#8220; im Interview: &#8222;Die Songs entstehen ganz natürlich&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.klangskizzerei.at">Klangskizzerei</a>.</p>
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